Silbermond

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Biografie

„Alles, was anders ist, ist gut“, sagt Hollywoodstar Bill Murray am Ende des Kinokultfilms „Und täglich grüßt das Murmeltier“ – Ausdruck purer Freude über Veränderung, die das Leben wieder in die Balance bringt. Nicht, dass Silbermond in ihrem Musikerleben an vergleichbaren Problemen oder immer wiederkehrenden Mechanismen litten. Doch wie jede Band die ihr viertes Album angeht, schlichen sich auch bei der Bautzener Band gewisse Routinen, kleine Bequemlichkeiten ein - déjà vus eben. Herausforderungen, denen sich eine Band mit Anspruch wie Silbermond stellen musste.

Es wäre einfach gewesen, ... Lesen Sie mehr

„Alles, was anders ist, ist gut“, sagt Hollywoodstar Bill Murray am Ende des Kinokultfilms „Und täglich grüßt das Murmeltier“ – Ausdruck purer Freude über Veränderung, die das Leben wieder in die Balance bringt. Nicht, dass Silbermond in ihrem Musikerleben an vergleichbaren Problemen oder immer wiederkehrenden Mechanismen litten. Doch wie jede Band die ihr viertes Album angeht, schlichen sich auch bei der Bautzener Band gewisse Routinen, kleine Bequemlichkeiten ein - déjà vus eben. Herausforderungen, denen sich eine Band mit Anspruch wie Silbermond stellen musste.

Es wäre einfach gewesen, auf der Suche nach Neuerungen und Innovationen Input von außen zu verpflichten. Andere Bands suchen da schon mal Lösungen im Ausland und versuchen mit einem anderem Produzenten Erfolg zu erkaufen. Silbermond denken anders. Gitarrist Thomas Stolle, Sängerin Stefanie Kloß, Bassist Johannes Stolle und Schlagzeuger Andreas Nowak lösten ihre Aufgaben selbst, von innen. „Auch wenn das mitunter sehr schwierig ist, weil jeder von uns eine eigene Vorstellung hat“, meint Gitarrist Thomas Stolle. „Da ist es wichtig, dass es Leute in unserem Umfeld gibt, die uns ihre ehrliche Meinung mitteilen, die auch mal sagen: Leute, das ist scheiße. Wir brauchen niemand, der uns zum Mund redet.“

Am Anfang zu „Himmel auf“ stand der Wille nach Veränderung, die Lust auf Neues, die Aussicht auf Abenteuer. „Es ist unserem Anspruch geschuldet, uns nicht wiederholen zu wollen“, beschreibt Thomas Stolle die Anfänge des Albums. Der Hauptsongwriter der Band griff bewusst nicht in seine Saiten, sondern ließ zunächst seiner Lust am Musikmachen freien Lauf. Nicht umsonst heißt das Album „Himmel auf“ – Sinnbild eines kreativen Prozesses voller Freiheit, ohne Grenzen. Lautete das interne Motto des Quartetts zum letzten Album noch „Zurück nach vorn“, hieß es diesmal pragmatisch: „Machen!“

So bastelten Thomas Stolle und Schlagzeuger Andreas Nowak im Band-eigenen Studio in Berlin Adlershof zunächst an neuen Sounds. Da wurden Keyboards und Drumcomputer, Sampler und Effektgeräte angeschleppt, Beats, Sound und Loops programmiert, „einfach mal ganz andere Ideen ausprobieren, Musik auf die wir auch sonst stehen“, erklärt Thomas Stolle. „Einfach mal den alten Pfad verlassen und versuchen neue Wege zu finden.“ Sei es durch Experimente wie etwa den Schlagzeug-Sound mit einem Mikrofon auf der Damentoilette einzufangen. Oder mit Chorgesängen zu experimentieren. Ungewöhnliche Song-Strukturen und unerwartete Wendungen auszuprobieren. Oder ganz unauffällig einen schrägen 7/8-Takt in einen Pop-Song zu schummeln, dass es höchstens Musikprofis auffallen dürfte. (100 Punkte, wer den Beat findet!)

