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Simone de Beauvoir - Ein Lesebuch mit Bildern
 
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Simone de Beauvoir - Ein Lesebuch mit Bildern [Gebundene Ausgabe]

Alice Schwarzer
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
  • Verlag: Rowohlt (1. Dezember 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3498064002
  • ISBN-13: 978-3498064006
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15,2 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 323.284 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Das ist ein Buch über 'die Beauvoir', und Alice Schwarzer schöpft aus dem Vollen: viele Jahre der Freundschaft haben die beiden Frauen verbunden, und somit werden die 340 Seiten auch indirekt zu einem Buch über 'die Schwarzer'. Eine erlesene Mischung aus ausgesuchten Texten, begleitenden Kommentaren und eigenen Gedanken.

Die „Klarheit ihres Denkens“, die „Unteilbarkeit ihres Gerechtigkeitssinnes“ und die „Kühnheit ihrer Visionen“, das sind drei der vielen Komplimente an Simone de Beauvoir, die Alice Schwarzer in ihrem Buch findet. Von der Frau, die in ihrem Leben „alles wollte“ ist Alice Schwarzer nach wie vor „hingerissen“, wie Sie im Vorwort schreibt. Kein Wunder, sind es doch zwei Frauen, die mit der Ähnlichkeit ihrer Anliegen, ihres Engagements und ihrer Überzeugungen Vorbildcharakter hatten und haben, Kämpfernaturen waren und sind, und: sie haben Generationen beeinflusst. Beide plädierten und plädieren sie für „uneingeschränkte Gleichberechtigung“ und das zu Zeiten, als es noch „unerhört war“. Die eine schon Jahrzehnte früher als die andere.

Die ausgesuchten Texte, jeweils mit einleitenden Worten von Alice Schwarzer beinhalten die wichtigsten Kapitel der Beauvoir: In ihren Memoiren macht sie Station in ihrer Kindheit und Jugend, Ausschnitte aus Briefen an Sartre folgen und Kapitel aus dem Reisetagebuch ihres Amerika- Aufenthaltes. Dort war sie Ende der Vierziger Jahre bereits die „bekannteste existentialistische Philosophin neben Sartre“. Und es wird das Land der leidenschaftlichen Affäre mit dem Schriftsteller Nelson Algren. Auszüge aus Romanen, Erzählungen, Essays runden die Beauvoir- Palette ab. Ein unterhaltsames, klug komponiertes Porträt für die, die Simone de Beauvoire kennenlernen wollen und ein Buch für alle, die sie schätzen, immer wieder gerne lesen und erkennen, dass diese schillernde Französin keineswegs ihre Aktualität verloren hat. Und, wie sagt Alice Schwarzer so richtig: „Selbst ich... entdecke dabei jedes Mal Neues.“--Barbara Wegmann

Neue Zürcher Zeitung

Beauvoir und Schwarzer im Gespräch

I. G. Pünktlich zum 50. Jahrestag des Erscheinens von Simone de Beauvoirs «Anderem Geschlecht» hat Alice Schwarzer eine Neuauflage von Interviews vorgelegt, die sie von 1972 bis 1982 mit der Gründerfigur des egalitären Feminismus führte. Ging Beauvoir in ihrer einflussreichen Untersuchung aus dem Jahre 1949 noch von der utopischen Annahme aus, in einer Gesellschaft, in der die sozialistischen Grundsätze verwirklicht seien, werde automatisch die Verweisung der Frauen ins zweite Glied rückgängig gemacht, so schloss sie sich in den siebziger Jahren der Befreiungsbewegung an, die überzeugt war, dass die Frauen ihren eigenen Kampf führen müssten. Beauvoir unterstützte nach Kräften diese neue Generation von Feministinnen, hielt sich aber mit theoretischen Äusserungen zurück. Das wenige, was wir von ihrer feministischen Position aus jenen Jahren wissen, hat sie fast ausschliesslich Schwarzer anvertraut, die zum Kern des Mouvement de Libération des Femmes gehörte. In ihren scharfsinnig und feinfühlig gestellten Fragen kommt die Interviewerin sehr nah an Beauvoir heran, die ihr – fast immer – mit grosser Rückhaltlosigkeit antwortet, auch über ihre Beziehung zu Sartre und die jeweils Dritten im Bunde. Die durch ein Vorwort Beauvoirs autorisierten und inzwischen in acht Sprachen übersetzten Gespräche, die seit ihrem Ersterscheinen als Buch 1983 zur Standardliteratur der einschlägigen Forschung gehören, vermitteln auch heute noch Einsichten, an deren Gültigkeit kein modischer Antifeminismus rütteln kann. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen von frau zu frau. :-), 30. August 2004
Von Ein Kunde
das buch ist - leider - an einem urlaubstag ausgelesen. gross gedruckt und flüssig geschrieben; alice schwarzer ist mehr als eine interviewerin, sie ist eine freundin und dementsprechend offen ist die gesprächsbasis.

da die interviews in den letzten lebensjahren von de beauvoir geschrieben wurden, geben sie einen rückblick auf ihr schaffen. sie erklärt zb., warum sie doch noch zur feministin wurde, obwohl sie lange zeit gesagt hat, dass sie keine feministin ist und das nicht notwendig sei.

alice schwarzer ist es gelungen, in wenigen interviews ein portrait einer grossen frau zu zeichnen!

