Manchmal, aber nur manchmal, kommt eine Album, die ganz neue Standards setzt. So wie Beatles "Sgt. Peppers", Bruce Springsteens "Born in the USA" oder die frühe Platten von Bob Dylan.
Siembra, von Willie Colon und Ruben Blades, gehört in diese Kategorie. Willie Colon, eine der besten Salsamusiker aus der Barrio in New York, und Ruben Blades, priviligierter Junge aus guten Hause in Panama machen zusammen musik - und die Funken fliegen.
Heute, 30 Jahren später, ist es klar, das die Lieder extrem Haltbar sind. Alleine der Lied "Pedro Navaja", inspiriert von Bert Brechts Lied von Mack the Knife, ist schlicht und einfach perfekt. (Und sehr, sehr witzig).
Das Lied "Plastico" ist, leider, immer noch aktuell. Hier geht es um jugendliche in Konsumrausch, rassismus, und entfremdung in Lateinamerika. Aber auch um die Träume von eine bessere Leben, eine tiefgründigere Leben, eine stoltze Lateinamerika - wo sonst hört man eine heisse Pop-lied, die klar sagt: Ihr müssen studieren, Ihr müssen die Ursachen finden und verstehen.
Und damit das nicht alles ernst wird - dann kommt eine Lied über das suchen von die perfekte Guayaba-frucht.
Siembra ist poesie, verdammt heisse Musik - und hat einige von die besten gesichten die jemals in Musik geschrieben wurde. Was will man mehr?
Ûbrigens - Willie Colon spielt immer noch. Ruben Blades wurde minister in Panama - nachdem er eine Handvoll fantastische Platten gemacht hat.
(Sorry für mein Deutsch - bin nicht Muttersprachler).