Das Buch von Hermann Benjes ist, neben den Büchern von Margrit Kennedy ("Geld ohne Zinsen und Inflation") und Helmut Creutz ("Das Geldsyndrom") ein ideales Einsteigerbuch in das Thema der Freiwirtschaft. Schon der Titel seines Buches beweist den Mut von Hermann Benjes, da der Name Silvio Gesell meist verschwiegen wird. Spannend und in deutlichen, einfachen Worten geschrieben, sowie gut recherchiert, bietet es eine Fülle an neuen Gedanken und Lösungsansätzen für die aktuelle Finanzkrise, wo unsere mächtigen "Volksvertreter" wieder völlig einfallslos nur die ganze Last auf den kleinen Mann abladen und die Großen mit ihren leistungslosen Zinseinkünften ungeschoren davonkommen lassen. Als ehemaliger Vorsitzender der HUMANWIRTSCHAFTSPARTEI und späteres Vorstandsmitglied des "Deutschen Freiwirtschaftsbundes" wusste er ganz genau, dass es auch auf die Tat jedes einzelnen ankommt, dass es auch darauf ankommt, sich politisch für diese Idee zu engagieren. So fehlt es auch nicht an eindringlichen Aufrufen in diesem Buch, genau das zu tun. Benjes hat nicht viele Bücher zu diesem Thema geschrieben, sondern das Eine beständig weiterentwickelt, so dass es immer perfekter wurde. Das Buch steht mehrfach in meinem Schrank, weil es immer wieder Gelegenheit gibt, es auch mal anderen auszuleihen. Leider ist Benjes viel zu früh verstorben, aber die freiwirtschaftliche Bewegung für eine Marktwirtschaft ohne Kapitalismus ist dankbar, einen solchen Mitstreiter gehabt zu haben.