Auf der Homepage von Wolfgang Hohlbein wird "Silberhorn" als ein neuer Band der "Märchenmond"-Reihe angepriesen. Tatsächlich hat dieser neue Roman jedoch wenig mit "Märchenmond" zu tun.
Der erste Unterschied ist der, dass Samiha, die Hauptperson, nicht auf Dauer nach Märchenmond gelangt. Bei den anderen Bänden war es so, dass die Hauptperson spätestens ab dem dritten Kapitel nach Märchenmond gelangte. Das Wort Märchenmond fällt während des gesamten Romans nicht, einzig die Steppenreiter, der Zauberer Themistokles sowie die gläserne Stadt finden Erwähnung.
Doch worum geht es dann in "Silberhorn"? Es handelt sich dabei um einen gekonnten Phantastik-Roman, der endlich wieder in Gemeinschaftsarbeit von Wolfgang und Heike Hohlbein entstanden ist.
Samiha, die sich Autoritäten nicht unterordnen kann und so schon von sämtlichen Schulen geflogen ist. "Unicorn Heights" soll ihre letzte Chance sein. Sie findet dort zum ersten Mal in ihrem Leben Freunde, die Geschwister Tom und Angie. Nach einer kurzen Trotzphase hat sie sich eingewöhnt, allerdings wird sie plötzlich von seltsamen Kreaturen angegriffen. Da sie ihr verwüstetes Zimmer nicht erklären kann und es noch zu weiteren Zwischenfällen kommt, gerät Samiha immer weiter in Bedrängnis, bis ein Schulverweis droht. Allerdings darf sie auf keinen Fall die Schule verlassen, muss sie doch das Einhorn Silberhorn vor einer unbekannten Gefahr beschützen.
Alle Fans von Wolfgang und Heike Hohlbein kommen hier voll auf ihre Kosten. Nicht nur, dass sie wie immer gekonnt die wirkliche Welt mit einer phantastischen Welt überlagern, und das oft übergangslos, der Roman versprüht mehr Humor als alle ihre Romane zuvor. Das Cover ist ebenfalls sehr schön geworden. Wer sich nicht am etwas unverständlichen, hohlbeinschen Ende stört, wird in den vollen Genuss des Romans kommen.