Das Tolle an den kleinen Geschichten, die oft mit nur einem einzigen Bild auskommen, ist, dass jeder Katzenliebhaber und -besitzer seine realen Katzenfreunde sehr schnell in den lustigen Bildern wiederfinden wird. Viele zeigen genau das, was man auch in der Realität mit Stubentigern erleben kann und sind gerade deswegen so besonders lustig. Oft bringt der Zeichner Simon Tofield aber ein klein wenig Übertreibung ins Spiel und sorgt damit für einen besonders großen Lacher.
Simons Katze wird immer wieder leicht vermenschlicht dargestellt, wodurch ihr aber die Möglichkeit gegeben wurde, in kurzen Bildern als Figur aus nur ein paar wenigen Strichen und ganz ohne Worte, kommunizieren zu können. Man muss sich nur das Titelbild ansehen, auf dem sie deutlich hungrig auf ihren Futternapf zeigt, um zu wissen, was gemeint ist. Als weitere Kategorie gibt es noch die Bildergeschichten, in denen sehr stark übertrieben und aus menschlicher Sicht weitergedacht wurde. So sieht man Simons Katze schon mal in der Tarnung eines Vogelhäuschens, beim Angeln oder in einer Schneeballschlacht mit Vögeln. Das alles würde eine Katze natürlich nie tun, deswegen sind diese Art von Cartoons zwar immer noch lustig, üben aber trotzdem am wenigsten Reiz auf den Betrachter aus. Hier geht der Charme des Realistischen einfach zu sehr verloren.
Auch wenn sich einige Grundideen wiederholen, ist es doch faszinierend zu sehen, wie vielfältig die Geschichten sind, die hier in Bildern erzählt werden. Simon Tofield hat damit deutlich bewiesen, dass seine gezeichnete Katze nicht nur bei YouTube und in bewegten Bildern für jede Menge Spaß sorgen kann, sondern auch in einem Buch. Es gelingt ihm nämlich, ihr auch hier Leben einzuhauchen und den Betrachter immer wieder zu einem lauten Lachen zu animieren.