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Simon Gebundene Ausgabe – 2004


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 412 Seiten
  • Verlag: Krüger; Auflage: 6. (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3810506354
  • ISBN-13: 978-3810506351
  • Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 15,1 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 588.235 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Auch mit ihrem zweiten Roman Simon wird Marianne Fredriksson an den Riesenerfolg von Hannas Töchter anknüpfen.

Die Geschichte des kleinen Jungen Simon beginnt in Schweden in den Jahren, als das Naziregime in Deutschland seine Schatten bis in den hohen Norden zu werfen beginnt. Simon ist ein Adoptivkind und weiß, daß er Jude ist, auch wenn seine Eltern, beide überzeugte Sozialisten, nur ungern darüber reden. Doch die Angst in den Gesprächen der Erwachsenen ist für den Jungen unüberhörbar.

Marianne Fredriksson schildert ihre Personen mit einer ungeheuren Tiefenschärfe und sensiblem psychologischen Gespür. Unvergessen nach der Lektüre bleibt Simons unglaublich starke Mutter, die schon früh intuitiv erkennt, daß "Liebe nichts anderes ist, als das Nichtvorhandensein von Angst", und es fertigbringt, diese Haltung an ihre Mitmenschen weiterzugeben. --Manuela Haselberger

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Marianne Fredriksson wurde 1927 in Göteborg geboren. Ihr Vater war Schiffbauer und hat seine Töchter "wie Jungen erzogen". Ihre Eltern hätten sie von klein auf ermutigt, ihre Träume zu verwirklichen und einen Beruf zu finden, der sie unabhängig mache, sagt sie in einem Interview. Nach dem Besuch einer höheren Schule wurde sie zunächst Korrektorin, dann Journalistin bei der Lokalzeitung "Göteborgstidningen". Ihr erster publizistischer Erfolg war eine Reportage über die Überlebenden eines Schiffsunglücks - die sie gleichzeitig vor dem Erfrieren rettete, während sie sie befragte.

Marianne Fredriksson gab ihren Beruf nicht auf, als sie 1949 einen Schiffsingenieur heiratete und bald danach zwei Töchter bekam. Ihr Mann Sven, der regelmäßig vier Monate zur See fuhr und anschließend vier Monate zu Hause verbrachte, unterstützte sie sehr. Ihre journalistische Karriere führte sie über die Zeitschrift "Allt i hemmet" (ein Einrichtungsmagazin) zum Magazin "Vi Föraldrar" (dem schwedischen Pendant zu "Eltern"), das sie lange als Chefredakteurin leitete, und anschließend 1974 zur größten schwedischen Zeitung "Svenska Dagbladet". Dort leitete sie ein siebenköpfiges Ressort, das sich dem modernen Alltagsleben und der Psychologie widmete. Ihre Seiten gehörten immer wieder zu den meistgelesenen des Blattes.

Erst mit 53 Jahren, nachdem ihre Kinder das Elternhaus verlassen hatten und Marianne Fredriksson eine schwere persönliche Krise überwunden hatte, fing sie an, einen Roman zu schreiben - "immer morgens vor der Arbeit", zwischen fünf und sieben Uhr.

"Evas bok" (so der Originaltitel des ersten Buches) erschien 1980 als erster einer ganzen Reihe von Romanen. Es folgten "Kains bok" (1981), "Noreas Saga" (1983), weitere Bücher zu Motiven aus der Bibel und der Geschichte, und 1985 ein Buch, in dem sie auf viele ihrer eigenen Kindheitserinnerungen zurückgriff, um das Leben eines kleinen Jungen zur Zeit des Krieges in Schweden zu beschreiben : "Simon och ekarna" (Simon und die Eichen).

Marianne Fredriksson war in Schweden schon längst nicht nur eine bekannte Journalistin, sondern auch eine erfolgreiche Schriftstellerin - das achte Buch, 1994 veröffentlicht, machte sie dann weltberühmt: "Anna, Hanna och Johanna (deutscher Titel: Hannas Töchter) wurde in 37 Sprachen übersetzt. Zu Hannas Töchter wurde Marianne Fredriksson durch die Alzheimer-Erkrankung ihrer Mutter und durch das Erwachsenwerden ihrer eigenen Töchter angeregt. Plötzlich tauchten Fragen nach der Vergangenheit ihrer Familie und nach dem Leben ihrer Eltern auf. Marianne Fredriksson fuhr in das bäuerliche Värmland, aus dem ihre Familie stammte, und begann zu recherchieren. Aus der Spurensuche wurde ein - gleichwohl frei erfundenes - Buch, ein bewegendes Generationenportrait und gleichzeitig ein Stück westeuropäischer Frauengeschichte, die man so eindringlich noch nie gelesen hatte.

