Kölner Stadt-Anzeiger, 9. April 2002
Titel, März 2002
Das Syndikat, März 2003
Die Zeit, 31/2002
Tobias Gohlis
Kurzbeschreibung
So oder so ähnlich beginnen viele der Tagebucheinträge in diesem Buch.
Die Protagonistinnen sind Frauen im besten Alter, weder materiell noch intellektuell bedürftig, mit gutbürgerlichem Hintergrund - und verdienen ihr Geld meist liegend.
Als Callgirl, Erotikmasseurin, manchmal auch aushilfsweise als Telefondame für eine Begleitagentur (in diesem letzten Fall wäre die Position bei der Bargeldbeschaffung dann mit "meist sitzend und/oder die Wände hochgehend" besser beschrieben).
Die vier nehmen die Schrullen ihrer Kunden und Kolleginnen sowie die täglichen kleinen Pannen mit Humor und unerschütterlicher Ruhe hin.
Ein bisschen Wienerisches Herumgranteln oder ein Hauch weibliches Zicken wird ja wohl noch erlaubt sein!
Ab und zu einer lästigen Konkurrentin eins auszuwischen (und wenn man sie dazu lecken muss!) gehört genauso dazu, wie ein gelegentliches Herborgen des Slips, den man gerade trägt, wenn der zufällig die richtige Farbe hat.
Subtile Rache an einem großmäuligen Kunden kann ebenso spannend sein wie einmal den Mann mit dem legendären Geldkoffer zu treffen - wobei zweiteres bittere Selbsterkenntnis bringt.
Wenn Betti gerade mal wieder mit einer Schramme auf ihrem weichen Herzen davonkommt, Donna einen neuen Rekord aufstellt oder Mizzi ein unvergessliches Erlebnis mit ihrem Geburtstagsgeschenk hat, dann kommt Schmunzeln auf, Schadenfreude oder ein Hauch Wehmut.
Dass sich auch Geschäftsführer von Großmärkten wie Nutten verhalten können, dass Hochmut nicht immer vor dem Fall kommt und viele andere Weisheiten für den Hausgebrauch kann man hier finden.
Dass auch Samariterdienste wie das gemeinsame Vernichten von Feind Alkohol mit einem entzugswilligen Kunden zum Anforderungsprofil gehören können, warum man mit manchen Männern nicht duschen gehen sollte und dass es manchmal sinnvoll wäre, Hundeleckerlis eingesteckt zu haben, das alles kann man aus den Erfahrungen der vier lernen.
Ein bisschen über die Beziehungen der Girls untereinander und zu ihren Liebsten, über ungewöhnliche Liebesaffären und "ganz normalen" Ehealltag - kurzerhand ein vielschichtiger und authentischer Einblick ins Leben von vier Frauen, die dem Büroalltag den Rücken gekehrt - und sich auf selbigen gelegt haben.
Der Verlag über das Buch
Dem derzeit erfolgreichsten deutschsprachigen Krimiautor Jacques Berndorf widmet sich der erste Band der neuen Reihe KrimiKritik des NordPark Verlages.
Wer Siggi Baumeister ist, wissen deutschsprachige Krimifans seit langem; die Hauptfigur der erfolgreichen Eifel-Krimis ist Kult.
Wer aber ist dieser Jacques Berndorf, der Autor der Reihe, der mit bürgerlichem Namen Michael Preute heißt?
Alwin Ixfeld zeigt in seinem Portrait die wenig bekannte Seite des Kriminalschriftstellers, den alles andere als gradlinigen Weg vom Rundfunkreporter, Kriegsberichterstatter und weltreisenden Topjournalisten zum Eifel-Krimi-Guru.
Gisela Lehmer-Kerkloh führt in einer tour d’horizon durch Jacques Berndorfs Bücher, und Thomas Przybilka dokumentiert in einer umfangreichen Auswahlbibliographie der Sekundärliteratur die große publizistische Resonanz auf ein außergewöhnliches Werk.
Über den Autor
Gisela Lehmer-Kerkloh
ist Rezensentin von Kriminalliteratur und Mitglied bei den "Sister in Crime" sowie Amigo im "Syndikat".
Alwin Ixfeld
ist Journalist mit theologischer Berufserfahrung. Seit Anfang der 90er Jahre mit Jacques Berndorf befreundet. Lebt als Eifeler in der Eifel. Schreibt und fotografiert für Tageszeitungen, Nachrichtendienste, Wochenblätter und touristische Fachpublikationen. Schreibt gelegentlich über Berndorf, manchmal auch mit ihm gemeinsam ("Der Bär", "Unsere kleine Welt").
Auszug aus Siggi Baumeister oder Eine Verfolgung quer durch die Eifel. Die Eifel- Krimis des Jacques Berndorf. von Thomas Przybilka, Gisela Lehmer-Kerkloh, Alwin Ixfeld. Copyright © 2002. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Vorwort zur Auswahlbibliographie der Sekundärliteratur zu den "Eifel-Krimis" und den Kriminalromanen von Michael Preute alias Jacques Berndorf
"Eifelkrimi-Guru", so jedenfalls hat ihn Rob Kieffer in der Wochenzeitung "Die Zeit" vom 24.1.1997 genannt [Rob Kieffer: Die mörderische Eifel. Im Land der Wacholderheiden und der Mischwälder geht es hoch her - Krimiautoren haben ihre Heimat als Schauplatz entdeckt. Die Zeit 52 (1997) 5 v. 24.1.1997].
Eifel-Sturm entsteht. Foto von Alwin Ixfeld "Eifelkrimi-Guru" Jacques Berndorf, oder Michael Preute - wie er mit bürgerlichem Namen heißt - gehört mit zu den meistpublizierten Kriminalschriftstellern Deutschlands. Und übrigens auch zu den Meistgelesenen (also nicht nur verkauften) - wie aus der Resonanz auf seine Eifel-Krimis aus Briefen an den Autor zu schließen ist. Seine "Eifel-Krimis", inzwischen zehn in Folge (zählt man "Der Bär" nicht hinzu), liegen bei einer Gesamtauflage von ungefähr 1,5 Millionen Exemplaren! Hinzu kommen noch vier Kriminalromane beziehungsweise Thriller, die unter dem Autorennamen Michael Preute erschienen sind. Der zehnte "Eifel-Krimi" wird rechtzeitig zum 65. Geburtstag des Autors vorliegen - "Eifel-Wasser" (September 2001).
Seine Sach- und Fachbücher (z.B. "Mord-Schmitt" oder "Deutschlands Kriminalfall Nr. 1 - Vera Brüne. Ein Justizirrtum?") nicht in diese Veröffentlichungsbilanz mit einbezogen, so dürfte die Gesamtauflage des Kriminalschriftstellers Berndorf/Preute zwei Millionen Exemplare oder mehr erreicht haben. So hoch die Auflage seiner Kriminalromane ist, so groß ist auch das Interesse am Kriminalschriftsteller Berndorf/Preute. Die vorliegende Auswahlbibliographie der Sekundärliteratur verzeichnet über 700 Quellen: Artikel, Interviews, Rezensionen und Kritiken, aber auch Hinweise und natürlich auch Erwähnungen des Autors in Texten zum (deutschen) Kriminalroman.
Mit Fug und Recht darf behauptet werden, daß Jacques Berndorf / Michael Preute zu den meist gelesenen - und somit geschätzten - und, im Hinblick auf diese Auswahlbibliographie, auch zu den meist rezepierten Kriminalschriftstellern der Bundesrepublik gehört.