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Produktinformation
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Irrational Games ist den meisten Spielern durch System Shock 2 bekannt, also einem reinen Singleplayer-Spiel. Wohl auch ein Grund dafür, warum T:V als erstes Tribes mit echtem Singleplayer-Part glänzen darf. Einerseits wird dem „Ich habe kein DSL, verdammt!"-Spieler das Tribes-Universum offline zur Verfügung gestellt, auf der anderen Seite dient der Singleplayer als Tutorial. Eine schöne Idee, wie ich finde.
Der Singleplayer wollte aber im höchsten Schwierigkeitsgrad gespielt werden, sonst geht es zu locker und leicht. Außerdem wechselt der spielbare Charakter häufig - mal eine Prinzessin, dann als Kind, nachfolgend als Tribe, dann...
So mancher Redakteur war ganz schrecklich überfordert und wollte doch nur ballern, war glatt intellektuell ans Limit gerutscht ... da wundert es nicht, wenn schon Spiele wie Tron 2.0 zum haarsträubenden Experiment werden. Nun denn - der Wechsel treibt die Geschichte an und hat mir persönlich gut gefallen. Man mag zu viele Wechsel haben, aber die Steuerung wechselt nicht. So kann man sich blind auf die gute eingängige Steuerung verlassen und locker-fruchtig die Geschichte mitverfolgen.
Die Limitation auf 4 Waffen gefällt mir sehr gut - bei UT2004 trägt man so viele Waffen umher, da kann man nur speziell konfigurieren, um nicht komplett den Spaß zu verlieren. Die Komplexität bei Tribes wird durch unterschiedliche Ausstattung gewährleistet. So kann man im leichten, mittleren oder schweren Panzer das Schlachtfeld unsicher machen. Aber aufgepasst - ein Spieler mit schwerem Panzer kann kein Fahrzeug steuern. Auch das Verhalten der Waffen ist ein wenig spezieller - die Minigun erhitzt in Dauerfeuer und die Treffsicherheit leidet. Aber bewegt man sich, so kühlt die Waffe besser aus und bliebt treffsicherer. Alleine das macht schon mehr Fun, als UT2004.
Dazu gibt es ein Jetpack (Spaß pur) und man kann durch die Level schliddern. Einfach die Leertaste gedrückt halten und wie ein Skifahrer an Geschwindigkeit gewinnen - klasse.
Die Grafik ist gut, aber die Engine kann deutlich mehr. Umso mehr verwundern die langen Ladezeiten, denn mit 1GB RAM sollte es schon schneller laden, das habe ich schon viel besser gesehen. Und bis das Game überhaupt startet, dauert es (bei mir) sehr lange. Man denkt fast, das Spiel sei abgeschmiert.
Überhaupt - die Installation war unter aller Kanone. Nach D:\Games\Tribes3 sollte es, aber installiert wurde nach D:\Games\Tribes Vengance. Immerhin wurde ein leerer Tribes3-Ordner angelegt. Das die Verknüpfungen auch ins Leere liefen, passte dann ins Bild. Eine weitere Installation bestätigte die mangelhafte Kenntnis von InstallShield - Sie wurde nicht abgeschlossen und hängte sich auf. Wer diesen Fehler hat - einfach probieren die Firewall während der Installation zu deaktivieren. Ich kenne InstallShield und weiß, was für eine Pein diese Software ist. Aber der Praktikant/Freelancer war wohl komplett überfordert und noch schlimmer - es wurde wohl nicht getestet.
T:V spielt sich sauber, aber da sollte man schon auch den einen oder anderen Patch erwarten. Aktuell ist 1.01, aber für Januar ist ein weiterer Patch angekündigt. Ich hoffe sehr darauf, denn der Unmut steigt bei der Community.
Für Offline-Spieler alles nicht so wild ... wobei ich schmerzlich eine Bot-Unterstützung in den Maps vermisse. Eine eigenartige Begründung habe ich gelesen, aber ich vermute schlicht, man war wohl überfordert? Dabei klappt es doch auch bei UT2004 - Onslaught. Die Spielmodi sind in T:V ähnlich gelagert und variieren geschickt. Schade!
Somit bleibt der Blick durchwachsen bis positiv. Wären Bots im Multiplayer vorhanden, dann würde ich UT2004 nur noch wegen Assault (z.B. AS-Confexia > genial) spielen. Der Singleplayer ist ganz brauchbar, aber recht einfach (man kommt nie in Not).
Da ich futuristische Egoshooter bevorzuge und nicht im virtuellen Vietnam oder 2.Weltkrieg herumtapsen will, kann ich dieses Spiel empfehlen. Die Wertungen der Magazine lagen bei ~75-80%.
Der nächste Kritikpunkt bezieht sich auf die Story: kaum zwei Level hintereinander steuert man ein und denselben Charakter. Noch dazu spielt die Handlung in der Gegenwart und Zukunft, so dass man sehr schnell den Überblick verliert und eigentlich nur noch darauf wartet, endlich weiterspielen zu dürfen. Da helfen auch die gut synchronisierten (englischsprachigen) Zwischensequenzen nichts mehr, zumal die Ladezeiten bei 512 MB sehr lang ausgefallen sind.
Alles in allem ein schöner Zeitvertreib bis "Halo 2" auf der Xbox erscheint, aber an Genregrößen wie "No one lives forever" kommt das Spiel nicht ganz heran-aber evtl. ja der Nachfolger?
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