In den 80ern waren die Amis Trouble eine Doom Größe, welche mit zähflüssigen Songs und Alben wie "The Skull" oder "Psalm 9" für Furore sorgten. In den 90ern waren Trouble dann auf einmal viel flotter und melodiöser, was sich in Alben wie "Trouble" dem großartigen "Manic Frustration" oder dem bis dato letzten Lebenszeichen "Plastic Green Head". So war es still von 1995 bis 2002. Da kehrte man fast im Originallineup zurück. Neu war Bassist Chuck Robinson. Nach einer Live DVD und den Wiederveröffentlichungen alter Alben gibt es nun endlich ein Lebenszeichen der Chicago Doomer. "Simple Mind Conditon" nennt sich die neue Platte und macht dort weiter, wo man in den 90ern aufgehört hat. Reiner Doom ist passé. Schwermut geht auch rockiger und schneller, wobei die Melodien immer noch an die Beatles erinnern. Die Reibeisenröhre von Eric Wagner ist immer noch da, wenn auch verhaltener, dabei erkennt man von ersten Song direkt, dass es Trouble sind! Leider ist die Produktion, welche von Vincent Wojno in Zusammenarbeit mit Trouble verbrochen wurde, nur Durchschnitt. Das fällt vor allem im Schlagzeugbereich negativ auf und hilft der netten, aber nicht spektakulären Platte leider auch nicht weiter. "Simple Mind Condition? fehlt einfach die Hits und großen Ohrwürmer, da kann auch die abschließenden Halbballade "The Beginning Of Sorrows" auch nichts dran ändern.
In Jahrzehnten, wo Maiden, Saxon und Motörhead auch nur ganz nette Platten abgeliefert haben, dürfen sich das Trouble auch mal erlauben. Fans der Band können aber zuschlagen.