Das Buch lässt das alte Rom wieder auferstehen; der Detektiv Falco findet heraus, dass Silberbarren geschmuggelt werden, um eine Revolte gegen Kaiser Vespasian zu finanzieren. Dabei reist er sogar nach Britannien, um in einer Silbermine zu arbeiten und den Schmuggel aufzudecken. Doch erst zurück in Rom findet er Unterstützung durch die Senatorentochter Helena Justina, deren Familie in den Schmuggel verwickelt zu sein scheint...
Ein netter Krimi, unterhaltsam und begeisternd mit seiner Liebe zum Detail. Mir hat besonders gut die Darstellung von Falcos heruntergekommener Mietwohnung im sechsten Stock gefallen. Von dem Ausflug in die Silberminen war ich hingegen enttäuscht; das hätte ich mit etwas detaillierter vorgestellt. Dafür sind die Charaktere liebevoll dargestellt, wenngleich Falco trotz seiner harten Schale besonders gegen Ende des Romans als moderner Frauenversteher wirkt; mir schimmerte trotz seiner taffen Männlichkeit doch immer wieder durch, dass dieser Mann letztlich doch der Entwurf eines weiblichen Autors ist.
Eigentlich 3 Sterne für die nette und anspruchslose Unterhaltung, aber ein vierter Stern ist gerechtfertigt durch die detailverliebte Darstellung des alten Rom.