Wenn man mit Begeisterung kocht, so möchte man natürlich auch sein Werkzeug pflegen.
Nur leider leben wir in einer Zeit der schnellen Lösungen - die nebenbei bemerkt allzu häufig Scharten in die Schneide reißen - und der Gebrauch eines Schleifsteines hat inzwischen fast etwas mythisches an sich.
Ich habe diesen Stein auf einen Tip von Leo's Messerschärfseite hin gekauft nachdem ich bereits mit unserem Belgischen Brocken eine Offenbarung erfahren habe.
Und heute hatte ich das Vergnügen ein Küchenmesser meiner Großeltern schleifen zu dürfen dessen Klinge der Wellen wegen schon eher an ein Brotmesser erinnerte...
Mit der braunen Seite des Zische Kombi gelang es mir, die Schneide in ca. 15min. wieder zu "restaurieren" und der Feinschliff mit der weißen Seite erbrachte in wenigen Zügen eine Schärfe wie man sie beim Neukauf erwarten darf.
Nach einem weiteren Schleifgang auf dem Belgischen Brocken und Abziehen auf einem Lederstreifen ist es jetzt wieder eine wahre Freude damit zu arbeiten.
Alles in allem dauerte das Schleifen weniger als eine halbe Stunde (ausgehend von etwas gegen das ein Buttermesser scharf geheißen werden darf).
Behandelt man seine Messer pfleglich und will man die Schneide nur nachschärfen, so wird einem dieser Stein (zumindest die braune Seite) zu rauh sein, da man mit ihr zügig viel Material abträgt und ferner Gefahr läuft, den Klingenspiegel (oder so ähnlich...) zu verkratzen.
Hat man es jedoch mit schartigen Messern oder solchen ohne erkennbare Schneide (günstige Messer von Zwilling) zu tun, so hat man an diesem Stein seine helle Freude.
Viel Spaß und Schneidet Euch nicht!
LG Roman
PS: Einmal Wässern und ab und an die "Späne" vom Stein waschen genügt - niemand muß seine Wohnung unter Wasser setzen ;-)