Jim Butcher schafft es immer wieder mich mit seiner Figur Harry Dresden zum schmunzeln zu bringen und dieser Band ist darin keine Ausnahme.
Mir gefällt die Art aus Harrys Sicht zu schreiben und ich mag auch Harrys sehr ehrliche Kommentare, die so am Rande mit einfließen ;-)
Für alle Neulinge, solltet ihr Interesse an Harry Dresden haben, dann fangt mit dem ersten Band "Sturmnacht "an. Wie in den meisten Serien ist die Hauptgeschichte in sich (mehr oder weniger) abgeschlossen, dennoch gibt es das ganze drumherum, das man wissen sollte um die Figuren besser zu verstehen.
In Silberlinge trifft Harry endlich wieder auf seine große Liebe Susan und während mir diese Liebe sonst immer ein wenig zu kitschig war, hatte es jetzt was sehr interessantes (selbst die sehr kurze Erotik war interessanter :-)). Während wir hier auch wieder auf Michael und dazu auch den anderen Rittern vom Kreuz treffen, bedaure ich es auf die Alphas verzichten zu müssen, die durch ihre Jugend immer etwas Frische in die Geschichten brachte.
Wir treffen auf alte Feinde und erhalten auch einen, interessanten Charakter als neuen Feind, freut Euch auf Nikodemus und seine Schar mit den Silberlingen.
Die Grundstory ist relativ einfach, das Turiner Grabtuch wird gestohlen, Harry wird von einem Priester des Vatikans engagiert es zu finden und kommt dabei dahinter, dass es mal wieder nicht so ist, wie es scheint.
Dazwischen stellt er sich mal so fast nebenbei einem erfahrenen Kriegsherrn vom "Roten Hof" zum Duell und versucht wie immer seinen Arsch zu retten, auch wenn alles getan wird um das zu verhindern, da ja mal wieder die Menschheit in Gefahr ist.
Es ist der übliche und sehr spannende Dresden Ablauf und es kommt keinen Moment Langeweile auf.
Leider kam mir diesmal Karrin Murphy und auch Bob, ein wenig zu kurz aber ich mochte das "Archiv" und auch ihren Leibwächter Kincaid.
Wir erfahren etwas mehr über die Ritter des Kreuz, Gentleman Marcone und auch ein wenig über Charity.
Harry ist immer noch der Typ, der manchmal seine Klappe halten sollte und der es sich zugesteht, dass er gerne hübsche Mädchen ansieht. Er ist ja auch nur ein Mann, verklagen Sie mich ;-)
Sehr positiv empfand ich in diesem Buch, dass auf das ständige "Yeah" der anderen Bände verzichtet wurde.
Wie seine Vorgänger macht das Buch Lust auf mehr und ich kann es guten Gewissens an alle Dresden Liebhaber weiterempfehlen. Gute Unterhaltung mit genug Action.