Das britische Duo Joel Martin Matt Edwards entlehnte seinen Namen bei dem Gottvater des gehobenen Easy Listenings Martin Denny von dessen Meisterwerk "Exotica". Aber nicht nur der Name lehnt sich daran an, sondern auch der Sound und eigentlich die gesamte Herangehensweise.
Wie Denny verwenden sie alle möglichen klanglichen Optionen an Naturgeräuschen, Filmmusiken, Flöten, Geigen oder gleich ganzen Orchestern bis hin zu Stimmen, die von klagenden Schreien (beim Opener) oder deklamierenden Frauenstimmen ("Too High To Move") über verstecktem Gelächter (oder sind es doch Möwen) hin zu nicht immer eindeutig identifizierbaren Vokalbeiträgen reichen. Obskur bis genial sind Tracks wie z.B. "Circus Of Horror", wobei dieser nach 70er Horrormovie inklusive Sirenengeheul klingt. Zwischendurch erklingt bei "Free Rider" eine akustische Gitarre vor lärmenden und lachenden Gästen, um kurz danach wieder in einen Elektrochill mit verfremdeter Frauenstimme zu verfallen.
All diese Zutaten sind nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Sammelsurium an Sounds auf diesem Album, das neben der Vielfalt an Klängen auch immer den Blick für die Chillout-Sounds der letzten Jahre hat. Denn bei aller Vielfalt klingt es doch immer sehr relaxt und loungig (im positiven Sinn) und umfließt den Hörer, der am Ende unentrinnbar gefangen ist von diesen aberwitzigen Collagen. Die perfekte Musik zum Entspannen und Treiben lassen.