Zwei Schwestern leben abseits vom "normalen" Leben abgeschottet in einem hochherrschaftlichen Haus. Die Eltern sind zwar tot, der verstorbene Vater jedoch allgegenwärtig, da er seinen Töchtern eine an Wahnsinn grenzende Erziehung hat zukommen lassen. Die Außenwelt ist böse und es nicht wert, beachtet zu werden. Getreu diesem Motto leben die Schwestern in einem Taumel von Vergangenheit und Gegenwart. Die Gegenwart macht, dass man sich einen jungen, unsensiblen Burschen ins Haus holt. Ein Spiel nur, zur Abwechslung und vielleicht auch zur Bestätigung der gelebten These, ein Experiment. Hier jedoch passiert es, dass sich eine der Schwestern ernsthaft verliebt und der Jüngling sie mit sich fortziehen will. Konflikte sind vorprogrammiert, da die beiden jungen Frauen außer sich, ihrer verkorksten Kindheit, ihrer Kunst und dem Elternhaus nichts haben und vollkommen aufeinander fixiert sind.
Was sich vielversprechend angehört hat, mutiert nach kurzer Zeit in ein ockerbraunes, sumpfiges, schweres Etwas, das den Zuschauer auf ein Karussel setzt, welches in einem ausgestorbenen Horrorvergnügungspark quietschend und bedrohlich wackelnd seine bleiernen Runden dreht. Wenige Minuten weiter resigniert das Bemühen, Handlung und Sinn und das was da vor einem abläuft, verstehen zu wollen. Die beiden Schwestern gehören eindeutig in eine Klappsmühle. Da sie jedoch dem Geist einiger Leute aus der Film- und Literaturbranche entsprungen sind, müßte man zuerst dort ansetzen und eine ganze Mannschaft Psychologen, bepackt mit diversen Kitteln deren Ärmel am Rücken zusammen gebunden werden, hinschicken. Unverzüglich und äußerst dringend.
Für Leute, die das ganze für Kunst halten: spritze Farbkleckse auf eine Leinwand, setzte deinen Bobbes hinein, spucke fünf mal feste drauf und schütte etwas Vogelssand darüber. Oder stelle einen Helge Schneider auf eine Bühne und lasse ihn singen. Man könnte auch einfach mit dem Kopf neuntausendneunhundertneunundneunzig mal gegen eine blassblau verputze Wand schlagen. Die Effekte sind alle gleich, treu nach dem Motto (oder auch dem Märchen) "Des Kaisers neue Kleider." Einfach nur Bala-bala, für Leute die Bala-bala sind.