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Ein paar Worte, zwei Klavierakkorde, ein feinfühlig-geheimnisvoller Kontrabass genügen. Sie zaubern jene Stimmung hervor, die sich eben auch durch einen Liebesseufzer Luft machen kann. Natürlich ist da nicht zuletzt die Stimme der Sängerin. Für manche Balladen fehlt ihr vielleicht noch das große, selbst gelebte Leiden; nicht aber die Leidenschaft. Lisa Bassenges Gesang ist klar, geschmeidig und experimentierfreudig. Bereits auf ihrem Debütalbum hatte sie Madonnas "Like A Virgin" in eine zarte, wunderbar komplexe Ballade verwandelt. Jetzt hat sie sich mit ihren Begleitern außer Jazz-Standards weitere Pop-Titel vorgenommen, um sie zu dekonstruieren. Das Trio ist weit davon entfernt, Songs einfach zu covern; Jazz-Standards leuchtet es völlig neu aus, Popsongs übersetzt es ins Jazzidiom. Dabei entstehen Neuschöpfungen, die das Original manchmal sogar übertreffen.
Rio Reisers "Junimond", Tom Waits' "Ol' 55" oder "Shake The Disease" von Depeche Mode sind einfallsreiche, empfindsame Nachdichtungen, die allerdings auch Bruchstellen entdecken. Zum Beispiel verzichtet das Lisa Bassenge Trio bei "Shake The Disease" auf die gepflegte britische Langeweile, die die Arrangements der 80er-Jahre-Kultband umwehte. Dem Lied tut das gut, dem Trio ebenso. Es pflegt sein eigenes Lebensgefühl, und das hat mit zerebralem Jazz nichts zu tun. --Roman Rhode
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
5) Just a kiss away...,
Von Buster K. "meine_Meinung" (Freiburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: A Sigh, A Song (Audio CD)
Seien wir ehrlich, Empfehlung ist nicht gleich Empfehlung: Wenn einem die kleine Schwester etwas von der neuen CD der süssen Jungs von XY vorschwärmt, wer rennt da schon spornstreichs in den CD-Laden? Und wenn der Klassenlehrer einem den neuen Roman von YZ an Herz legt, weil dort "die soziale Kälte einer ganzen Generation eingefangen ist ", bestellt man das gute Stück bestimmt nicht am selben Tag. Und auch nicht am folgenden. Warum solltet ihr also auf mich hören, wenn ich euch sage: Die neue CD von Lisa Bassenge und ihren Begleitern Andreas Schmidt am Piano und dem Bassisten Paul Kleber (ergänzt um von Track zu Track wechselnden Gastmusikern) macht einfach nur Spass. Dabei war ich zunächst skeptisch: Ein Album voll angejazzter Coverversionen bekannter Popsongs, da blinken sonst alle Warnlichter im 4/4-Takt. Aber, sie haben, wie Paul Kleber in einem Interview sagte, die Songs tatsächlich "regelrecht zerlegt und neu zusammengesetzt". Ob Kylie Minogues "Can t get you out of my head", "Blue suede shoes" von Carl Perkins oder gar Rio Reisers "Junimond", alles klingt neu und doch seltsam vertraut. Ich muss sagen: Respekt! Und Danke für eine musikalische Überraschung der angenehmen Sorte.Also, warum solltet ihr ausgerechnet auf mich hören? Nun, ganz einfach: Weil ihr sonst vielleicht DIE Entdeckung dieses Herbstes verpassen würdet... Anspieltipps: Blue suede shoes, My guy, Junimond Nachsatz: Wer sich in die Stimme von Lisa verliebt hat, aber es musikalischer etwas schneller mag, dem sei das Album von Micatone "ninesongs" aus dem Jahre 2001 an s Herz gelegt. Drum n bass und... diese Stimme Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Überraschend jazzig und allererste Sahne !,
Rezension bezieht sich auf: A Sigh, A Song (Audio CD)
Die reduzierten Stücke des Lisa Bassenge Trios, die auf all die glamourösen Effekte verzichtet, die Pop zu Pop machen, eignen sich genauso für die Hotelbar wie für das heimische Wohnzimmer an einem ruhigen Abend. Gelassen, lässig und mit einer gewissen Coolness präsentieren die drei Musiker 16 Songs, die eigentlich bislang nicht zu den Standards für die Jazz-Interpretation gehörten. Ihre Auswahl hat das Lisa Bassenge Trio aus so einem weiten Feld geschöpft, so dass sicherlich nur wenigen Hörern alle Originale ein Begriff sein werden. Außer Kylie Minogues Disco-Megahit, den Lisa Bassenge als melodiöse Ballade in ein ganz neues Gewand kleidet, kommen unter anderem Hits von Elvis Presley, Joni Mitchell und Tom Waits zu neuen Ehren. ‚Are You Lonesome Tonight' verwandelt sich mit dem Einsatz eines Streicher-Ensembles zu einer romantischen Mondschein-Ballade, Joni Mitchells ‚Blue' verliert auch mit dem Vibraphon interpretiert nicht an ursprünglichem Charme und die Neuinterpretation von Tom Waits ‚Ol' 55' gehört zweifelsfrei zu den Highlights des Albums. Besonders interessant wird die Songauswahl des Trios, wenn sich die Musiker an Songs wagen, die eigentlich nicht aufgrund des Gesangs zu Popklassikern wurden. Depeche Modes ‚Shake The Disease' beweist sich plötzlich als melodiöses Stück, das auch ohne Synthie-Effekte Ohrwurm- Charakter entwickelt. Den leider etwas zweifelhaften Abschluss von ‚A Sigh A Song' bildet Lisa Bassenges Version des Stückes ‚Junimond': Hinter dem Charme und der Energie der Originalversion von Rio Reiser bleibt die Coverversion leider weit zurück - so richtig mag sich der Song nicht in die Hände des Lisa Bassenge Trios fügen. Was bleibt, ist ein angenehm leichtes Jazz-Album, das nicht langweilt, aber auch mit aufregenden Ideen sehr sparsam umgeht ! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wunderbar!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: A Sigh, A Song (Audio CD)
In Insiderkreisen wird sie schon länger als Geheimtipp gehandelt: die Berliner Sängerin Lisa Bassenge. Zu recht. Lisa Bassenge singt Songs der Musiker, mit denen sie aufgewachsen ist: Elvis, Depeche Mode, Tom Waits, Kylie Minogue oder Rio Reiser. Aber was macht sie nur daraus! Harmonien und Melodielinien behält sie bei, allerdings in Arrangements, die gegen den Strich gebügelt sind und in wunderbar jazziger Weise daherkommen. Man fühlt sich beim Hören in einen Nachtklub versetzt, wo eine gepflegte kleine Band gefühlvoll Jazzballaden und Songs vorträgt. Hervorragende Begleitmusiker - neben dem wunderbar einfühlsamen Pianist Andreas Schmidt und Bassisten Paul Kleber sind auch mehrere Gastmusiker zu hören - runden den guten Höreindruck ab. Eine wunderbare CD, die die Höchstwertung verdient.
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