Dieser Roman über die Lebensgeschichte dreier Frauen wurde ein außergewöhnlicher Publikumserfolg. 300.000 verkaufte Exemplare bedeuten für Schweden mit seinen knapp neun Millionen Einwohnern eine fast unglaubliche Zahl - und Marianne Fredriksson wurde für den Roman zur "Autorin des Jahres 1996" gewählt.

Der Krüger Verlag veröffentlichte Hannas Töchter im Februar 1997 in deutscher Sprache. Schon zwei Wochen später war das Buch ein Bestseller, ohne großangelegte Werbekampagne oder medialen Wirbel. Schnell sprach sich die Qualität dieses Romans herum, und die Leserinnen und Leser machten die Autorin auch in Deutschland zu einer der meistgelesenen Autorinnen. Im Juni 1997 kletterte Hanns Töchter auf Platz 1 der Bestsellerlisten - und blieb dort bis Mitte 1998. Ab Frühjahr 1999 erfreute auch die Taschenbuchausgabe (Fischer Taschenbuch Band 14486) mehr als eine Million Leser und Leserinnen.

Ende 1997 kam in Schweden Marianne Fredrikssons bisher neuestes Werk heraus: der Roman "Enligt Marai Magdalena" (Wahlström & Widstrand Verlag, Stockholm). Hier lässt sie Maria Magdalena, die Weggefährtin Jesus', mit eigenen Worten ihre Geschichte erzählen. Ein intensives historisches und biblisches Quellenstudium ging der Niederschrift dieses Buches voraus.

Im Herbst 1998 erschien Simon in deutscher Sprache - und stürmte die Bestsellerlisten genauso wie das ein Jahr später, im Herbst 1999, hier erschienene Maria Magdalena.

Im Herbst 2000 erschien ein weiteres Buch der Autorin in deutscher Sprache: Inge und Mira - die Geschichte zweier Freundinnen ganz unterschiedlicher Herkunft, ein ergreifendes und sehr persönliches Buch über die Freundschaft und die Macht der Erinnerung. Im Herbst 2001 wird der Roman Sofia und Anders im Krüger Verlag publiziert werden.

Noch heute, nachdem sie sich Ende der achtziger Jahre aus dem Erwerbsleben zurückgezogen hat, schreibt Marianne Fredriksson jeden Tag. Sie schreibt ohne Exposé, die Personen und die Handlung ihrer Bücher hat sie schon jahrelang vorher im Sinn und spürt ihren Geschichten während ihrer täglichen Meditation nach. Täglich entstehen so ein bis zwei Seiten eines neuen Buches.

