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Sieg der Operation Walküre: Alles wäre anders
 
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Sieg der Operation Walküre: Alles wäre anders [Broschiert]

Markus Reichardt
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Broschiert: 622 Seiten
  • Verlag: Edition Lempertz (2. Mai 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3939908762
  • ISBN-13: 978-3939908760
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 530.778 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Was wäre wenn das Attentat auf Hitler funktioniert hätte. Dieses Buch versucht diese delikate Frage zu beantworten, indem es die Kampfhandlungen, die Hintergründe und die politische Situation aus der Sicht Churchills, Stalins, Roosevelts und den neuen deutschen Machthabern erläutert und zugleich die militärische Situationen wie sie sich den Militärbefehlshabern Patton, Rommel, Montgomery und Marshall Zhukov darstellt, beschreibt.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Deutschen haben bisher zu wenig das Thema 'was waere gewesen wenn'genutzt um sich mit Ihrer Geschichte auseinanderzusetzen. Dieser super recherchierte Roman tut dies in spannender Weise. Er stellt die Frage, haetten sich die Deutschen allein vom Hakenkreuz befreien koennen. Der Autor kommt dabei zu der ueberraschenden Erkenntniss das wenn Stauffenberg Hitler am 20 Juli 1944 getoetet haette, das Dritte Reich relativ leicht zusammengestuertzt waere. Wie dies die Maenner des 20 Juli vor eine Reihe unbequemer Entscheidungen gestellt haette, und wie sie vielleicht als deutsche Patrioten damit fertiggeworden waeren, ist der Hauptteil diese Romans. Hier wird Geschichte lebendig.
Die Staerke des Autors liegt in seiner Faehigkeit sich in die Lage der historischen Persoehnlichkeiten hinneinzudenken und den einzelnen Persoehnlichkeiten durchaus gerecht zu werden. Nicht nur der Deutschen sondern auch der Allierten Staatsmaenner, Generaele und einfachen Soldaten sind lebhafte Teilnehmer dieser neuen Buehne. Man hat oft das Gefuehl, so war es wirklich. Dabei kommen auch klare politische Positionen zum Vorschein die der Erzaehlung jedoch nur mehr Tiefe geben. Alles in allem eine gut durchdachte, spannende Story die unterhaelt und trotzdem manchen nachdenklich stimmen sollte.
Einziges Problem ist das das Schriftbild etwas sehr klein ist. Aber insgesamt ist es lebendige Geschichte, realistisch und herausfordernd geschrieben.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Martin TOP 100 REZENSENT
Von Amazon bestätigter Kauf
Diese Alternativ-Geschichte ist für mich eine wirklich schwere Rezension, weil sich selten in einem Buch so viele gute wie auch negative Aspekte gegenüberstehen.

Markus Reichardt verändert an der Geschichte des Attentats vom 20. Juli vordergründig nur 2 Faktoren: Er lässt Stauffenberg auch die zweite, in der Realität ungenutzte, Sprengladung in die Aktentasche packen, wodurch Hitler erheblich schwerer verletzt wird und schließlich stirbt. Und er lässt Feldmarschall Rommel, der in der Realität kurz vor dem 20. Juli bei einem Tieffliegerangriff schwer verletzt wurde, diesen Angriff unverletzt überstehen. Hierdurch wird Rommel zum entscheidenden Unterstützer der Verschwörer.
Das alternative Szenario, dass Reichardt entwickelt, sieht nach dem Tod Hitlers die verblieben Führungsspitze des NS-Regimes kopflos agieren, wodurch es den Militärs möglich ist, ihre Machtposition zu festigen. Als einzelne Funktionsträger der SS aus Eigennutz zu den Verschwörern übertreten und sogar Himmler ermorden, bricht jeglicher Widerstand des alten Regimes zusammen. Mit Hilfe Rommels, der bei den Soldaten der Westalliierten großes Ansehen genießt, gelingt es im Westen einen planmäßigen Rückzug der deutschen Streitkräfte durchzuführen. Gleichzeitig werden die Rüstungsanstrengungen in Reich auf wenige Waffensysteme (u.a. dem Düsenjäger) konzentriert. Mit diesen Waffen und den freigesetzten Soldaten gelingt es der Wehrmacht eine letzte Offensive gegen die vorrückenden russischen Truppen zu starten und diese in Polen zu stoppen. Da sich gleichzeitig der Gegensatz zwischen Stalin und Churchill verstärkt setzt die neue deutsche Regierung darauf, Deutschland und Polen von den Westalliierten besetzten zu lassen, um so den sowjetischen Einfluss auf das Nachkriegseuropa zu begrenzen. Mit dem Tode Roosevelts gelingt diese Politik, da der neue Präsident Truman Stalin ebenfalls sehr skeptisch gegenübersteht.
Reichardts Buch ist wirklich gut geschrieben. Eine spannende Lektüre, die unterhält und zum Nachdenken anregt. Viele Fakten und Entwicklungen deutet er sicher richtig, so z.B. dass die SS-Führung unter Himmler durchaus vorab Kenntnis von den Attentatsplänen hatte und diese aus eigenem Machtinteresse nicht blockierte. Soweit eine gute Alternativ-Geschichte, die man empfehlen kann.

