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Produktinformation
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Die Klarheit ihres Denkens, die Unteilbarkeit ihres Gerechtigkeitssinnes und die Kühnheit ihrer Visionen, das sind drei der vielen Komplimente an Simone de Beauvoir, die Alice Schwarzer in ihrem Buch findet. Von der Frau, die in ihrem Leben alles wollte ist Alice Schwarzer nach wie vor hingerissen, wie Sie im Vorwort schreibt. Kein Wunder, sind es doch zwei Frauen, die mit der Ähnlichkeit ihrer Anliegen, ihres Engagements und ihrer Überzeugungen Vorbildcharakter hatten und haben, Kämpfernaturen waren und sind, und: sie haben Generationen beeinflusst. Beide plädierten und plädieren sie für uneingeschränkte Gleichberechtigung und das zu Zeiten, als es noch unerhört war. Die eine schon Jahrzehnte früher als die andere.
Die ausgesuchten Texte, jeweils mit einleitenden Worten von Alice Schwarzer beinhalten die wichtigsten Kapitel der Beauvoir: In ihren Memoiren macht sie Station in ihrer Kindheit und Jugend, Ausschnitte aus Briefen an Sartre folgen und Kapitel aus dem Reisetagebuch ihres Amerika- Aufenthaltes. Dort war sie Ende der Vierziger Jahre bereits die bekannteste existentialistische Philosophin neben Sartre. Und es wird das Land der leidenschaftlichen Affäre mit dem Schriftsteller Nelson Algren. Auszüge aus Romanen, Erzählungen, Essays runden die Beauvoir- Palette ab. Ein unterhaltsames, klug komponiertes Porträt für die, die Simone de Beauvoire kennenlernen wollen und ein Buch für alle, die sie schätzen, immer wieder gerne lesen und erkennen, dass diese schillernde Französin keineswegs ihre Aktualität verloren hat. Und, wie sagt Alice Schwarzer so richtig: Selbst ich... entdecke dabei jedes Mal Neues.--Barbara Wegmann
Beauvoir und Schwarzer im Gespräch
I. G. Pünktlich zum 50. Jahrestag des Erscheinens von Simone de Beauvoirs «Anderem Geschlecht» hat Alice Schwarzer eine Neuauflage von Interviews vorgelegt, die sie von 1972 bis 1982 mit der Gründerfigur des egalitären Feminismus führte. Ging Beauvoir in ihrer einflussreichen Untersuchung aus dem Jahre 1949 noch von der utopischen Annahme aus, in einer Gesellschaft, in der die sozialistischen Grundsätze verwirklicht seien, werde automatisch die Verweisung der Frauen ins zweite Glied rückgängig gemacht, so schloss sie sich in den siebziger Jahren der Befreiungsbewegung an, die überzeugt war, dass die Frauen ihren eigenen Kampf führen müssten. Beauvoir unterstützte nach Kräften diese neue Generation von Feministinnen, hielt sich aber mit theoretischen Äusserungen zurück. Das wenige, was wir von ihrer feministischen Position aus jenen Jahren wissen, hat sie fast ausschliesslich Schwarzer anvertraut, die zum Kern des Mouvement de Libération des Femmes gehörte. In ihren scharfsinnig und feinfühlig gestellten Fragen kommt die Interviewerin sehr nah an Beauvoir heran, die ihr fast immer mit grosser Rückhaltlosigkeit antwortet, auch über ihre Beziehung zu Sartre und die jeweils Dritten im Bunde. Die durch ein Vorwort Beauvoirs autorisierten und inzwischen in acht Sprachen übersetzten Gespräche, die seit ihrem Ersterscheinen als Buch 1983 zur Standardliteratur der einschlägigen Forschung gehören, vermitteln auch heute noch Einsichten, an deren Gültigkeit kein modischer Antifeminismus rütteln kann. -- Neue Zürcher Zeitung -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
da die interviews in den letzten lebensjahren von de beauvoir geschrieben wurden, geben sie einen rückblick auf ihr schaffen. sie erklärt zb., warum sie doch noch zur feministin wurde, obwohl sie lange zeit gesagt hat, dass sie keine feministin ist und das nicht notwendig sei.
alice schwarzer ist es gelungen, in wenigen interviews ein portrait einer grossen frau zu zeichnen!
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