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Sinfonie 6 & Ouvertüren

Otto Klemperer , Pol , Bruckner , Humperdinck , Wagner Audio CD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Komponist: Bruckner, Humperdinck, Wagner
  • Audio CD (28. August 2003)
  • SPARS-Code: ADD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: EMI Classics (EMI)
  • ASIN: B0000AF1MU
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 126.382 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Sinfonie Nr. 6 - Klemperer,Otto,Pol,Bruckner,Humperdinck,Wagner
2. Ouvertüre: Iphigénie en Aulide - Klemperer,Otto,Pol,Bruckner,Humperdinck,Wagner
3. Ouvertüre: Hänsel und Gretel - Klemperer,Otto,Pol,Bruckner,Humperdinck,Wagner

Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klangmassive im Wohnzimmer 31. Juli 2004
Von M. Preuß
Die Interpretation von Klemperer lässt in jeder Hinsicht aufhorchen. Die Klangmassen Bruckners werden vom New Philharmonia Orchestra in aller Eleganz und in strahlendem Samt-Bläserglanz herausgewuchtet. Dabei bleibt das Klangbild stets transparent und einzelne Nebenstimmen sind im Gesamtklang immer präsent. Besonders gelungen sind die rhythmische Durchgestaltung der Partitur, aufbauend auf den Generalbässen, die zugleich lässige und strenge agogische Formung der sinfonischen Abläufe und die mitreißende Umsetzung sämtlicher Melodien. Das gleiche Gespür Klemperers & New Philharmonias für musikalische Architekturen in Partituren zeichnet die Wiedergabe von Glucks 'Iphigenien'-Ouvertüre und Humperdincks 'Hänsel und Gretel'-Ouvertüre aus. Drei hervorragende excellente Aufnahmen, die vollkommen zu recht 2003 in der EMI-Serie 'Great Recordings of the Cenntury' erschienen sind.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Amazon bestätigter Kauf
Wer sich Bruckners sechste Symphonie diskographisch erschliessen will, kommt an dieser Aufnahme von 1964 nicht vorbei, sie kann in dieser Überarbeitung auch klanglich heutigen Ansprüchen genügen. Klemperer liebte das Werk und hatte es schon jahrelang bei seinen Live-Auftritten mit im Gepäck, er hätte es gerne auch schon früher adäquat aufgenommen. EMI-Chef Walter Legge vertröstete ihn aber mehrfach, die sechste war die am seltensten aufgeführte Bruckner-Symphonie und man befürchtete wohl einen Ladenhüter. Erst nach der Auflösung des Philharmonia Orchesters 1964 und dessen Wiederauferstehung als New Philharmonia Orchestra wurde diese Einspielung möglich (zudem Legge sich gleichzeitig ins Private zurückzog).

Nach der mit mathematischer Exaktheit kalkulierten fünften Symphonie zog es Bruckner offenbar zu mehr fliessenden und tänzerischen Klängen hin, perfekt wurde dies mit der siebten Symphonie erreicht, und die "kleine" sechste - da muß man sich keinen Illusionen hingeben - trägt hier sicher auch die Funktion einer Zwischenstufe. Der erste Satz und das Finale erinnern mit ihren klar akzentuierten Bläsersätzen noch stark an den Vorgänger, das Adagio nimmt die Stimmung des berühmten zweiten Satzes der siebten vorweg. Trotzdem wäre es zu kurz gegriffen, sie als zweitklassig abzutun und auf ihre Zwischenstellung zu reduzieren. Sie ist absolut hörenswert und verfügt als eine von Bruckners kürzesten Symphonien in ihrer Komprimiertheit über einen unglaublichen Melodienreichtum und eine vielfältige und kontrastreiche, rhythmische Palette. Sie ist wie geschaffen für den Bruckner-Einstieg, bevor man sich an monumentalere Werke wie die Nos. 5 oder 8 heranwagt.

Mir ist keine Aufnahme bekannt, die es im ersten Satz an Schneidigkeit und militärischer Präzision - und einem Höchstmaß an Spannung - mit dieser aufnehmen kann, und die die betörend schönen Klanggewebe des zweiten Satzes in eine derartige Vergeistigung überführt. Präzise und mit wuchtigen Bläserattacken kontrastiert dagegen das Scherzo, und im Finale, das von seiner Anlage her wie das anderer Bruckner-Symphonien nicht ganz unproblematisch geraten ist, stehen sich Mysterium und dramatischer Ausbruch packend gegenüber. Die beiden vorangestellten Ouvertüren von Humperdinck und Gluck sind weitere Glanzlichter, die die CD nicht nur sinnvoll ergänzen, sondern geradezu perfektionieren. Ein Muss !!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Galaktisch und zeitlos gültig 17. Mai 2010
Von Andre Arnold TOP 500 REZENSENT
Von Amazon bestätigter Kauf
Otto Klemperer zählt in meinen Augen zusammen mit Carlos Kleiber und Leonard Bernstein zu den besten Dirigenten überhaupt. Mit Anton Bruckners Sinfonien habe ich mir immer schwer getan, aber die Sechste mochte ich von jeher. Und Klemperer macht sie unvergesslich.

Viele sehen die sechste Sinfonie Bruckners in A Dur als eine Art Übergangsstadium zu seinen drei monumentalen späten Sinfonien an. Der erste Satz ist von enormer Wucht, Farbenvielfalt und wärmender Helligkeit. Bruckner versteht es, herrliche Akzente zu setzen. Im zweiten, langsamen Satz dringt er tief vor in die Welten menschlicher Empfindung. Unvergesslich bleiben die berührenden Themen des Scherzos: Das zierliche, in den hohen Bläsern vorgetragene erste Thema erhält als Antwort ein extrem wuchtiges Thema der tiefen Blechbläser. Im Finale schafft Bruckner einen gelungenen Rückbezug zur Wucht, zur Gewalt des ersten Satzes.

Klemperer hatte ein tiefes Verständnis für diese Sinfonie. Er lässt das glänzende Philharmonia Orchestra jede Akzentuierung hervorheben, schnörkellos und unprätentiös spielen. Auch wenn er recht langsame Tempi wählt, so fehlt es dem Ganzen doch nicht an Tonus und Straffheit.

Als Zugabe gibt's zwei Ouvertüren, eine von Gluck im Arrangement Wagners zu "Iphigenie auf Aulis", eine von Humperdinck zu "Hänsel und Gretel". Beide zeichnen sich dadurch aus, dass der edle Klang der Streicher weite Strecken dominiert. Beide sind lebensfroh und erinnern in ihrem Habitus stark an das vermeintliche Vorbild Beethoven.

Fazit: Eine unvergessliche Sechste dank des großartigen Maestros Otto Klemperer mit zwei netten Zugaben in sehr guter Aufnahmequalität!
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