Florian Seidel wurde 1966 in München geboren. Er studierte Literaturwissenschaften, Geschichte, Phiosophie und Volkswirtschaft. Heute lebt er in Zollikon/Schweiz.
"Siloah" ist die dritte Buchveröffentlichung von Florian Seidel.
Die im eben erschienenen Band "Siloah" versammelten Gedichte zeichnen sich durch auffallende Frische aus.
Es sind Gedichte voller Bilder, mal durchsichtig-fragil, mal realistisch, mal surrealistisch. Einige werden von einem hintergründigen Humor begleitet, den es aufzuspüren gilt. Der Grundton ist heiter, dann und wann lakonisch, mealncholisch, nie fade, nie nüchtern, nie frivol ' aber immer wieder und wieder erfrischend: "Welthungrig / dreht Atlas / mir den blauen Rücken / ins Licht. / Ein Blau, / das Fische / und Vögel sich träumen. / Für lange / bleibt es in mir versteckt." So lautet ein Gedicht mit dem Titel "Blau".
Deutlich wird für den, der die Gedichte liest, eine Verlinkung von Schreiben und Lieben. Das zeigen diese Zeilen aus "Rauschgold" "'Wir, die einander / in den Armen liegen / wie Geliebte, / die sich tragen und bergen, / die sich / wie Geschwister lieben, / die sich lieben / wie Feuer und Eis, / wie eins und zwei, / die berennen. / Wir, die sich weigern / Asche zu werden. / Die lieben, bis nichts endet."