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Silbergrau. Blutige Spiele.
 
 
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Silbergrau. Blutige Spiele. [Taschenbuch]

Tom Wolf
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 245 Seiten
  • Verlag: berlin.krimi im be.bra verlag; Auflage: 1., Aufl. (1. Januar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3898090280
  • ISBN-13: 978-3898090285
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 211.191 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Friedrich II., mit Österreich im zermürbenden Krieg um Schlesien, sinnt auf Erholung und Zerstreuung. Auf die in Berlin gerade fertig gestellte Oper angesprochen, verdüstert sich jedoch der Gesichtsausdruck des Königs. Die Balletttruppe hat wegen Unbotmäßigkeit im Betragen entlassen werden müssen. Und jetzt kommt auch noch Voltaire zu Besuch, den er an seinen Hof binden möchte. Mit verkleideten Bürgerstöchtern, deren Ballettkünste gleich null sind, will man sich behelfen: Porca Miseria! Der Vorschlag des aufgeweckten Zweiten Hofküchenmeisters Honor Langustier, die in Paris, Dublin und London erfolgreiche Tänzerin Barbera Campioni zu engagieren, findet begeisterte Zustimmung. Ausgestattet mit allen Vollmachten eines Königlichen Spezialagenten in Opernfragen, fährt Langustier nach Venedig und findet eine bildhübsche, jedoch zu Tode verängstigte Frau vor. Dennoch liefert er die bedrohte Diva wohlbehalten in Berlin ab, doch als Pepperino, der Lieblingskastrat des Königs, auf offener Bühn e blutüberströmt zusammenbricht, verdüstert sich der Balletthimmel in Friedrichs Feenpalast: Die Barbera weigert sich, weiter aufzutreten, bis das Phantom der Oper entlarvt ist. Nur Honor Langustier vermag Berlins Opernglück wiederherzustellen...

Über den Autor

Tom Wolf, geboren 1964 in Bad Homburg, Studium der Neueren Deutschen Literatur, Älteren Deutschen Sprache und Literatur sowie der Philosophie (1999 Dr. phil.). Arbeitete von 2000-2001 als Lektor bei der Edition Vincent Klink in Stuttgart und redigierte die literarisch-kulinarische Vierteljahresschrift "Häuptling Eigener Herd". Er veröffentlichte zahlreiche Beiträge in Anthologien, Zeitschriften und Zeitungen und verfasste wissenschaftliche Bücher (u.a.: Pustkuchen und Goethe. Die Streitschrift als produktives Verwirrspiel. Tübingen, 1999; Brüder, Geister und Fossilien. Eduard Mörikes Erfahrungen der Umwelt, Tübingen, 2001). Als Krimiautor wurde Tom Wolf mit dem Berliner Literaturpreis "Krimifuchs 2005" ausgezeichnet.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Silber 10. März 2009
Format:Taschenbuch
Silbergrau
Der Autor ist Bogenschütze. Hat sogar mal einen Preis bekommen, das hab ich auf der Homepage gelesen. Nur recht, dass in dem Buch das Bogenschießen die Hauptrolle spielt. Und der Grüne Bogenschütze von Edgar Wallace ist nicht die Spur lustig dagegen. Vom Bogenschießen verstand der nichts. Auch John Dickson Carr übrigens nicht (wie sein Toter im Tower deutlich zeigt). Bei Silbergrau ist alles da: Komik, Oper, aber auch jede Menge Blut. Venedig: Der Doge ist unbeschreiblich gut gelungen und der kleine eingebaute Briefroman, sprachlich und kompositorisch eine Wucht. Wer hier zögert, ist unsportlich: Das Ding ist im Kill, ein Volltreffer! Unter uns Bogenschützen gesagt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Große Oper! 10. April 2009
Von Earl Grey
Format:Taschenbuch
Es beginnt harmlos bei schönstem Sommerwetter in Potsdam: Ein dicker Küchenmeister schleppt, von Stechmücken geplagt, allerhand Speisen auf einen Weinbergshügel. Nebenbei liest er einen kleinen Liebesbrief, den ihm eine reisende, gelehrte und schöne Dame geschickt hat. In kleinen Schritten wird die Szene erweitert, und es dauert nicht lange, und Friedrich II., König in Preußen, sitzt höchstpersönlich mit Freunden beim "Pickernick" ... genau da, wo dann ein paar Jahre später Sanssouci, sein Bungalow im Grünen, stehen wird. Fast ohne, dass die LeserInnen es bemerken, weil sie von einer Speiseliste abgelenkt sind, die zum Zusammenbrechen fulminant ist, wird die weitere Handlung angesponnen. Der König berichtet, dass die neue Balletttänzerin Barbera, die in Berlin die neue Oper bereichern soll, nicht spurt. Wie er es tut, signalisiert jedem, der hier 0-8-15-Historien-Schmock erwartet/befürchtet, dass er einen Gang höher schalten muss/darf: Doch hat sich die Ballerine in Paris zuletzt reichlich widerspenstig gezeiget und ist mit einem Schotten in ihre Heimatstadt Venedig durchgebrannt. ... Seindt das nicht spaßig, wenn die Opera zu spielen beginnet, noch bevor man die Balletteuse im Hause hat?" Das ist grandios! Und entspricht exakt dem Königsdeutsch, das der Briefwechsel Friedrichs II. mit seinem Kammerier Fredersdorff dokumentiert. Wenn soviel Akuratesse und Komik (Langustier erfindet u.a. eine Wurstkreation, die jeder Berliner kennen dürfte ... und ein beim Picknick Eingenickter wird im alles wegspülenden Gewitter zurückgelassen) schon im ersten Kapitel stecken, dann geht man in die Knie, bei dem was folgt: Die Eröffnung der Oper im Beisein Voltaires wird zu einem Erlebnis, für das allein 9,80 gerechtfertigt wären. Ob man es will oder nicht, bekommt man eine komplette Venedigreise (der Autor muss dagewesen sein, und nicht nur einmal!) samt Spielcasinobesuch, Alchemistenvorführung, Einführung ins Bogenschießen, und ... jede Menge Küchenlatein. Laut FAZ hatte der Autor damals einen Sternekoch zum Freund; der wird selbst mit den Ohren geschlackert haben, was da alles aufs Tapet kommt. Honoré Langustier ist ein Küchenchef, dem selbst Amy Myers Auguste Didier nicht das Wasser reichen kann. Der kocht wirklich! Und nutzt freilich die Gelegenheit, die venezianische Küche kennenzulernen. Wer das gelesen hat, will allein des Essens wegen sofort nach Venedig aufbrechen! Und vor allem ... will er gleich den nächsten Langustier-Roman verschlingen. Garantiert! (Ach ja, fast hätte ich es vergessen: Der Mord ist wortwörtlich "blutig", und die Arbeit des Detektivkochs steht der des Kochdetektivs in nichts nach. Selbst wenn man sich wundert, dass eine historische Figur ... ach, nichts weiter verraten ...)
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