Aus rund 60 Ideen die das Quartett über ein Jahr in sich trug, destillierte man rund 25 Stücke. Gerade die Hälfte davon passierte die interne Qualitätskontrolle. Was jedoch übrig blieb, sind die bislang wohl spannendsten, ungewöhnlichsten, kreativsten und vielschichtigsten Songs, die Silbermond bislang ihren Fans anvertraut haben: anders, neu, frisch klingen zu wollen und doch authentisch zu bleiben, etwas Neues schaffen, ohne Altbewährtes aus den Augen – besser Ohren – zu verlieren – das ist wahre Kunst.

Das beginnt mit modernen Beats, die das Titelstück „Himmel auf“ voran treiben. Überhaupt: die Beats geben den Herzschlag von Silbermond 2012 vor. Viele der 14 neuen Nummern grooven luftig und rocken doch satt: ein wunderbarer Gegensatz, für den exemplarisch auch der Midtempo-Rocker „Gegen“ steht. Ein Stück über unreflektierte Protestkultur und sinnentleertes Oppositionsgebahren destruktiver Verhinderer – gesellschaftsrelevante Themen liegen Sängerin Stefanie Kloß diesmal besonders am Herzen. Hatte die Band auf dem letzten Album mit Songs wie „Nichts passiert“ Jugendliche dazu angehalten ihr Demokratieverständnis zu schulen, Aufmerksam zu sein und selbstbewusste, kritische Bürger zu werden, führt die Band mit „Irgendwo in der Mitte“ diesen Gedankengang weiter. „Es ist im Grunde eine private Betrachtung“, sagt Stefanie, „ein Lied das mir am Herzen lag.“

„Himmel auf“ zeigt eine Band die erwachsen geworden ist. Silbermond sind nicht mehr die jugendlichen Newcomer aus Bautzen. Hier formulieren gestandene Mittzwanziger Gedanken aus ihrer Lebens- und Erfahrungswelt. Faszinierend dabei wie die Band es erneut schafft die Gefühle ihrer Generation in Worte zu fassen. Silbermond älter und reifer geworden – wie ihre Fans mit ihnen. Kein Lied reflektiert das deutlicher als „Weiße Fahnen“, ein Stück über das unvorstellbare Seelenleid der Kindersoldaten dieser Welt. „Und er wacht auf im Feuerregen / die Nacht gelähmt keine Sterne zu sehen / durch seine kleinen Hände fließt roter Sand / Er weiß wie Leben enden, aber nicht wie sie anfangen“ Gänsehaut. „Solche Themen müssen erst mal in einem selber reifen, bevor man sie nach außen trägt und in einem Text zur Sprache bringt“, sagt Stefanie. „Wenn man allein das vergangene Jahr betrachtet, dann ist die Welt unheimlich in Aufruhr. Da macht man sich schon so seine Gedanken, weil man ja auch ein Teil dieser Welt ist. Und irgendwann stellt man fest, dass die Kriege gar nicht so weit weg sind und indirekt auch einen selbst betreffen.“

„Himmel auf“ ist auch ein Album über Sinn und Sinnsuche. Es ist nicht nur das musikalische Herausforderndste, es ist auch mit Abstand das persönlichste Album das Silbermond bislang eingespielt haben. Ein mutiges dazu. Wer, wenn nicht Stefanie würde sich trauen jene drei berühmten Worte auszusprechen, die andere Sänger mit allen Mitteln zu umschreiben versuchen? Jenes „Ich liebe Dich“ ist Höhepunkt der Feuerzeug-Hymne „Ja“, die mit strahlenden Streichern zu hymnischer Größe wächst, als hätten Sigur Ros, Coldplay und U2 gleichzeitig im Studio gestanden. Wichtiger noch: „Ja“ ist Ausdruck von aufrichtiger Liebe, grenzenlosem Vertrauen und hingebungsvoller Überzeugung.

Es ist auch ein Zeichen des Erwachsenwerdens den Mut zu besitzen um Nähe zuzulassen, was Stefanie den Fans in „Oberfläche“ zeigt: „Kommst du mit unter die Oberfläche / ich zeig dir den Kern von mir und was ich sonst verstecke unter der Oberfläche / da ist so viel mehr von mir das will ich dir zeigen / wir gehen in die Tiefe und dort können wir bleiben.“ - ein weiteres Stück über die immerwährende Suche nach Wahrhaftigkeit und Tiefe, über das Wagnis sich seinem Gegenüber zu öffnen und verletzlich zu zeigen. Inszeniert übrigens mit einem genialen Gitarrenthema wie es U2-Gitarrist The Edge nicht besser hinbekommen hätte. Und natürlich spielte auch bei diesem Album wieder eine Schultafel eine gewichtige Rolle.