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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Zum 100. Geburtstag ein Klassiker mit zeitnahem Vorwort, 20. Dezember 2007
Von 
Carl-heinrich Bock "Literatur- und Kinofan" (Bad Nenndorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Simone de Beauvoir - Ein Lesebuch mit Bildern (Gebundene Ausgabe)
Simone de Beauvoir ihr Welterfolg,"Das andere Geschlecht", erschien 1949 und machte damals die große Theoretikerin der Frauenbewegung zur "Vorzeigeintellektuellen" Frankreichs. Die Einheit von Werk und Leben waren das Markenzeichen dieser großartigen Frau. Genau fünfzig Jahre später bringt Alice Schwarzer jetzt zum 100. Geburtstag eine Neuauflage der Interviews mit zeitnahem Vorwort heraus, die sie mit ihrer damaligen Freundin zwischen 1972 und 1982 führte. Diese Gespräche sind Kernstück dieses Buches.

Die vorgetragenen Erkenntnisse, Ansichten, Meinungen, Erfahrungen und Perspektiven wurden seinerzeit weltweit publiziert und diskutiert. Beauvoir präsentierte eine äußerst komplexe Analyse der Frau. Alice Schwarzer war Freundin und Wegbegleiterin und so ist es dieser persönlichen Beziehung der beiden Frauen zu verdanken, dass die sonst doch sehr scheue und reservierte Simone de Beauvoir in schonungsloser Offenheit und Intimität über aktuelle Themen wie Liebe, Identität, Macht, Kinder und Politik spricht. Sie diskutiert über biologische, historische und psychoanalytische Fakten ebenso wie über die "gelebte Erfahrung als Frau".

Simone Beauvoir gilt nicht nur als "Mutter" des Feminismus, sondern sie machte gemeinsam mit Sartre Front gegen den Vietnam- und Algerienkrieg und setzte sich für die Straffreiheit der Abtreibung ein. Sie will eine andere Gesellschaft und hat dabei ein kühnes Lebensmodell. Ihr Credo des Feminismus lautet: Man wird nicht als Frau geboren, man wird dazu gemacht. Freiheit ist ihr wichtiger als die Leidenschaft. Sie ist radikal im Leben wie im Werk.

Vorbehaltlos gibt die Befragte Auskunft auf die feinsinnig und gescheit gestellten Fragen der Interviewerin. Und so führt uns Alice Schwarzer durch die sehr persönlichen Gespräche ganz nah an Simone de Beauvoir heran, denn sie erzählt auch über ihre zahlreichen Affären, Liebschaften und die zeitlebens offenen Beziehungen. Männer und Frauen sind liebt sind viel jünger als sie.

Ein sehr schön zu lesendes Buch, eine Hommage an die Freundin und Weggefährtin.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das "Ausnahmepaar" Jean Paul Satre und Simone des Beauvoir., 14. März 2010
Zwar sind die Interviews, die Alice Schwarzer in diesem Band Führt aus den Jahren 1972 bis 1982, doch hat Simone de Beauvoir noch 1983 ein Vorwort dazu geschrieben,in dem sie sagt "Ich konnte ganz offen antworten" (S.27). Schöne, ganzseitige Fotos von Sartre und de Beauvoir ergänzen dieses Buch.

Schon Simone de Beauvoir und Jean Paul Sartre wissen um den Unterschied, der zwischen Frauen und Männern besteht. Sie können ihn auch nicht überwinden (s.S.67f.), so viel Sartre sich auch bemüht. Alice Schwarzer hat in ihrem Buch "Simone de Beauvoir. Weggeführtinnen im Gespräch" dankenswerterweise auch Sartre interviewt.

Und Simone de Beauvoir wusste, dass es mit Kindern so viel schwieriger würde, ein "freies" Leben als "selbstbestimmte" Frau zu führen, nicht "verheiratet zu sein" (S.45)und als Frau, nicht materiell unabhängig zu sein. (S.60) Es ist ihr sehr bewusst, dass sie ein Ausnahmeleben geführt haben.
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