Al Pacino spielt den abgehalfterten Filmemacher Victor Taransky, der seit Jahren keinen Hit mehr landen konnte und über Nacht zum gefragtesten Mann Hollywoods wird. Genaugenommen avanciert seine computergenerierte Aktrice Simone (Simunlation One) zu dem Superstar schlechthin. Alle lieben Sie - und niemand weiß, dass sie ein virtueller Star ist. Taransky wird die Geister die er rief nun nicht mehr los und ist dazu verdammt sein ganzes Leben mit seiner Schöpfung zu verbringen...
Mit dieser Mediensatire gelang Drehbuchautor Andrew Niccol nach "Die Truman Show" ein weiterer großer Wurf. Dieser Film ist keineswegs eine Komödie (als die er offensichtlich von einigen missverstanden wird). Hier reiht sich nicht ein Lacher an den nächsten. Niccol, gleichzeitig auch Regisseur des Filmes, findet eine ausgewogene Balance zwischen Spott über den amerikanischen Celebrity-Kult, Witz und einer gewissen Portion Melancholie, die Al Pacino in schon bekannter Weise ausstrahlt. Gewiss ist dies nicht Pacinos beste Rolle, er steht bei diesem Film aber auch eigentlich gar nicht im Vordergrund.
Ironischerweise ist der Film den Mechanismen Hollywoods zum Opfer gefallen, die er anprangert. Filme mit einer Aussage, die nicht den Mainstream-Publikums-Geschmack treffen, haben an der Kinokasse schon verloren: Der Film floppte in den USA und erscheint in Deutschland deshalb nur auf DVD. Auf dieser DVD sind zwei recht interessante Making ofs und 19! entfallende Szenen enthalten. Tipp: Den Abspann des Filmes unbedingt zu Ende schauen!