Wer bei „Himmel auf“ eine zuckersüße Pärchenplatte mit Rosenduft und Romantik-Overkill erwartet hat, irrt. „Himmel auf“ rockt! Allein das gleichnamige Titelstück eignet sich hervorragend als Hymne und besitzt feinste produktionstechnische Details, raffinierte Programmings und ungewöhnliche Chöre. Überhaupt überraschen Silbermond mit einer vielschichtigen Produktion und ungewöhnlichen Arrangements, wenn etwa in „Es geht weiter“ am Ende das Schlagzeug noch einmal anzieht und … mehr sei hier nicht verraten. Nur so viel: „Himmel auf“ besitzt in jeder Hinsicht internationales Format.

Damit schließt sich der Kreis einer spannenden Reise mit einem Happy End wie es Hollywood nicht besser hinbekommen hätte. Die anfängliche Frustration über stereotype Mechanismen, die eigene Bequemlichkeiten und eigefahrene Routinen haben Silbermond mit Kreativität ausgekontert. „Es war anfangs extrem deprimierend“, sagt Thomas Stolle. „Es tat weh, am Anfang alles zu löschen und noch einmal ganz von vorne zu beginnen. Wir haben mit diesem Album unsere frustrierendsten Momente erlebt, aber auch unsere schönsten. Wir haben buchstäblich bei null angefangen.
Denn es ging darum Silbermond 2012 zu zeigen.“ Stefanie Kloß, Thomas Stolle, Johannes Stolle und Andreas Nowak haben es geschafft. „Himmel auf“ ist ihr klingender Beweis. „Alles was anders ist, ist gut“, sagt Billy Murray. „Bleibt alles anders“, sagt Grönemeyer. „Himmel auf“ ist anders, sagen Silbermond. Und es gibt darauf viel zu entdecken.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

„Alles, was anders ist, ist gut“, sagt Hollywoodstar Bill Murray am Ende des Kinokultfilms „Und täglich grüßt das Murmeltier“ – Ausdruck purer Freude über Veränderung, die das Leben wieder in die Balance bringt. Nicht, dass Silbermond in ihrem Musikerleben an vergleichbaren Problemen oder immer wiederkehrenden Mechanismen litten. Doch wie jede Band die ihr viertes Album angeht, schlichen sich auch bei der Bautzener Band gewisse Routinen, kleine Bequemlichkeiten ein - déjà vus eben. Herausforderungen, denen sich eine Band mit Anspruch wie Silbermond stellen musste.

Es wäre einfach gewesen, auf der Suche nach Neuerungen und Innovationen Input von außen zu verpflichten. Andere Bands suchen da schon mal Lösungen im Ausland und versuchen mit einem anderem Produzenten Erfolg zu erkaufen. Silbermond denken anders. Gitarrist Thomas Stolle, Sängerin Stefanie Kloß, Bassist Johannes Stolle und Schlagzeuger Andreas Nowak lösten ihre Aufgaben selbst, von innen. „Auch wenn das mitunter sehr schwierig ist, weil jeder von uns eine eigene Vorstellung hat“, meint Gitarrist Thomas Stolle. „Da ist es wichtig, dass es Leute in unserem Umfeld gibt, die uns ihre ehrliche Meinung mitteilen, die auch mal sagen: Leute, das ist scheiße. Wir brauchen niemand, der uns zum Mund redet.“

Am Anfang zu „Himmel auf“ stand der Wille nach Veränderung, die Lust auf Neues, die Aussicht auf Abenteuer. „Es ist unserem Anspruch geschuldet, uns nicht wiederholen zu wollen“, beschreibt Thomas Stolle die Anfänge des Albums. Der Hauptsongwriter der Band griff bewusst nicht in seine Saiten, sondern ließ zunächst seiner Lust am Musikmachen freien Lauf. Nicht umsonst heißt das Album „Himmel auf“ – Sinnbild eines kreativen Prozesses voller Freiheit, ohne Grenzen. Lautete das interne Motto des Quartetts zum letzten Album noch „Zurück nach vorn“, hieß es diesmal pragmatisch: „Machen!“

