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Sinfonie 6
 
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Sinfonie 6

Georg Solti , Cso , Gustav Mahler Audio CD
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Komponist: Gustav Mahler
  • Audio CD (17. November 1992)
  • SPARS-Code: DDD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Decca (Universal)
  • ASIN: B000025OPA
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 47.049 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Hörproben
SongInterpret Länge Preis
Anhören  1. Symphony No.6 in A minor - 1. Allegro energico, ma non troppo. Heftig aber MarkigSir Georg Solti21:08EUR 4,49
Anhören  2. Symphony No.6 in A minor - 2. Scherzo (Wuchtig)Sir Georg Solti12:35EUR 2,39
Anhören  3. Symphony No.6 in A minor - 3. Andante moderatoSir Georg Solti15:29EUR 2,40
Anhören  4. Symphony No.6 in A minor - 4. Finale (Allegro moderato)Sir Georg Solti27:42EUR 5,49


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Dies ist beileibe keine schlechte Einspielung der Mahler-Sechsten, sie fällt aber im Vergleich mit Aufnahmen anderer Interpreten ab. Soltis handwerkliches Können steht dabei gar nicht in Frage, im Gegenteil: Die Chicagoer spielen unter ihm gewohnt kraftvoll und eloquent - aber eben leider nicht inspiriert genug. Dem Hörer wird eine schneidige und überaus präzise Orchestermaschine vorgeführt, die die Riesenpartitur dieser "Monstersinfonie" extrem detailgenau, präzise und unerbittlich umsetzt und gerade deswegen im Endeffekt scheitert. Hier ist alles zu geölt und zu schnittig, es stellt sich die Frage: "Wo bleibt der Mensch?" Ich konnte ihn leider bei dieser Aufnahme nicht heraushören, sie ist dafür zu kühl und zu emotionslos (aber dafür auch nie larmoyant).

Es wäre ungerecht, sie zu sehr zu kritisieren - dafür gibt es zu viele Dirigenten, die an diesem Werk gnadenlos gescheitert sind; das beste Beispiel ist (wieder einmal) Herbert von Karajan. Soltis Sechste kann durchaus in der Oberliga mitspielen, aber eben nicht auf den vordersten Plätzen. Diese gebühren meiner Meinung nach den Einspielungen von Abbado (DG, mit den Berliner Philharmonikern) und, wie auch schon von anderen Rezensenten genannt, Mitropoulos (mit dem WDR-Sinfonieorchester, diverse Labels). Letzere Aufnahme ist zeitlich vor Soltis Einspielung entstanden (50er, Monoklang), das Orchester kann mit den Chicagoern nicht mithalten und erlaubt sich ab und zu auch mal einen Patzer. Aber Mitropoulos treibt es dennoch zu Höchstleistungen an, von denen Soltis Resultat weit in den Schatten gestellt wird. Mitropoulos setzt jeden Takt unter Feuer und führt dem Hörer mehr als deutlich vor Augen, warum diese Sinfonie "Die Tragische" heißt. Albtraumhaft, dämonisch, eingeschwärzt - ein wahrhaft apokalyptischer Trip; man erschrickt gelegentlich beim Hören. Abbado wählt einen gemäßigteren Weg, kommt aber auch zu sehr überzeugenden Ergebnissen (woran auch die Berliner Philharmoniker großen Anteil haben).
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Soltis populäre Einspielung von 1970 beeindruckt bis heute durch die äußerst transparente Klangqualität, erst recht seit diese remasterte CD-Fassung 1992 auf den Markt kam. Sie ist in dieser Hinsicht heutigen Produktionen geradezu ebenbürtig. Man kann sich darüber streiten, ob die Art und Weise, wie hier die meißten Soloeinlagen aufnahmetechnisch "herangezoomt" wurden - auch Instrumente, die im Orchester gewöhnlich weiter entfernt positioniert sind, scheinen sich direkt vor dem Hörer zu befinden - legitim sind oder nicht. Ich habe damit nicht unbedingt ein Problem, schließlich befinden wir uns im Zeitalter des Kunstproduktes "Tonträger", und der Genuß einer Klangkonserve im heimischen Wohnzimmer ist nun mal etwas anderes als ein Konzertbesuch. Von daher mögen solche Tricks der Verdeutlichung dienen, einen glaubwürdigen Orchesterklang unterstützen sie jedoch nicht. Wer die Illusion eines Konzerterlebnisses sucht, liegt bei dieser Aufnahme absolut falsch, da eignet sich z.B. die neuere Decca-Aufnahme des Concertgebouw Orkest unter Riccardo Chailly weit eher.

