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Siegen kann man später. Warum Tigermütter nicht erfolgreich sind
 
 
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Siegen kann man später. Warum Tigermütter nicht erfolgreich sind [Gebundene Ausgabe]

Monika Löhle
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
  • Verlag: Orell Füssli Verlag; Auflage: 1. (16. August 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3280054443
  • ISBN-13: 978-3280054444
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 145.894 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Amy Chuas «Tigermother» - der chinesische Schrecken disziplinierender Erziehung durch Drill, Demütigung oder Drohungen? Amy Chua traf einen Nerv und versetzte die westliche Welt in Aufruhr. Monika Löhle erklärt, warum. Die Autorin mehrerer Ratgeber für Kinder und Erwachsene befasst sich mit der von Amy Chua kritisierten westlichen Laisser-faire- Erziehung. Gleichzeitig kontrastiert sie die Auswirkungen von Drill und Disziplin auf die menschliche Psyche. Aber was ist besser: exzessives Fernsehen oder die Entwicklung eines musikalischen Talents? Monika Löhle plädiert für einen Erziehungsansatz, der sich an den Gefühlen und Bedürfnissen aller an der Erziehung Beteiligten orientiert und auf das Leben im Medienzeitalter vorbereitet.

Über den Autor

Monika Löhle unterrichtet Mathematik, Geografie und Psychologie am Gymnasium. In ihrer Funktion als Suchtpräventions- und Beratungslehrerin bekommt sie täglich Einblicke in schulische, erzieherische und psychische Probleme von Schülern und Eltern. Die Autorin mit den Interessenschwerpunkten Emotions- und Gehirnforschung, Gedächtnis- und Kommunikationstraining engagiert sich mit Seminaren, Vorträgen und Workshops an verschiedenen Bildungseinrichtungen. Die Mutter eines Sohnes hat bereits mehrere Sachbücher verfasst und lebt in Ravensburg.

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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von K. P.
Amy Chua ist mit Ihrer Methode zur Erziehung ihrer Kinder gescheitert. Dennoch hatte Sie den Mut, ihre Geschichte in einem Buch zu veröffentlichen. Jeder, der das Buch liest wird zu dem Schluss kommen, dass es besser ist, ihrem Erziehungsbeispiel nicht zu folgen.

Monika Löhle entblößt mit ihrem Gegenbuch die bereits von Amy Chua selbst offenbarten Schwächen noch intensiver. In einem flüssig zu lesenden, jedoch recht oberlehrerhaften Schreibstil attackiert sie den aus verschiedenen Gründen bemerkenswerten Bestseller von Amy Chua.

Amy Chua hat viel falsch gemacht! Aber sie führt einen für den Rezensenten neuen Begriff in die Diskussion ein: "'Circulus virtuosus'". Gemeint ist damit ein sich selbst verstärkender Kreislauf, sofern man durch Fleiß, harter Arbeit, Disziplin und Engagement Erfolge provoziert, die dann zu weiterem Engagement auf höherer Ebene motivieren.

Die im Folgenden zitierte Kritik von Monika Löhle an dem geschickt von Amy Chua gewählten Begriff entlarvt die analytischen Schwächen von Monika Löhle auf eine erschreckende Weise:

Das Zitat aus Löhles Buch dürfte für sich selbst sprechen:

"'Im deutschen Sprachgebrauch gibt es den Circulus virtuosus gar nicht. Vermutlich meint sie den Cuculus vitiosus, der aber einen Teufelskreislauf beschreibt: Ein System, das sich ständig selbst bestärkt und so seinen Zustand immer weiter verschlechtert. Ist hier ein lapsus linguae unterlaufen? Sie wollte doch nicht ihre eigene Erziehung als eine sich nach unten drehende Spirale bezeichnen. Es könnte auch ein Freudscher Versprecher sein, also eine sprachliche Fehlleistung, bei der man seine eigentliche Absicht Verbergen will, sie aber durch falsche Wortwahl peinlich aufdeckt.

Plausibel wäre es für mich, dass sie dieses Trimmen auf Erfolg als Perpetuum Mobile bezeichnen wollte und nur einfach den falschen Begriff wählte. Gemeint ist damit ein System, das, einmal in Gang gesetzt, ewig in Bewegung bleibt, ohne dass man weitere Energie zuführen muss. Allerdings ist in der Physik längst bewiesen, dass ein solches System, nach dem jahrhundertelang von den klügsten Köpfen geforscht und gefahndet wurde, auf der Erde nicht möglich ist, also niemals konstruiert werden kann. Genauso wenig gibt es für den Erfolg eines Menschen ein Perpetuum Mobile."