So bastelten Thomas Stolle und Schlagzeuger Andreas Nowak im Band-eigenen Studio in Berlin Adlershof zunächst an neuen Sounds. Da wurden Keyboards und Drumcomputer, Sampler und Effektgeräte angeschleppt, Beats, Sound und Loops programmiert, „einfach mal ganz andere Ideen ausprobieren, Musik auf die wir auch sonst stehen“, erklärt Thomas Stolle. „Einfach mal den alten Pfad verlassen und versuchen neue Wege zu finden.“ Sei es durch Experimente wie etwa den Schlagzeug-Sound mit einem Mikrofon auf der Damentoilette einzufangen. Oder mit Chorgesängen zu experimentieren. Ungewöhnliche Song-Strukturen und unerwartete Wendungen auszuprobieren. Oder ganz unauffällig einen schrägen 7/8-Takt in einen Pop-Song zu schummeln, dass es höchstens Musikprofis auffallen dürfte. (100 Punkte, wer den Beat findet!)

Aus rund 60 Ideen die das Quartett über ein Jahr in sich trug, destillierte man rund 25 Stücke. Gerade die Hälfte davon passierte die interne Qualitätskontrolle. Was jedoch übrig blieb, sind die bislang wohl spannendsten, ungewöhnlichsten, kreativsten und vielschichtigsten Songs, die Silbermond bislang ihren Fans anvertraut haben: anders, neu, frisch klingen zu wollen und doch authentisch zu bleiben, etwas Neues schaffen, ohne Altbewährtes aus den Augen – besser Ohren – zu verlieren – das ist wahre Kunst.

Das beginnt mit modernen Beats, die das Titelstück „Himmel auf“ voran treiben. Überhaupt: die Beats geben den Herzschlag von Silbermond 2012 vor. Viele der 14 neuen Nummern grooven luftig und rocken doch satt: ein wunderbarer Gegensatz, für den exemplarisch auch der Midtempo-Rocker „Gegen“ steht. Ein Stück über unreflektierte Protestkultur und sinnentleertes Oppositionsgebahren destruktiver Verhinderer – gesellschaftsrelevante Themen liegen Sängerin Stefanie Kloß diesmal besonders am Herzen. Hatte die Band auf dem letzten Album mit Songs wie „Nichts passiert“ Jugendliche dazu angehalten ihr Demokratieverständnis zu schulen, Aufmerksam zu sein und selbstbewusste, kritische Bürger zu werden, führt die Band mit „Irgendwo in der Mitte“ diesen Gedankengang weiter. „Es ist im Grunde eine private Betrachtung“, sagt Stefanie, „ein Lied das mir am Herzen lag.“

„Himmel auf“ zeigt eine Band die erwachsen geworden ist. Silbermond sind nicht mehr die jugendlichen Newcomer aus Bautzen. Hier formulieren gestandene Mittzwanziger Gedanken aus ihrer Lebens- und Erfahrungswelt. Faszinierend dabei wie die Band es erneut schafft die Gefühle ihrer Generation in Worte zu fassen. Silbermond älter und reifer geworden – wie ihre Fans mit ihnen. Kein Lied reflektiert das deutlicher als „Weiße Fahnen“, ein Stück über das unvorstellbare Seelenleid der Kindersoldaten dieser Welt. „Und er wacht auf im Feuerregen / die Nacht gelähmt keine Sterne zu sehen / durch seine kleinen Hände fließt roter Sand / Er weiß wie Leben enden, aber nicht wie sie anfangen“ Gänsehaut. „Solche Themen müssen erst mal in einem selber reifen, bevor man sie nach außen trägt und in einem Text zur Sprache bringt“, sagt Stefanie. „Wenn man allein das vergangene Jahr betrachtet, dann ist die Welt unheimlich in Aufruhr. Da macht man sich schon so seine Gedanken, weil man ja auch ein Teil dieser Welt ist. Und irgendwann stellt man fest, dass die Kriege gar nicht so weit weg sind und indirekt auch einen selbst betreffen.“

„Himmel auf“ ist auch ein Album über Sinn und Sinnsuche. Es ist nicht nur das musikalische Herausforderndste, es ist auch mit Abstand das persönlichste Album das Silbermond bislang eingespielt haben. Ein mutiges dazu. Wer, wenn nicht Stefanie würde sich trauen jene drei berühmten Worte auszusprechen, die andere Sänger mit allen Mitteln zu umschreiben versuchen? Jenes „Ich liebe Dich“ ist Höhepunkt der Feuerzeug-Hymne „Ja“, die mit strahlenden Streichern zu hymnischer Größe wächst, als hätten Sigur Ros, Coldplay und U2 gleichzeitig im Studio gestanden. Wichtiger noch: „Ja“ ist Ausdruck von aufrichtiger Liebe, grenzenlosem Vertrauen und hingebungsvoller Überzeugung.