Schwerer wiegt da die grotesk anmutende Überzeichnung in der Interpretation: die vordergründige, gnadenlose Zackigkeit, mit der Solti zu Werke geht und die vom CSO bedingungslos befolgt wird, vermittelt eher den Eindruck, daß hier auf jeden Fall ein neuer Hochgeschwindigkeitsrekord aufgestellt werden muß. Beinahe jedes Detail muß zum Kabinettstückchen werden, nicht das Werk (es steht unter der Bezeichnung "tragisch") steht im Zentrum, sondern der bloße Effekt des "besonderen". Heraus kommt dabei lediglich ein künstlicher, hochglanzpolierter Comik. Bei allem Respekt vor Soltis makelloser Beherrschung der Partitur, seine Aufnahme ist vielleicht bestens zum Kennenlernen des Werkes geeignet, wer aber auf unpathetische Weise die glutvolle Tiefe des Werkes sucht, dem sei neben Chailly z.B. die Einspielung des WDR-Sinfonieorchesters unter Dimitri Mitropoulos (EMI, 1959) empfohlen.
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8 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Nachdem ich die anderen Kritiken hier gelesen habe, muss ich jetzt auch mal eben Farbe bekennen:
Ich will gleich zugeben, dass ich mir nie wirklich eine andere Aufnahme der Sechsten angehört habe - und das hat auch seinen Grund: Diese Einspielung scheint mir von vornherein so ideal und konkurrenzlos zu sein, dass ich die mir von Solti eingegebene Vision von dieser Sinfonie einfach nicht durch andere Versionen trüben lassen will! So hat sich Gustav Mahler seine von geradezu pathologischer Detailbesessenheit zeugende Musik immer vorgestellt: Zur gleichen Zeit flammend expressiv und streng ausbalanciert, persönlich subjetivistisch und universell allgemeingülig, rot wie Blut und weiß wie Seide, heiß wie Feuer und kühl wie Marmor, brausend wie ein Ozean und fest wie ein Stahlgerüst. So stellt sich gleich der erste Satz auf dieser CD als ein gnadenloses Getriebe dar, dessen unbarmherzig ineinandergreifende Zahnräder sich gleichzeitig eine kontrapunktische Schlacht auf Leben und Tod liefern; Feldmarschall Solti kommandiert seine aufeinander losgehenden orchestralen Kampftruppen dabei derartig präzise, dass sie niemals aus dem Gleichschritt kommen, dass keine Instrumentendivision die andere wirklich übertrumpft und dass einem einfach die Spucke wegbleibt!! Wenn man hier miterlebt, wie der grimmig stampfende Marsch der Streicherbässe immer wieder von den Angriffswellen der Hörner, Posaunen und Trompeten überrollt wird, auf welche wiederum die Holzbläser ihr beißendes Hohngelächter wie heißes Pech ausschütten - und dennoch alles letztendlich mit vereinter Kraft an ein und demselben großen Strang zieht, dann erlebt man Gustav Mahlers Musik wahrhaftig in all ihrer Einzigartigkeit! Der dritte Satz, ein überdimensionales, ebenso melancholisches wie glutvolles Haydn-Quartett, erfährt hier trotz seines klagenden Tones eine klassizistische Klangreinheit, in der die straffe Struktur seines kompositorischen Gewebes überhaupt erst wirklich zur Geltung kommt; und auch der halbstündige Todesritt des Schlusssatzes (der neben dem Kopfsatz der Neunten so ziemlich das Krasseste ist, was Mahler überhaupt jemals komponiert hat) erzählt seine Leidensgeschichte in dermaßen klaren, kräftigen Worten, dass man jede Silbe so deutlich versteht, als wäre sie Schwarz auf Weiß auf Papier gedruckt: Hier hört, spürt und schmeckt man die Musik als Destillat ohne künstliche Geschmachsverstärker oder Farbstoffe!
Sir Georg Solti hat mit dieser Einspielung dem Komponisten ein unsterbliches Klangdenkmal gemeißelt, dass schlichtweg unübertreffbar ist; Soltis Sechste, Benjamin Zanders Fünfte und die erst kürzlich erschienene Achte von Boulez bilden zusammen für mich die heilige Dreifaltigkeit der Gustav Mahler-Aufnahmen. In Ewigkeit, Amen.
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