Marianne Fredriksson lebt mit ihrem Mann in der Nähe von Göteborg auf einem kleinen Anwesen, das aus einem schönen Garten und zwei gelben Holzhäusern besteht - einem Wohnhaus und einem Arbeitshaus, das sie sich mit ihrem Mann teilt. Während Marianne Fredriksson schreibt, widmet sich ihr Mann seinem Hobby, dem Kunsttischlern. Die beiden Häuser mit ihrer farbenfrohen Einrichtung und der Garten wurden schon in einer Ausgabe des deutschen Magazins "Schöner Wohnen" abgebildet. In den letzten Jahren mussten die Fredrikssons dann eine Sondergenehmigung beantragen, um einen Sichtschutzzaun um das Grundstück zu errichten - zu groß wurde die Zahl der neugierigen Besucher aus aller Welt.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 1. November 2001
Format: Taschenbuch
Ich habe noch nie ein Buch gelesen bei dem ich wirklich bei (fast) jeder Seite das Bedürfnis hatte Zeilen im Text zu unterstreichen. In geballter Ladung und doch nicht aufdringlich hat Marianne Fredericson in diesem Buch eine einmalige Sammlung an Lebensweisheiten und Menschlichkeit untergebracht. Mein persönliches Lieblingsbuch.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 27. Dezember 1999
Format: Gebundene Ausgabe
Simon wächst wohl behütet bei seinen Eltern in Schweden auf. Er ahnt jedoch nicht, daß seine wahren Eltern seine Tante und ein deutscher Jude sind, wobei sein Vater nicht mehr in Schweden ist. Trotzdem bemerkt er, daß ihn die Leute als anders ansehen, da sein Äußeres schon einige semitische Züge hat. Da er in den zwanziger und dreißiger Jahren aufwächst, gereicht ihm diese Eigenschaft oft genug zum Nachteil. Allerdings findet er so auch die Freundschaft zu einem anderen jüdischen Jungen in seiner Schule, der mehr und mehr bei Simons Familie einzieht. Die Geschichte der beiden heranwachsenden Jungen während einer Zeit, in der in Deutschland die Juden vertreibt, während der der zweite Weltkrieg tobt und in Schweden die Angst vor einer Besetzung durch die Deutschen umgeht, wird vor diesem ernsten Hintergrund in einer heiteren Weise erzählt. Es kommt dadurch zum Ausdruck, wie die Menschen mit dem Schrecklichen in ihrer Zeit umgehen, nämlich mit ganz viel Liebe, ein bißchen Humor und starken Zusammenhalt in der Familie. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 24. März 2001
Format: Taschenbuch
'Simon' erzählt die Geschichte einer schwedischen Kindheit. Mal tragisch, mal komisch, immer ein wenig melancholisch. Man ahnt, was das Geheimnis in Simons Familie ist. Die Auflösung ist keine große Überraschung.
'Simon' ist insoweit eine äußerst unspektakuläre Geschichte. Keine große Dramatik, keine nervenzerreißende Hochspannung.
'Simon' ist dennoch oder gerade deshalb ein wunderschönes Buch, das man von Anfang bis Ende gern liest, das einen nachdenklich stimmt, und das einen gespannt sein läßt auf weitere Romane der Autorin. Die hat ihre heutige Bekanntheit durchaus verdient - nicht nur wegen 'Hannas Töchter'. 'Simon' ist dem in jeder Hinsicht ebenbürtig.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 2. Juli 2001
Format: Taschenbuch
"Simon" ist ein einmaliges Buch, das sich auf jeder Seite in neuer Gestalt zeigt.Die Handlung bedarf keiner steigender Spannung, sondern hält sich selbst durch die immer wandelnde Perspektive am Leben. Die Geschichte des kleinen Simon, der auf Grund seines Wesens, aber auch der äußeren Umstände zu einer Selbstfindung gedrängt wird, wirkt nicht zu überladen und lässt somit dem Leser Freiraum, sich selbst seine Gedanken darüber zu machen. Durch die tiefe Verstrickung menschlicher Berziehungen innerhalb der Handlung bleibt ständig eine unerklärbare Spannung bestehen, die den Leser nicht mehr los läßt. Gewisse komische Momente lockern die Erzählung auf und stellen somit dem Leser frei, dieses Buch als amüsante Erzählung oder als ernstzunehmende Metamorphose des eigenen Ichs zu interpretieren.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 2. August 1999
Format: Gebundene Ausgabe
Marianne Frederikson ist ein Genie, wenn es darum geht, Gefühle festzuhalten, die jeder einzelne in sich spürt oder manchmal erst ahnt. Seit ich diese Buch gelesen habe, habe ich selbst das Gefühl, viel besser in mich hineinspüren zu können und mein Leben erst so richtig zu genießen, auch mit seinen depessiven Phasen. Sehr mitreißend schildert Marianne F. auch, wie schön das sterben sein kann, was Abschied heißt und auch noch andere Dinge im Leben, die fast jeder mal erlebt. Ich bin begeistert und ich möchte dieses Buch wirklich jedem empfehlen.
Martin Klaffenböck
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von "juliamarigold2" am 5. August 2003
Format: Gebundene Ausgabe
Wieviel Menschenkenntnis, Vorstellungskraft und Sensibilität
besitzt jemand, der so ein Buch schreibt ?
Ich bewundere Marianne Fredriksons Schreibstil, wie genau sie die Menschen und ihre Eigenarten beschreibt.
Ich gebe zu, dass sich die Geschichte ein bisschen in die Länge zieht, aber das ist in diesem Fall viel mehr positv als negativ, weil... die Erzählerin bleibt zwischendurch öfter stehen, der Lauf der Geschichte hält zwischendurch des öfteren an, um über Träume, Bilder oder vergangene Dinge zu berichten.
Ich hatte oft das Gefühl, ich säße mit Erik, Simon, Karin und den anderen auf dieser Küchenbank in diesem Haus in Schweden.
Und ich habe kein einziges Mal auf die Seitenzahl geschaut.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Petra am 24. März 2009
Format: Taschenbuch
Die Geschichte handelt von einem heranwachsenden Jungen, der seine wahre Identität nicht kennt, sie aber ahnt. Sie handelt aber vom Erwachsenwerden, von Erkenntnissen, Verlusten und einer tiefen Freundschaft zweier jüdischer Jungen während des zweiten Weltkrieges. Trotz des ernsten Hintergrundes wird die Geschichte liebevoll und heiter erzählt. Wie bei fast allen Büchern von Marianne Fredriksson geht es um Halt und unerschütterliche Liebe in der Familie.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von "bugs1970" am 29. Dezember 2002
Format: Taschenbuch
Die Geschichte des Simon ist eines meiner Liblingsbücher.
Die Autorin schreibt diese Geschichte mit sehr viel wärme und liebe.
Auch die passagen um die Nazizeit betrachtet man mal aus einem anderen Blickwinkel und regen dennnoch zum nachdenken an. Überhaupt ist es ein Buch was man nicht so weglesen kann, sondern man muss sich schon so seine Gedanken machen. Es ist sehr empfehlenswert zu lesen.
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