Meisterhaft.
Jedes Lied nimmt sich die Zeit, die es braucht. "Kosmetik" schleicht sich in aller Ruhe an, lässt zwischendurch eine hübsche Melodie aufspielen und bricht dann in eine lang anhaltende Bekenntnisorgie aus, wie schön es doch wäre, das Glück dieser Erde zu sein.
Menschen tanzen um Waschmaschinen, verlieren ihr Herz an einen farbigen Spot, freuen sich über Mini-Computer als Gratisbeilage, Gehirne verlieren die Kraft zum Gehen, und bei den jungen Therapeuten wird sich bald die Arbeit häufen!
Das Schlagzeug klopft akkurat vor sich hin, Gitarre und Keyboard mischen sich mit teils hübschen, teils dissonanten Klängen ein, Joachim Witt erzählt, haucht, beschwört, beschwichtigt, bettelt und fleht - fertig ist das einzigartige Klanggebräu.
Man muss es gehört haben. Eine von sehr wenigen Platten aus der damaligen Zeit, die in meinen Augen auch heute noch Bestand haben!