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Musik

Bild des Albums von Paavo Jarvi

Fotos

Abbildung von Paavo Jarvi

Biografie

Der aus Estland stammende Paavo Järvi (Sohn des international bekannten Dirigenten Neeme Järvi) gehört zu den gefragtesten Dirigenten seiner Generation. Er studierte Schlagzeug und Dirigieren an der Musikhochschule in seiner Heimatstadt Tallinn und ging 1980 in die USA, wo er sein Studium am Curtis Institute of Music und am Los Angeles Philharmonic Institute bei Leonard Bernstein fortsetzte.

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Produktinformation

  • Komponist: Gustav Mahler
  • Audio CD (14. Mai 2010)
  • SPARS-Code: DDD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 2
  • Format: Doppel-CD
  • Label: Virgin Classics (EMI)
  • ASIN: B0034YLX6Y
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 71.791 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Hörproben
SongInterpret Länge Preis
Anhören  1. Symphony No.2 In C Minor 'Resurrection': I. AllegroPaavo Järvi/Frankfurt Radio Symphony Orchestra23:17EUR 4,99
Anhören  2. Symphony No.2 In C Minor 'Resurrection': II. Andante ModeratoNatalie Dessay/Alice Coote/Paavo Järvi/ Orféon Donostiarra/Frankfurt Radio Symphony Orchestra10:08EUR 3,09
Anhören  3. Symphony No.2 In C Minor 'Resurrection': III. In Ruhig Fließender BewegungNatalie Dessay/Alice Coote/Paavo Järvi/ Orféon Donostiarra/Frankfurt Radio Symphony Orchestra10:50EUR 3,09
Anhören  4. Symphony No.2 In C Minor 'Resurrection': IV. Urlicht. Sehr Feierlich, Aber SchlichtNatalie Dessay/Alice Coote/Paavo Järvi/ Orféon Donostiarra/Frankfurt Radio Symphony Orchestra 5:34EUR 0,99
Anhören  5. Symphony No.2 In C Minor 'Resurrection': V. Finale. Im Tempo Des ScherzosNatalie Dessay/Alice Coote/Paavo Järvi/ Orféon Donostiarra/Frankfurt Radio Symphony Orchestra35:23EUR 6,49


Produktbeschreibungen

Produktbeschreibungen

Grandiose "Auferstehung" in Frankfurt: Mahlers Zweite live unter Paavo Järvi mit Natalie Dessay

"Man wird mit Keulen zu Boden geschlagen und dann auf Engelsflügeln zu höchsten Höhen getragen", schrieb Gustav Mahler über seine monumentale zweite Sinfonie (1895) - ein Werk, das nichts Geringeres als apokalyptische Weltuntergangs-Visionen zum Thema hat und im riesigen Vokalfinale in ein Szenario des Jüngsten Gerichts mündet. Paavo Järvi, seit 2006 Chef des hr-Sinfonieorchester Frankfurt, legt mit den Gesangssolistinnen Natalie Dessay und Alice Coote sowie dem Chor Orfeón Donostiarra eine Aufnahme dieses Werkes vor, die die Frankfurter Mahler-Tradition in eine neue Richtung lenkt.

Es war der Dirigent Eliahu Inbal, der in den 70er und 80ern Frankfurt zum Mahler-Mekka machte, als der Spätromantiker auf breiter Front wiederentdeckt wurde. Schon mit der CD Mahler Movements vom Frühjahr 2009 nahm Järvi die Herausforderung der Tradition an und bewies, dass er in der Lage ist, sie ideenreich und engagiert ins 21. Jahrhundert zu führen, das Vorbild als "Messlatte für den Umbau und die Qualitätssteigerung" zu nutzen. (FAZ). Ein neuer Mahler ist in Frankfurt zu hören - darüber sind sich die Kritiker einig: Es sei Järvi gelungen, so die FAZ weiter, "auf neue, über musikalische Wirkung weit hinausweisende Aspekte hinzuweisen". Den gewaltigen Eindruck in der Alten Oper im Mai 2009 beschreibt die Frankfurter Rundschau: "... eine solche Präsenz der Klangfiguren, von den Cello- und Bass-Stichflammen gleich zur Schlagzeugbatterie. Es schien, als hätte an diesem Abend über den hr-Sinfonikern eine engelsgleiche Luzidität geherrscht ..."