Es ist auch ein Zeichen des Erwachsenwerdens den Mut zu besitzen um Nähe zuzulassen, was Stefanie den Fans in „Oberfläche“ zeigt: „Kommst du mit unter die Oberfläche / ich zeig dir den Kern von mir und was ich sonst verstecke unter der Oberfläche / da ist so viel mehr von mir das will ich dir zeigen / wir gehen in die Tiefe und dort können wir bleiben.“ - ein weiteres Stück über die immerwährende Suche nach Wahrhaftigkeit und Tiefe, über das Wagnis sich seinem Gegenüber zu öffnen und verletzlich zu zeigen. Inszeniert übrigens mit einem genialen Gitarrenthema wie es U2-Gitarrist The Edge nicht besser hinbekommen hätte. Und natürlich spielte auch bei diesem Album wieder eine Schultafel eine gewichtige Rolle.

Wer bei „Himmel auf“ eine zuckersüße Pärchenplatte mit Rosenduft und Romantik-Overkill erwartet hat, irrt. „Himmel auf“ rockt! Allein das gleichnamige Titelstück eignet sich hervorragend als Hymne und besitzt feinste produktionstechnische Details, raffinierte Programmings und ungewöhnliche Chöre. Überhaupt überraschen Silbermond mit einer vielschichtigen Produktion und ungewöhnlichen Arrangements, wenn etwa in „Es geht weiter“ am Ende das Schlagzeug noch einmal anzieht und … mehr sei hier nicht verraten. Nur so viel: „Himmel auf“ besitzt in jeder Hinsicht internationales Format.

Damit schließt sich der Kreis einer spannenden Reise mit einem Happy End wie es Hollywood nicht besser hinbekommen hätte. Die anfängliche Frustration über stereotype Mechanismen, die eigene Bequemlichkeiten und eigefahrene Routinen haben Silbermond mit Kreativität ausgekontert. „Es war anfangs extrem deprimierend“, sagt Thomas Stolle. „Es tat weh, am Anfang alles zu löschen und noch einmal ganz von vorne zu beginnen. Wir haben mit diesem Album unsere frustrierendsten Momente erlebt, aber auch unsere schönsten. Wir haben buchstäblich bei null angefangen.
Denn es ging darum Silbermond 2012 zu zeigen.“ Stefanie Kloß, Thomas Stolle, Johannes Stolle und Andreas Nowak haben es geschafft. „Himmel auf“ ist ihr klingender Beweis. „Alles was anders ist, ist gut“, sagt Billy Murray. „Bleibt alles anders“, sagt Grönemeyer. „Himmel auf“ ist anders, sagen Silbermond. Und es gibt darauf viel zu entdecken.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

„Alles, was anders ist, ist gut“, sagt Hollywoodstar Bill Murray am Ende des Kinokultfilms „Und täglich grüßt das Murmeltier“ – Ausdruck purer Freude über Veränderung, die das Leben wieder in die Balance bringt. Nicht, dass Silbermond in ihrem Musikerleben an vergleichbaren Problemen oder immer wiederkehrenden Mechanismen litten. Doch wie jede Band die ihr viertes Album angeht, schlichen sich auch bei der Bautzener Band gewisse Routinen, kleine Bequemlichkeiten ein - déjà vus eben. Herausforderungen, denen sich eine Band mit Anspruch wie Silbermond stellen musste.