Die Unterstellungen Löhles sind völlig aus der Luft gegriffen. Amy Chuas Credo war doch nun eindeutig: Ohne permanentes Engagement, also dem sukzessiven Zuführen neuer Energie, wird die Meisterschaft nicht zu erreichen sein.

Monika Löhle scheint hier ein Opfer Ihrer Ausbildung als Mathematiklehrerin geworden zu sein. In der Mathematik ist es üblich, eine Behauptung in Form einer Gleichung aufzustellen. Diese wird dann solange vereinfacht, bis klar ersichtlich ist, ob die Gleichung stimmig ist oder nicht. Falls nicht, muss die ursprüngliche Behauptung falsch sein. Das Problem ist nur, dass im vorliegenden Fall die Behauptung nichts mit Amy Chua zu tun hat. Insofern sind die diesbezüglichen Schlüsse Monika Löhles auch nicht zulässig.

Löhles Buch konkludiert fünf Grundprinzipien der Erziehung: Liebe, Achtung, Kooperation, Struktur und Förderung. Nichts Neues also. Neu ist aber der Zusatz "Siegen kann man später". Warum dies so ist - immerhin auch der Titel des Buches - wird mit keinem Satz erwähnt. Der Volksmund weiß schon über Generationen: Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Das alte Prinzip <fördern durch fordern> wird durch Amy Chuas Circulus virtuosus um eine wichtige Facette ergänzt. Der Schüler braucht Erfolgserlebnisse, positives Feedback und Anerkennung der Leistung um jeden Tag aufs Neue zusätzliche Energie aufzubringen.

Auch wenn Chua es weit übertrieben hat und drastische Fehler eingestehen musste: Ihr Buch enthält viel Neues und Bedenkenswertes.

Löhles Buch bleibt jedoch sehr weit hinter den Erwartungen zurück. Ein reißerischer Titel sollte wohl im Fahrwasser einer Bestsellerautorin den eigenen Bekanntheitsgrad steigern. Amy Chua hat eine Diskussion angeregt. Das Gegenbuch Löhles kann da nicht mithalten. Zudem bleibt Monika Löhle die Erklärung ihres Buchtitels "Siegen kann man später" schuldig.
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2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Journey
Das Buch: "Siegen kann man später" ist eine spannend zu lesende Lektüre und ein prallgefülltes Kraftpaket an Argumenten gegen die beiden gefährlichen Extremerziehungsstile "Drill" und "Laissez-Faire". Mit Hilfe von pädagogischen, historischen und geographischen Gesichtspunkten werden verheerende Fehler in der östlichen und westlichen Erziehung pointiert beschrieben, analysiert und deren Folgen aufgezeigt. Soziale Zusammenhänge werden aufgezeigt und neueste Forschungs-Ergebnisse eingebunden. Erzieherische Exzesse der im Buch beschriebenen Art sollten mit allen Mitteln angeprangert und bekämpft werden, bevor es zu spät ist!
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehr gut analysiert 19. August 2011
Von Ramones9
Mich hat das Buch von Monika Löhle nachhaltig beeindruckt. Es ist fesselnd geschrieben und die Autorin spricht mir voll aus dem Herzen. Man spürt, dass hier eine Praktikerin aus Erfahrung schreibt. Es handelt sich nicht um einen Ratgeber, sondern um ein populäres Sachbuch, im besten Sinne des Wortes. Fachleute verschiedenster Richtungen kommen zu Wort.

Wie in den westlichen Ländern findet man in China ebenfalls entgegengesetzte Erziehungspraktiken, die teilweise durchaus auch bedenkenswert sind und nicht umsonst zu wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit und höherem Lebensstandard für breite Bevölkerungsschichten beigetragen haben.
China ist ein riesiges Land und gerade deswegen und trotz vieler Informationen und wirtschaftlicher Kontakte ist die Mentalität des Milliardenvolkes uns "Westlern" immer noch fremd. Durch die Informationen über die Geschichte und Sozialstruktur dort, versteht man extreme Erziehungsmethoden besser, natürlich ohne sie gutzuheißen.
Wir dürfen uns nicht behäbig zurücklehnen und müssen uns mit unseren eigenen hausgemachten Problemen befassen. Es ist so einfach, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Dabei sind die seelischen Verwüstungen, die bei unseren Kindern durch zu viel Nachsichtigkeit entstehen, nicht zu unterschätzen. Erst durch dieses Buch ist mir klar geworden, was eine geringschätzende Erziehung bedeutet und welche Folgen sie hat! Ich empfehle das aktuelle Buch sehr.
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