Produktbeschreibungen

Frankfurt Radio Symph/P Jarvi - Mahler Symphony 2 'Resurrecti

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Von Sommerwind TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
Wenn Paavo Järvi (Bremer Kammerphilharmonie) musikalische und geographische Grenzen überschreitet, Klassik und Romantik also in Richtung Barock oder Moderne verlässt und mit international besetzten Ensembles zusammenarbeit, dann - fürwahr - darf man gespannt sein. Das hat seine jüngste Aufnahme von Faurés Requiem eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Das vorliegende Album, eine Aufnahme von Mahlers zweiter Sinfonie (1888-1894), der so genannten Auferstehungssinfonie, ist 2009 entstanden. Es wirken mit: Das Sinfonie-Orchester des Hessischen Rundfunks, der Chor "Orfeón Donostiarra", Natalie Dessay (Sopran) und Alice Coote (Mezzosopran).
Bis heute gilt die Einspielung der Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Zubin Mehta von 1975 als Referenzaufnahme - eine Einschätzung, die der Rezensent aufgrund der inzwischen recht deutlichen Patina dieser Aufnahme nicht teilt.
Mahlers zweite Sinfonie knüpft in ihrer sinfonisch-instrumentalen Gestaltung zwar noch an die erste Sinfonie (Satz 1-3) an, weist thematisch und in ihrer vokalen Inszenierung (Satz 4 und 5) aber schon voraus auf die späte achte Sinfonie.
Zeitlich steht sie am Beginn von Mahlers Schaffen, musikalisch umfasst sie fast Mahlers gesamtes Oeuvre. Das ist recht überschaubar; trotzdem ist Gustav Mahler (1860-1911) der bedeutendste Komponist des 20. Jahrhunderts; seine Musik markiert den Übergang von der Spätromantik zur Moderne.
Sie ist musikalischer Ausdruck des zumal in Wien universell erfahrbaren Fin de Siecle, Kulminationspunkt und radikale Infragestellung der klassischen und romantischen Sinfonik und sie ist vor allem eine in Klang gegossene Natur- und Zivilisationsphilosophie. Eine, die die Ambivalenz zwischen harmloser Folklore und großstädtischer Neurasthenie, zwischen Naturklang und Militärkapelle, zwischen vermeintlicher Transzendenz und trivialer Endlichkeit buchstäblich ausspielt.
In diese Ambivalenz gehört das Verhältnis von Stimme und mechanischem Klang; nahezu Mahlers gesamtes Schaffen ist Vokalsinfonik. Wenn auch oft nicht direkt hörbar, so ist die menschliche Stimme stets gemeint; und sei es, als unterdrückte, als Abdruck, als Abwesendes.
Mahlers Musik geht der so genannten Zweiten Wiener Schule (Berg, Schönberg, Webern) voraus; das bereits um die Jahrhundertwende vielfach geäußerte Ressentiment gegen den jüdischen Komponisten Gustav Mahler hat, verstärkt durch den Rassenwahn des nationalsozialistischen Terrors, zu einer sehr nachhaltigen Verdrängung seiner Musik geführt.
Insbesondere Leonard Bernstein hat sich in den 1960er Jahren verdient gemacht um die Musik Gustav Mahlers und gleichsam eine seither nicht mehr enden wollende Mahler-Renaissance eingeläutet. Kaum ein Komponist erfährt heute mehr Aufmerksamkeit und Wertschätzung in zahllosen Aufführungen, Einspielungen oder Buchpublikationen.
Das ist nicht so ganz selbstverständlich, denn Mahlers Musik ist, von wenigen Ausnahmen abgesehen, nicht so ohne Weiteres zugänglich; immerhin bricht Mahler mit vielen Traditionen; er antizipiert die Atonalität und die Dissonanzen der so genannten Zwölftonmusik oder treibt musikalische Persiflagen ins Groteske.
