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Sindustries
 
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Sindustries

Gardenian Audio CD
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Audio CD (2. Oktober 2000)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Nuclear Blast Records (Warner)
  • ASIN: B00004YSE3
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 167.290 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Hörproben
Song Länge Preis
Anhören  1. Selfproclaimed Messiah 8:04EUR 0,99
Anhören  2. Doom & Gloom 6:33EUR 0,99
Anhören  3. Long Snap To Zero 6:07EUR 0,99
Anhören  4. Sonic Death Monkey 4:41EUR 0,99
Anhören  5. Heartless 6:34EUR 0,99
Anhören  6. Courageous 6:21EUR 0,99
Anhören  7. The Suffering 5:33EUR 0,99
Anhören  8. Scissor Flight 5:53EUR 0,99
Anhören  9. Sindustries 6:51EUR 0,99
Anhören10. Funeral 6:19EUR 0,99


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Kundenrezensionen

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Nun ja, irgendwie gleicht dieses Album ja schon einem kalten Motor: Es dauert ein bisschen, bis das Gefährt von Gardenian hier in Fahrt kommt; aber dann ... ja, aber dann...

Eigentlich hätten es sich die Schweden ja relativ einfach machen können. Hatten Gardenian mit ihren Alben "Two Feet Stand" und vor allem mit "Soulburner" zwei absolute Melodic Death Knaller hingelegt, wäre der logische Schritt wohl einfach ein drittes Hammeralbum nach Göteborger Schule gewesen. Zudem hatte das Genre zu jenem Zeitpunkt mit zeitgleichen Veröffentlichungen von Dark Tranquillity, Soilwork, In Flames und vielen weiteren mehr als nur genug Auftrieb. Schliesslich wäre der Apfel nicht einmal soweit vom Stamm gefallen: Gardenian-Chefpauker Niklas Engelin hatte schliesslich bei In Flames' Tour zu Whoracle die Saiten gezupft.

Doch die Herren entschieden sich wohl anders, und schenkten uns ein Album, das wohl manchen Melodic Death Fan (inklusive den Autor dieser Zeilen) anfangs relativ perplex zurückliess. Mit zehn Songs, von welchen gerade mal zwei weniger als 6 Minuten Spiellänge aufweisen, betraten die Herren ziemlich viel Neuland. Da sind zum einen - nebst den traditionellen Growls - die cleanen Vocals: Nach den Gastauftritten von Eric Hawk (Artch) auf "Soulburner" schien das Konzept zu gefallen. Doch anstatt einen guten und heroischen Sänger zu mimen, mischen Gardenian die cleanen Vocals mit viel Echo und einigen Spezialeffekten fast als Flächen und Hintergrundkulissen in die Refrains, klagend und faszinierend. Da sind aber auch die heruntergestimmten Gitarren, die unüblich roh und fast brei-artig daherkommen; schwer und erdrückend, mit wenig Gefrickel, aber dafür als Wand. Doch ist es vielleicht hier, wo man sich etwas mehr exakten Punch im Sound gewünscht hätte - manchmal wird es einfach zuviel Brei. Und schliesslich ist es das Songwriting an sich: Die meisten Songs sind im Midtempo gehalten, und Arrangements folgen kaum herkömlichen und Hit-sicheren Mustern. Einzelne Riffs werden zelebriert und variiert.

Doch man muss schon mutig sein, um eine Scheibe mit einem 8 minütigen, orientalisch angehauchten Midtempo-Track zu beginnen ("Selfproclaimed Messiah"). In der Tat reisst das Stück denn auch nicht wirklich mit - daher der Vergleich zum kalten Motor. Auch Track Nummer 2 ("Doom & Gloom") vermag noch nicht so ganz zu überzeugen und verpasst etwas die Überraschungsmomente. Der Song skizziert aber mit straighten Death-Riffs und einem ersten eingängigen und melodiösen Refrain die Richtung, in die es nun gehen soll.

Spätestens mit "Long Snap to Zero" ist allerdings Gardenians Karre warmgelaufen, und mischt klasse, tonnenschweres Stampfen mit eingängigen Riffs. Jetzt stimmen auch die Harmonien, oft in Dur gehalten, und verleihen der Scheibe exakt das gewisse Etwas. Es sind diese schwermütigen, melancholischen Riffs und Refrains, welche sich in alle Hirnwindungen fressen werden. In die gleiche Richtung gehen auch "Heartless", "Sonic Death Monkey" und das geniale "Funeral", welches die Scheibe als Grande Finale abschliesst.

Andere Stücke erinnern eher noch an vergangene Taten Gardenians, so das knallharte und düstere "Scissorfight", oder das Titelstück "Sindustries" - die schönste unter allen Perlen auf dieser Scheibe.

Mit der Scheibe haben es sich Gardenian nicht einfach gemacht, und es ist schade, dass es seither still um die Jungs geworden ist. Ich hätte gerne gesehen, was sich hier noch alles entwickelt hätte. Vielleicht haben Gardenian mit "Sindustries" eines der unterbewertetsten Alben des (Melodic Death) Metal abgeliefert; ein Album, das entdeckt werden will, und für welches man sich zuerst etwas erwärmen muss. (Wer den tragisch-rührenden Stil von Gardenians "Sindustries" mag, dem sei auch Passenger empfohlen - denn dort spielte ja fast die halbe Gardenian Truppe mit, und schien sich durchaus noch an ihr Werk Sindustries zu erinnern.)

