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Dann wird ihr Mann auch noch verdaechtigt, ein beruechtigter Serienkiller zu sein, der junge Frauen auf die brutalste Weise nieder metzelt und der sein Verschwinden nur vorgetaeuscht haben soll, um der Verhaftung zu entgehen. Alles scheint mit der Vergewaltigung der Schwester des Ehemannes vor 15 Jahren zu tun zu haben.Die Ehefrau zweifelt schon bald an ihrem Mann, mit dem sie immerhin 7 Jahre verheiratet ist und den sie genau zu kennen vorgibt.
Soetwas muesste jeden in den Wahnsinn treiben, doch die Ehefrau des Vermissten bleibt fuer mein Verstaendnis merkwuerdig unbeteiligt und viel zu cool. Man merkt nicht viel von Trauer oder tiefer Verzweiflung. Nein, sie spielt nebenbei Hobbydetektivin und nicht einmal als ihre Kinder in Gefahr geraten, zeigt sie allzu grosse Gefuehlsregungen. Jeder normale Mensch wuerde die Kinder nicht mehr aus den Augen lassen, aber nicht unsere Heldin, die bei der ersten sich bietenden Gelegenheit die Kinder bei einem Freund ablaed und ihre Nachforschungen betreibt. Ich weiss nicht....!
Die Polizisten,die das Haus ueberwachen, sind so dumm, dass sie nie mitbekommen, wenn etwas passiert, sei es ein Einbruch, ein Ueberfall auf die alte Nachbarin, ein "Entfuehrungsversuch der kleinen Tochter.Irgendwie parken die nur vor dem Haus oder lassen sich von der Heldin "abhaengen".
Damit einige Tatverdaechtige auf dem Plan erscheinen koennen, werden ein paar Nebenfiguren eingebaut, die hin und wieder mal auftauchen aber sonst keinen grossen Zweck erfuellen.
Das Ende dann so auf die Art "Bringen wir's schnell hinter uns". Der Moerder outet sich wieder mal selbst (der aufmerksame Leser kann diesen schon frueh erkennen)und muss im "Showdown" der Heldin natuerlich haarklein jedes Detail seiner genialen Verbrechen erklaeren, damit genug Zeit fuer den "einsamen Helden im Hintergrund" bleibt, sie zu retten. Ja und natuerlich wartet auch schon der naechste Mann auf das Maedl. Nee, ich weiss nicht. Alles ein bisschen zu glatt - so "...und wenn sie nicht gestorben sind...!"
Dennoch kann man sich - wenn man nicht zu anspruchsvoll ist - ein paar gemuetlich Stunden mit dem Buch machen, besonders wenn's draussen stuermt. Aber dann kann man es auch schnell wieder vergessen. "Im Falle meines Todes" hat mir besser gefallen
Dies ist wieder mal ein richtig spannendes Buch, das zwar von einem Vergewaltiger handelt, dem Leser aber unangenehme Einzelheiten erspart.
Man kann prima mitraten wer denn nun der Mörder sein könnte, weis aber nie ob man richtig liegt. Der aufmerksame Leser erhält zwar schon ab der Hälfte des Buches die ersten Hinweise, mir sind gewisse Zusammenhänge allerdings erst später bewußt geworden...
FAZIT: Absolut lesenswert. "Sieh mich nicht an" war mein erstes, aber sicherlich nicht mein letztes Buch von Carlene Thompson
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