Es wäre einfach gewesen, auf der Suche nach Neuerungen und Innovationen Input von außen zu verpflichten. Andere Bands suchen da schon mal Lösungen im Ausland und versuchen mit einem anderem Produzenten Erfolg zu erkaufen. Silbermond denken anders. Gitarrist Thomas Stolle, Sängerin Stefanie Kloß, Bassist Johannes Stolle und Schlagzeuger Andreas Nowak lösten ihre Aufgaben selbst, von innen. „Auch wenn das mitunter sehr schwierig ist, weil jeder von uns eine eigene Vorstellung hat“, meint Gitarrist Thomas Stolle. „Da ist es wichtig, dass es Leute in unserem Umfeld gibt, die uns ihre ehrliche Meinung mitteilen, die auch mal sagen: Leute, das ist scheiße. Wir brauchen niemand, der uns zum Mund redet.“

Am Anfang zu „Himmel auf“ stand der Wille nach Veränderung, die Lust auf Neues, die Aussicht auf Abenteuer. „Es ist unserem Anspruch geschuldet, uns nicht wiederholen zu wollen“, beschreibt Thomas Stolle die Anfänge des Albums. Der Hauptsongwriter der Band griff bewusst nicht in seine Saiten, sondern ließ zunächst seiner Lust am Musikmachen freien Lauf. Nicht umsonst heißt das Album „Himmel auf“ – Sinnbild eines kreativen Prozesses voller Freiheit, ohne Grenzen. Lautete das interne Motto des Quartetts zum letzten Album noch „Zurück nach vorn“, hieß es diesmal pragmatisch: „Machen!“

So bastelten Thomas Stolle und Schlagzeuger Andreas Nowak im Band-eigenen Studio in Berlin Adlershof zunächst an neuen Sounds. Da wurden Keyboards und Drumcomputer, Sampler und Effektgeräte angeschleppt, Beats, Sound und Loops programmiert, „einfach mal ganz andere Ideen ausprobieren, Musik auf die wir auch sonst stehen“, erklärt Thomas Stolle. „Einfach mal den alten Pfad verlassen und versuchen neue Wege zu finden.“ Sei es durch Experimente wie etwa den Schlagzeug-Sound mit einem Mikrofon auf der Damentoilette einzufangen. Oder mit Chorgesängen zu experimentieren. Ungewöhnliche Song-Strukturen und unerwartete Wendungen auszuprobieren. Oder ganz unauffällig einen schrägen 7/8-Takt in einen Pop-Song zu schummeln, dass es höchstens Musikprofis auffallen dürfte. (100 Punkte, wer den Beat findet!)

Aus rund 60 Ideen die das Quartett über ein Jahr in sich trug, destillierte man rund 25 Stücke. Gerade die Hälfte davon passierte die interne Qualitätskontrolle. Was jedoch übrig blieb, sind die bislang wohl spannendsten, ungewöhnlichsten, kreativsten und vielschichtigsten Songs, die Silbermond bislang ihren Fans anvertraut haben: anders, neu, frisch klingen zu wollen und doch authentisch zu bleiben, etwas Neues schaffen, ohne Altbewährtes aus den Augen – besser Ohren – zu verlieren – das ist wahre Kunst.

Das beginnt mit modernen Beats, die das Titelstück „Himmel auf“ voran treiben. Überhaupt: die Beats geben den Herzschlag von Silbermond 2012 vor. Viele der 14 neuen Nummern grooven luftig und rocken doch satt: ein wunderbarer Gegensatz, für den exemplarisch auch der Midtempo-Rocker „Gegen“ steht. Ein Stück über unreflektierte Protestkultur und sinnentleertes Oppositionsgebahren destruktiver Verhinderer – gesellschaftsrelevante Themen liegen Sängerin Stefanie Kloß diesmal besonders am Herzen. Hatte die Band auf dem letzten Album mit Songs wie „Nichts passiert“ Jugendliche dazu angehalten ihr Demokratieverständnis zu schulen, Aufmerksam zu sein und selbstbewusste, kritische Bürger zu werden, führt die Band mit „Irgendwo in der Mitte“ diesen Gedankengang weiter. „Es ist im Grunde eine private Betrachtung“, sagt Stefanie, „ein Lied das mir am Herzen lag.“