4 Sterne für ein Album, das mit einem etwas punchigeren und klareren Sound und einem anderen Opener die maximale Punktzahl mehr als nur verdient hätte.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Clean und Growl 9. November 2000
Von Ein Kunde
Format:Audio CD
Genau das zeichnet Sindustries von Gardenian aus. Ich kenne zwar die Vorgängeralben nicht, aber die Band gehört neben Nevermore zu meinen Favoriten für dieses Jahr. Eine eingängige Mischung aus Akustikgitarren, übergehend in fetzende Metalriffs, ein klasse Schlagzeug und dann diese Stimmenkombination aus der Growl Stimme des Sängers und des "sauberen" Gesangs ihres Bassisten. Als Kostprobe bietet sich da zum Beispiel "Courage" und "Funeral" an. Auch textlich wird reichlich geboten, einfach klasse für die depressive Jahreszeit!
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Von Sascha Hennenberger TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Audio CD
Oh Mann, wer hätte so was noch von GARDENIAN erwartet. Haben die 4 Schweden mit "Soulburner" doch quasi die Fusion zwischen Power und Melodic Death Metal hergestellt, dachte man nun eigentlich, dass sich die Jungs eigentlich noch mehr in diese Ecke absetzen werden. Doch weit verfehlt. Mit "Sindustries" wird hier ein modernes Melodic Death Metal Album abgeliefert, wie es bisher nicht einmal IN FLAMES oder DARK TRANQUILLITY geschafft haben. Gekonnt werden hier kraftvolle Vocals und Riffs gepaart gespickt mit grandiosen Melodien. Aber wollen wir mal leiber der Reihe nach vorgehen. "Selfproclaimed Messiah" wird mit einer orientalischen Melodie eingeleitet, bevor das Ganze dann kraftvoll fortgesetzt wird. Gleich beim Opener wird dabei schon erkennbar, wie sehr sich Sänger Jim Kjell an den Vocals weiterentwickelt hat. Mit kraftvoller Stimme weiß er sich nun sowohl auf klaren verständlichen aber auch druckvoll-aggressive Bereichen zu beweisen. Walzend wird "Doom & Gloom" mit einer satten Doublebass-Attacke eingeleitet und auch das Hauptriff, welches eher treibend-aggressiv als bedrohlich wirkt, hat wenig mit dem Songtitel gemeinsam. Doch das interessiert hier schließlich auch niemand, denn der Song Tritt Arsch und das fett! Wesentlich relaxter wirkt "Long Snap to Zero", wobei die Nummer dennoch stark nach vorne drängt und nicht für eine Sekunde auf der Stelle stehen bleibt. "Courageous" hingegen ist eher rockig aufgebaut, mit einem genialen Refrain versehen. Hier wird wieder erkennbar, dass Frontman Jim auch wirklich singen kann und sich nicht hinterm Mikro verstecken muss. Zur Abwechslung ruhiger gehalten wurde Song Nummero 5 "Heartless" dessen genialen Gesangslinien in der Strophe sehr gut zur Geltung kommen, wie aber auch die bedrohliche Stimmung im Refrain. Ein wenig an HYPOCRISY mit dem gleichnamigen Album fühlte ich mich erinnert als ich den Refrain zu "The Suffering" hörte wobei der Rest des Songs rein gar nichts mit den Landsmannen zu tun hat. Musikalisch betrachtet ist diese Nummer aber einer der modernsten Tracks auf diesem Album. Mit "Scissorfight" wird wieder ein wenig auf's Gaspedal gedrückt. Auch ist dieses Stück wieder ein wenig aggressiver als auch druckvoller gestaltet worden. Ein wenig experimentell ist "Sonic Death Monkey" ausgefallen, wobei immer noch klar erkennbar ist, dass hier dennoch GARDENIAN am Werke sind. Der Grund dieser Behauptung ist der leicht verspielte Eindruck, der hier hinterlassen wird. Allerdings schimmern hier auch ganz schwach einige IN FLAMES-Einflüsse durch, die aber sehr gut verarbeitet werden. Sehr düster und bedrohlich folgt der Titelsong "Sindustries" der auch sehr modern geschaffen wurde, verdeutlicht durch die einfachen Drumarrangements, vereinzelten Sequenzer-Einlagen und die eingängigen Ohrwurmmelodien. Der Song besitzt wahrlich Hitcharakter, ohne dabei seine Herkunft zu verleugnen. Mittlerweile sind wir schon beim letzten Song der Scheibe angelangt, schlicht "Funeral" betitelt, welcher doch ein wenig aus dem Rahmen fällt, da allein die Struktur von den restlichen Songs abweicht. Mich würde es nicht wundern, wenn hier nicht ein Gastmusiker seine Finger mit im Spiel gehabt hat. Dennoch rundet dieser Rausschmeißer "Sindustries" perfekt ab, da es eben durch seine melancholische Stimmung ein wenig anders klingt. Alles in allem haben GARDENIAN hier ein oberamtliches Metal-Album abgeliefert, das sich gar nicht so richtig in eine Schublade stecken lässt. Auf alle Fälle dürfen Jim, Niclas, Thim und Kriss nicht mehr weiterhin als Geheimtip gehandelt werden, da sie mittlerweile sogar dabei sind, den Thron zu erobern. Zugreifen ist hier angesagt.
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