Mahlers zweite Sinfonie ist bereits eine frühe Vollendung seines Schaffens; erst die achte Sinfonie wird die hier eingesetzte Intensität der Vokalsinfonik tatsächlich einholen und überbieten. Kaum ein Werk Mahlers wirkt bedrängender, zwingender und berührender als seine zweite Sinfonie, in der er, jeder ihm vielfach nachgesagten Todessehnsucht gänzlich abgeneigt, die Wiederauferstehung, ja seine persönliche Wiederauferstehungsphilosophie feiert. Die ist mit seiner Naturphilosophie aufs Engste verwoben und hat allenfalls äußerlich Züge einer christlichen Religion oder Theologie. Mahler bekannte sich vielmehr zu einem an Goethe angelehnten Pantheismus und so sind auch seine Kompositionen musikalischer Pantheismus.
Wie nun setzen Paavo Järvi und sein illustres Ensemble Mahlers klangphilosophische Deutung der Welt um?
Nun, in vielerlei Hinsicht wird der erwartungsvolle Hörer nicht enttäuscht: Järvi und die Frankfurter musizieren mit kammermusikalischer Sorgfalt, feingeistig, klar, beweglich und offen. Außerdem überzeugt ihre "Darstellung" durch eine atemberaubende Dynamik - dergleichen kennt man sonst nur von den Berlinern. Gleichzeitig wirkt die Interpretation gelegentlich zu analytisch und zu exakt. Sie tendiert insofern zur Distanziertheit, ohne allerdings intellektualistisch zu wirken.
Das kann man auch den Gesangssolisten, Alice Coote und Natalie Dessay, nicht anlasten. Dessay ist unter günstigen Bedingungen - und Järvi schafft solche Bedingungen (s. Faurés Requiem) - ohnehin eine Klasse für sich: ein glockenheller, leichter, völlig unangestrengt wirkender, wunderschöner Sopran, der seinesgleichen sucht. Nun bietet Mahlers zweite Sinfonie nicht soviel Raum dafür - es sind ja lediglich die Sopranpartien im Finale.
Alice Coote hingegen trägt akkurat und mit guter Textverständlichkeit vor, verfügt aber über keinen besonders klangschönen Mezzosopran - die Stimme wirkt gedrungen, gaumig, teigig. "Urlicht" und die Mezzo-Partien im Schluss-Satz hat man schon deutlich besser, schöner und eindrucksvoller gehört.
So bleibt alles in allem ein ambivalenter Eindruck zurück: Das Frankfurter Orchester unter Järvi gibt das Bild eines musikalischen Musterschülers ab, der technisch alles richtig macht, den Text liest, aber nicht sinnentnehmend, ohne Phrasierung, ohne Emphase. Weniger Geist als Buchstabe. - Und die beiden Vokalsolistinnen geben insgesamt ein zu uneinheitliches Bild ab. Einstweilen also orientiere man sich weiterhin an den einschlägigen Referenzeinspielungen, bevorzugt an der von Pierre Bouléz und dem Sinfonieorchester aus Chicago.
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1 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Referenzklasse 22. Mai 2010
Format:Audio CD
Ich kann hören, wie schön und perfekt diese Aufnahme in künstlerischer und technischer Hinsicht ist. Ich bewundere den Paavo Järvi, die Sänger und das Orchester. Ich bewundere den Komponisten! Dafür gebe ich die verdienten Sterne. Dies ist eine großartige Aufnahme!
Daß diese Musik mich nicht wirklich tief im Herzen berühren kann... liegt an mir persönlich. Mein Geist ist vielleicht zu beschränkt - oder Mahler ist einfach nicht so geeignet für Hörer mit AS. Die Musik, mir fern und kalt und leer, verfängt sich nicht meinem Inneren. Die falsche Wellenlänge. Es ist mir diese Musik... wie ein Monumentalfilm, der nur Massenszenen hat. Kein Interpret kann dies beheben. (Mit Bruckner, dessen Siebente und Neunte als CDs unter Järvis Dirigat vorliegen - und der Sechsten, deren Liveaufnahme ich vor wenigen Tagen beizuwohnen das Glück hatte - ergänzt mit einer phantastischen Darbietung von Brittens Violinkonzert Opus 15 durch die vital und lebendig spielende Janine Jansen -, ist das ganz anders.)
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