Doch einige Aspekte sind aus meiner Sicht sehr störend. Das von Reichardt aufgestellte Szenario ist sehr militärlastig. Es erinnert fast ein bisschen an die NS-Propaganda der letzten Kriegszeit, dass mit Wunderwaffen und dem bedingungslosen Einsatz der Wehrmacht gegen die Sowjets die Alliierten auseinander dividiert werden können. Das hat in der Realität nicht funktioniert und auch in einer Fiktion ist der Gedanke, dass sich die seit vielen Jahren gemeinsam kämpfenden Alliierten durch eine neue deutsche Regierung so leicht auseinander brechen lassen, bei allen bestehenden Gegensätzen, nicht glaubhaft. Der unbedingte und unkritische Glaube Reichardt an eine militärische Lösung ist nicht überzeugend.

Was mir jedoch wirklich sehr aufgestoßen ist, war, dass Reichardt in seinem über 600 Seiten starken Wälzer ca. 10 Seiten auf den Holocaust und die Naziverbrechen in den Lagern verwendet. Keine einzige Szene spielt in Auschwitz oder einem anderen Lager. Pflichtschuldigste Betroffenheit der neuen deutschen Führung und dann geht es weiter zur politischen Tagesordnung. Besonders unangenehm, die Aussage, dass man das so nicht gewusst habe. Das ist nicht nur nachweislich falsch, da sich viele Verschwörer in ihren Verteidigungsreden vor dem Volksgerichtshof ausdrücklich auf die Morde im Osten bezogen. Letztlich wird hier die alte Nachkriegsmär wiedergegeben, dass der Völkermord nur von einer kleinen Clique innerhalb der SS und sehr konspirativ ausgeführt wurde. Dies ist jedoch durch die historische Forschung seit langem widerlegt worden. Hier verkennt Reichardt auch die Wirkung, die die Vernichtungslager auf die Alliierten hatten. Spätestens nach der Befreiung von Bergen-Belsen und Auschwitz war für die alliierten Soldaten der Krieg endgültig zu einem Kreuzzug geworden, welcher Separatfrieden oder gar Kooperation mit den Deutschen unmöglich machte.
Das Reichardts Buch in einem vorsichtig ausgedrückt sehr konservativen" Verlag erschienen ist, der in meiner Ausgabe auf den letzten Buchseiten auch ausgerechnet noch für Bücher über die Waffen-SS wirbt, macht das Ganze dann wirklich anrüchig.

Fazit: Wirklich gut geschrieben und spannend, aber mit sehr bedenklichen politischen Aussagen und weit vom aktuellen Forschungsstand zur Geschichte des Widerstands und zur NS-Zeit allgemein entfernt. Deswegen von mir nur mit Bedenken 3 Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Was wäre, wenn... 12. Oktober 2011
Es ist definitiv keine Lektüre, die man mal eben so vor dem Zubettgehen lesen kann. Was der Autor Markus Reichardt hier beschreibt ist eine "Was wäre wenn - Geschichte" auf sehr hohem Niveau. Was wäre, wenn das Stauffenberg-Attentat am 20. Juli funktioniert hätte? Über diese Frage haben bestimmt schon sehr viele Menschen philosophiert. Was wäre, wenn... ist ja ein sehr beliebtes "Spiel". Reichardt spielt dieses vor einem gründlich recherchierten historischen Hintergrund. So erscheint seine Ansicht ziemlich realistisch und logisch. Ein spannendes Werk, um sich mit den Entwicklungen des Zweiten Weltkriegs auch über den deutschen Tellerrand hinaus zu beschäftigen. Und auch wenn das Attentat auf Hitler tatsächlich geglückt wäre, hätten die Deutschen doch offensichtlich vor einigen kniffligen Fragen gestanden. Unbedingt empfehlenswerte Leselektüre.
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