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Simulacra. [Broschiert]

Philip K. Dick
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 267 Seiten
  • Verlag: Heyne (1. Dezember 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453532112
  • ISBN-13: 978-3453532113
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 11,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 601.874 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Philip K. Dick war einer der besten Autoren der Science Fiction, eigentlich der Gegenwartsliteratur. Ihn zu lesen, ist ein Trip." (Bayerischer Rundfunk)

Klappentext

"Ich denke, man muss nicht mehr groß betonen, dass Philip K. Dick einer der bedeutendsten amerikanischen Schriftsteller war. Was man allerdings betonen sollte, ist, dass er uns - zwanzig Jahre nach seinem Tod - immer noch überraschen kann."
Jonathan Lethem

"Was Kafka für die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts war, war Philip K. Dick für die zweite."
Art Spiegelman

"Philip K. Dick war einer der besten Autoren der Science Fiction, eigentlich der Gegenwartsliteratur. Ihn zu lesen, ist ein Trip."
Bayerischer Rundfunk


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Noch mehr Metaphysik 16. Dezember 2005
Von Ossiwan
In der mittlerweile schon nahen Zukunft ist Deutschland den USA beigetreten, Frankreich beherrscht Resteuropa und neben der mächtigen Sowjetunion gibt es auch ein erstarktes Asien. Die USA werden jedoch von einem alten Präsidenten, der alle Jahre wechselt regiert oder vielmehr von seiner ewig jungen und schönen First Lady Nicole. Die Gesellschaft ist in zwei Klassen eingeteilt, der normale Bürger geht einem geregelten und überwachten Alltag nach. Doch die Schicksale verschiedener Personen verstricken sich und führen zu einer Revolution, die das bisherige Machtgefüge ins Wanken bringt.
Dick hat eine abstruse Zukunftssituation gezeichnet, ein totalitärer Staat, eine nach einem dritten Weltkrieg verseuchte Erde, Kolonien auf Mars und Mond. Das mag heute hanebüchen klingen und ist auch literarisch nur fragmenthaft ausgebildet, viel mehr fasziniert an diesem Buch aber die andauernde Beeinflussung der Mächtigen auf das Volk. Psychiatrie wird auf Regierungsbeschluss verboten, Werbung und Propaganda ist allgegenwärtig und Politik basiert nur mehr auf Täuschung. Ein erschreckendes Szenario, das von allen seltsamen anderen Ideen des Autors (so wird Hermann Göring mittels Zeitmaschine in die Zukunft gebracht) sehr auf unsere Gesellschaft abzielt. Dick nun bloße Paranoia vorwerfen zu wollen, wäre billig, er schafft es wie auch in vielen anderen seiner Romane eine Welt aufzubauen, in der man nichts trauen kann. Verglichen mit „Ubik“ oder „Die drei Stigmata des Robert Palmer“ ist aber „Simulacra“ zu wenig ausgegoren. Es gibt eine Fülle von Protagonisten, die nur wenig Charakter bekommen, viele Themen werden angeschnitten und nicht zu Ende geführt (so zum Beispiel die beiden Musiker Al und Duncan, die als Symbol für die Täuschung der Regierung stehen). Und letztlich passiert das, was bei vielen Dick-Romanen enttäuscht, es wird zu banal erklärt, als hätte der Autor am Ende ein schlechtes Gewissen bekommen, was er dem Leser zumutet. Trotz allem ist auch „Simulacra“ ein lesenswertes Buch.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Typisch Dick, aber nur mäßig gut 24. September 2006
Von Henne
Simulacra ist ein typischer Philip K. Dick Roman. Kaum ein anderer Autor schafft es immer wieder den schmalen Weg zwischen Philosophie und Science-Fiction so zu wandern, dass die Thematik noch glaubhabt und logisch erscheint. Aber auch Dick hat seine Schattenseiten. Nach spätestens 20 Seiten erkennt man immer wieder das typische Grundschema: etwas Endzeit, Zigaretten, böse Deutsche, Psychospielchen und ab und zu einen gut bestückten weiblichen Ausschnitt. Alles in allem ließt sich das Buch manchmal etwas schwer und wirkt am Ende etwas abgewürgt. Schade ist auch, dass der politische Hintergrund etwas unbeleuchtet bleibt. Das Potential ist aber auf jedenfall da.

Stellenweise hat mir das Buch den Eindruck vermittelt versehentlich in eine Folge "Outer Limits" reinzuschauen. Anderenorts glänzt es dann wieder mit Passagen, die dem geneigten Leser viele Fragen aufgeben. Es wäre schön gewesen etwas mehr von der Manipulation der Bevölkerung, den politischen Marionettenspielen und vor allem über die Perspektive der Simulacra selbst zu erfahren.

Alles in allem ist Simulacra nicht so spannend wie "Labyrith des Todes" oder "Nach der Bombe". Wer die beiden Bücher hingegen nicht so spannend fand wird vielleicht mit diesem Roman gut beraten sein.
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4.0 von 5 Sternen kein meisterwerk, aber sehr amüsant. 10. April 2011
Von megalurch
Simulacra gehört wohl mit Recht zu den zweitklassigen unter Dicks Romanen. Der Text wirkt konfus und hastig runtergeschrieben, vor allem im ersten Viertel, die Plotlines sind hanebüchen, und dennoch hat mich der Roman sehr gut unterhalten. Als komische SF oder Satire funktioniert Simulacra sogar besser als manch anderer Roman des Autors. Zwei Szenen haben mir besonders gefallen, einmal geht es um den "tödlichen" Körpergeruch eines phobischen Pianisten, ein andermal um eine "Familie von nebenan", bestehend aus vier Robotern, die gebaut wurden, um Kolonialisten auf dem Mars zur Seite zu stehen. In der Szene fungieren sie als Chor, während zwei Menschen sich unterhalten/ streiten. Auch ansonsten hat das Buch einiges an schrägen Ideen zu bieten: der Präsident ist ein Simulacrum, die First Lady das eigentliche Machtzentrum (doch sie hat ein Geheimnis). Ihre Aufgabe besteht hauptsächlich darin, das Unterhaltungsprogramm für das Weiße Haus zusammen zu stellen. Dann spielen noch Nazis eine Rolle. Göring wird aus der Vergangenheit geholt, um der First Lady zu helfen, und Neo-Neanderthaler warten darauf, dass sich der Homo Sapiens und seine mutierten Nachfahren gegenseitig auslöschen. Dann gibt es noch lebendige Werbung, die sich einem schmeißfliegenartig aufdrängt. Wie passend für Dick, dass ein Psychiater alle Figuren miteinander verbindet. Man muss sich auch mal klarmachen, dass Dick das alles 1964 geschrieben und als normale SF verkauft hat. Im amerikanischen Original versucht er sich mehrmals, jedoch ohne das nötige Können an der deutschen Sprache, aber das hat er mit seinem Biograph Sutin und Thomas Pynchon gemeinsam (was natürlich keine Entschuldigung ist). Wie gesagt, alles sehr aberwitzig, aber unterhaltsamer als Man in the High Castle, den ich doch etwas langatmig fand. Now wait for last year ist ein anderer guter B-Klasse-Roman. Dicks Meisterwerke sind Valis, A Scanner Darkly, Confessions of a crap artist und Transmigration of Timothy Archer. Ziemlich gelungen und sehr komisch ist noch der oft verkannte Roman Galactic Pot Healer. Die anderen kennt man: Do androids dream, Ubik, Martian Time-slip, Three Stigmata etc. Von den Non-SF-Romanen habe ich Mary and the Giant noch ganz gut in Erinnerung.
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