Wallace ist ein Künstler, der in letzter Zeit etwas Pech gehabt hat und mit Esther scheinbar die Frau seiner Träume findet. Doch sie wird entführt. Wallace findet das gar nicht gut.
Zeit ein paar Leute zu töten.
Mit "Einmal Hölle und zurück" beendete Frank Miller 1999 seine Arbeit an seinem Kosmos um die düstere Stadt der Sünde und tobte seine Fantasien noch einmal auf knapp 300 Seiten aus. Neben einem ganzen Abschnitt voller Farbe und überdrehter Halluzinationen(seine eigenen und andere Werke der Comickultur dabei zitierend), hat auch ein autobiografischer Jugendcomic seinen Platz in der Geschichte gefunden, die sich im Grunde aus zahlreichen Versatzstücken und Anspielungen aus vorangegangenen Bänden zusammensetzt und mit Wallace einen Helden kreiert, den das Wort "unbesiegbar" geradezu auf die langhaarige Stirn geschrieben ist.
"Perfekt" käme auch gut hin, denn er ist nicht nur ein sensibler Künstler sondern auch ein knallharter Exsoldat und ausgezeichneter Kriegsheld und erfüllt von aufrichtigster Zuneigung zu Esther(wenngleich er diese nur einmal getroffen hat). Fast möchte man meinen, dass Miller versuchte sich mit Wallace ein indirektes Denkmal zu setzen, denn diese Figur ist selbst im Angesicht ihrer engen finanziellen Verhältnisse ein Gewinner. Interessanter ist dagegen schon sein Kontrahent Liebowitz, der korrupte Polizeichef von Sin City, der im Laufe der Jahre dem Alkohol verfiel und unter anderem sich auch um seine Familie zu sorgen hat. Mit ihm alleine hätte man die Handlung schon ausfüllen können, aber damit hätte sich Miller wohl zu sehr von dem allseits bewährten "Ein Mann gegen alle-"prinzip entfernt, wodurch Wallace nutzlos gewesen wäre.
Was bleibt insgesamt? Von seiner Handlung her ist "Einmal Hölle und zurück" keineswegs der beste Teil der Reihe, obwohl er einige interessante Fragmente und Figuren zu bieten hat, dafür zitiert er zuviel. Doch in Kombination mit den Halluzinationen ergibt sich daraus ein schräger Mix der in sich genommen trotz der flachen Hauptfigur und mancher noch flacherer Witze, perfekt funktioniert und mit einem(für Sin City Verhältnisse) Happy End die Geschichte um die verruchte Stadt abschließt.