Ich habe den Vorgänger praktisch seit Erscheinen im Einsatz gehabt. Wenn man 12 mm Brennweite an Vollformat perspektivkorrigiert (also nicht als Fisheye) verwenden möchte, gibt es ohnehin keine Alternative zu Sigma, alle anderen beginnen erst ab 14mm.
Das Objektiv unterscheidet sich vom Vorgänger positiv wie negativ:
+ deutlich bessere Schärfe vor allem in den Ecken. Das Objektiv ist bei Offenblende in den Ecken schärfer als das alte bei Blende 11.
+ deutlich bessere Farbzeichnung, das alte war gelblich, vor allem in der Mitte
+ bessere Verarbeitung
- Verzeichnung stärker als beim alten Objektiv (tonnenförmig, das alte hatte fast keine)
- Chromatische Aberrationen sichtbar, aber vor allem für die Brennweite ok.
Die Fehler des neuen lassen sich in Lightroom gut korrigieren, das Objektiv ist also professionell zu verwenden (was ich mit dem alten allerdings auch getan habe).
Die Vignettierung ist naturgemäß stark, man sollte also abblenden.
Wer keine Vollformat hat und auch nicht kaufen möchte, sollte sich das 8-16mm ansehen, das von der Qualität vergleichbar ist und den gleichen Bildwinkel an einer APS-C liefert ebenfalls alternativlos).
Einem Anfänger ist eher abzuraten, mit einer so extremen Brennweite zu arbeiten, denn man muss mit einem so riesigen Bildwinkel umgehen können, um von der Ergebnissen nicht entäuscht zu werden. Wer allerdings 17-200mm abgedeckt hat und weiß, was er damit machen möchte, der erhält ein gutes Objektiv zu einem vernünftigen Preis.