„Himmel auf“ zeigt eine Band die erwachsen geworden ist. Silbermond sind nicht mehr die jugendlichen Newcomer aus Bautzen. Hier formulieren gestandene Mittzwanziger Gedanken aus ihrer Lebens- und Erfahrungswelt. Faszinierend dabei wie die Band es erneut schafft die Gefühle ihrer Generation in Worte zu fassen. Silbermond älter und reifer geworden – wie ihre Fans mit ihnen. Kein Lied reflektiert das deutlicher als „Weiße Fahnen“, ein Stück über das unvorstellbare Seelenleid der Kindersoldaten dieser Welt. „Und er wacht auf im Feuerregen / die Nacht gelähmt keine Sterne zu sehen / durch seine kleinen Hände fließt roter Sand / Er weiß wie Leben enden, aber nicht wie sie anfangen“ Gänsehaut. „Solche Themen müssen erst mal in einem selber reifen, bevor man sie nach außen trägt und in einem Text zur Sprache bringt“, sagt Stefanie. „Wenn man allein das vergangene Jahr betrachtet, dann ist die Welt unheimlich in Aufruhr. Da macht man sich schon so seine Gedanken, weil man ja auch ein Teil dieser Welt ist. Und irgendwann stellt man fest, dass die Kriege gar nicht so weit weg sind und indirekt auch einen selbst betreffen.“

„Himmel auf“ ist auch ein Album über Sinn und Sinnsuche. Es ist nicht nur das musikalische Herausforderndste, es ist auch mit Abstand das persönlichste Album das Silbermond bislang eingespielt haben. Ein mutiges dazu. Wer, wenn nicht Stefanie würde sich trauen jene drei berühmten Worte auszusprechen, die andere Sänger mit allen Mitteln zu umschreiben versuchen? Jenes „Ich liebe Dich“ ist Höhepunkt der Feuerzeug-Hymne „Ja“, die mit strahlenden Streichern zu hymnischer Größe wächst, als hätten Sigur Ros, Coldplay und U2 gleichzeitig im Studio gestanden. Wichtiger noch: „Ja“ ist Ausdruck von aufrichtiger Liebe, grenzenlosem Vertrauen und hingebungsvoller Überzeugung.

Es ist auch ein Zeichen des Erwachsenwerdens den Mut zu besitzen um Nähe zuzulassen, was Stefanie den Fans in „Oberfläche“ zeigt: „Kommst du mit unter die Oberfläche / ich zeig dir den Kern von mir und was ich sonst verstecke unter der Oberfläche / da ist so viel mehr von mir das will ich dir zeigen / wir gehen in die Tiefe und dort können wir bleiben.“ - ein weiteres Stück über die immerwährende Suche nach Wahrhaftigkeit und Tiefe, über das Wagnis sich seinem Gegenüber zu öffnen und verletzlich zu zeigen. Inszeniert übrigens mit einem genialen Gitarrenthema wie es U2-Gitarrist The Edge nicht besser hinbekommen hätte. Und natürlich spielte auch bei diesem Album wieder eine Schultafel eine gewichtige Rolle.

Wer bei „Himmel auf“ eine zuckersüße Pärchenplatte mit Rosenduft und Romantik-Overkill erwartet hat, irrt. „Himmel auf“ rockt! Allein das gleichnamige Titelstück eignet sich hervorragend als Hymne und besitzt feinste produktionstechnische Details, raffinierte Programmings und ungewöhnliche Chöre. Überhaupt überraschen Silbermond mit einer vielschichtigen Produktion und ungewöhnlichen Arrangements, wenn etwa in „Es geht weiter“ am Ende das Schlagzeug noch einmal anzieht und … mehr sei hier nicht verraten. Nur so viel: „Himmel auf“ besitzt in jeder Hinsicht internationales Format.

Damit schließt sich der Kreis einer spannenden Reise mit einem Happy End wie es Hollywood nicht besser hinbekommen hätte. Die anfängliche Frustration über stereotype Mechanismen, die eigene Bequemlichkeiten und eigefahrene Routinen haben Silbermond mit Kreativität ausgekontert. „Es war anfangs extrem deprimierend“, sagt Thomas Stolle. „Es tat weh, am Anfang alles zu löschen und noch einmal ganz von vorne zu beginnen. Wir haben mit diesem Album unsere frustrierendsten Momente erlebt, aber auch unsere schönsten. Wir haben buchstäblich bei null angefangen.
Denn es ging darum Silbermond 2012 zu zeigen.“ Stefanie Kloß, Thomas Stolle, Johannes Stolle und Andreas Nowak haben es geschafft. „Himmel auf“ ist ihr klingender Beweis. „Alles was anders ist, ist gut“, sagt Billy Murray. „Bleibt alles anders“, sagt Grönemeyer. „Himmel auf“ ist anders, sagen Silbermond. Und es gibt darauf viel zu entdecken.

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