Nachdem an unserem schon in die Jahre gekommenen Siemens VS8 Scharniere und Teleskoprohr-Halterungen gebrochen waren, war es Zeit für ein neues Gerät. In diesem Vergleich habe ich mir vergleichbare Miele und Bosch angesehen und auch mal ganz kurz das Thema: beutellose Geräte - also über Zentrifuge - angsehen, bin davon aber schnell wieder abgekommen. Hier waren mir die Hinweise auf unhygenische Entleerung etc. doch zu verbreitet.
Zurück zu dem Siemens Z6 (VSZ6). Aufgefallen war mir dieses Gerät in einem positiven Testbericht in der Stiftung Warentest (5/2010).
Dazu sei aber zu erwähnen, dass es bei Siemens aktuell 9 Modelle unter der Typbezeichnung Z6 gibt. D.h. hier sollte sehr genau die Modellbezeichnung verglichen werden um zu verhindern das ein scheinbares Schnäppchen am Ende ein Fehlkauf wird.
Meine Beurteilung bezieht sich auf den VSZ6XTRM11 mit Spezialdüse für Polster und für Hartböden.
Die Handhabung:
Ist gewohnt einfach, das Wechseln des Filters (hier wäre übrigens mehr als nur eine Filtertüte als Startkonfiguration wünschenswert gewesen), die Saugleistung wird durch einen zentralen Drehregler nach Piktogrammen (Teppich, Hartboden etc.) eingestellt. Dank des 13m langen Anschlußkabels kommt man auch in die hintersten Ecken des Hauses ohne ständig umstecken zu müssen und ein kraftvoller Kabelroller zieht diese auch gut und (noch) störungsfrei wieder ein. Lediglich der Übergang von Saugschlauch zu Teleskoprohr ist mir persönlich etwas zu voluminös geraten. Die Zusatzdüsen sind gut im Staubsauger verstaut und nicht mehr wir beim VS8 im Griff versteckt. Das Gerät lässt sich einfach manövrieren, kippt nicht, leidglich die Kabelaufrollautomatik kann schon mal in die entgegen gesetzte Richtung ziehen wenn versehentlich ausgelöst.
Die Saugleistunge:
Hier gibt es nichts auszusetzen - ausser vielleicht, dass die Regelung mit Bedacht gewählt werden sollte weil bei zu starker Einstellung auch schon mal kleinere Schäden entstehen können (Teppich löst sich vom Untergrund o.ä.).
Ergonomie allgemein:
Bei den ersten Einsätzen hatte ich das Gefühl, dass die Lautstärke zwar noch erträglich ist, aber ein hochfrequentes Pfeiffen - wie von einer Turbine - das Sauggeräusch noch überlagert. Dies scheint inzwischen verschwunden zu sein und somit ist es zwar kein "Leisesauger" aber von Frequenz und Stärke noch akzeptabel. Der Stromverbrauch ist im Vergleich zur Saugleistung (und im Vergleich zum Vorgänger der mit 200 Watt mehr, nicht nur altersbedingt, schwächer war) also sehr gut.