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5.0 von 5 Sternen
Rupert Sheldrake öffnet die Schatzkiste des Geistes, 7. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Siebte Sinn des Menschen (Gebundene Ausgabe)
Wer kennt es nicht, jenes eigenartige Gefühl im Nacken, wenn man sich in einem Café von hinten angestarrt fühlt. Dreht man sich daraufhin um, blickt man entweder in ein Augenpaar oder sieht, wie jemand schnell seinen Blick von einem wendet. Millionenfach spielt sich eine solche Szene täglich auf der Welt ab, doch es ist das Verdienst Sheldrakes, dieses alltägliche Phänomen wissenschaftlich und experimentell erforscht zu haben. Denkt man nur fünf Minuten darüber nach, was da bei dem Gefühl, von hinten angestarrt zu werden eigentlich vor sich geht, kommt man unweigerlich zu dem Schluss, dass unser Bewusstsein mitnichten auf unsere Hirnschale begrenzt ist. Die Universität Freiburg veröffentlichte jüngst im British Journal of Psychology eine Studie, die Sheldrakes Experimente bestätigen.
Aktuell verfügt der in London lebende Forscher in seiner Datenbank allein über 5600 verschiedene Fallgeschichten zum siebten Sinn bei Tieren und Menschen, und täglich kommen weitere aus aller Welt hinzu. Damit stellt der auf den Spuren Charles Darwins wandelnde Phänomenologe und Empiriker Sheldrake seine bahnbrechende Arbeit zur Natur des Bewusstseins auf eine erdrückende Datenbasis. Unter diesen bilden die schier unglaublichen Experimente mit dem telepathisch begabten und mit einem aktiven Wortschatz von rund 1000 Worten ausgestatteten, sprechenden Graupapagei „N'kisi" sicher den absoluten Höhepunkt. Hier werden Grenzen der Vorstellung durchbrochen und mit aller Deutlichkeit bezeugt, dass wir in einer Welt leben, die offensichtlich viel staunenswerter ist, als es uns der Biologieunterricht vermittelt hat.
Hart geht denn auch der 62jährige Forscher mit seiner Zunft ins Gericht. „Zu ignorieren, was Menschen konkret erlebt haben, ist nicht wissenschaftlich, sondern unwissenschaftlich. Die Wissenschaft basiert auf der empirischen Methode, das heißt auf Erfahrung und Beobachtung". Sein neues Buch ist eine Bestätigung für all jene, die sich bisher nicht getraut haben, über die Erfahrungen zu sprechen, die sie in diesem Bereich gemacht haben - sie sind alles andere als „para"-normal, sondern werden von Millionen Menschen auf der Welt täglich gemacht. Das Buch ist darüber hinaus eine regelrechte Schatzkiste zur Entdeckung eigener, nicht für möglich gehaltener Fähigkeiten durch selbst nachvollziehbare, kostengünstige Experimente. Würden die Lehrer unserer Kinder sich nur ein kleines Stück mit dieser Materie beschäftigen und den Mut besitzen, sich gemeinsam mit ihren Schülern auf den Weg zu machen, das riesige Neuland zu erforschen, was sich hier auftut, Schule würde endlich wieder richtig Spaß machen, auch den Lehrern!
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53 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Faszinierende Spekulation, 4. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Siebte Sinn des Menschen (Gebundene Ausgabe)
Der Biologe Rupert Sheldrake vertritt in diesem Buch die faszinierende These, dass "paranormale" Phänomene wie Telepathie und Präkognition angeborene biologische Sinnesfunktionen darstellen. Die physikalische Grundlage dieser "Sinne" seien die vom Autor schon länger propagierten "morphischen" Felder. Sheldrake versucht seine Thesen durch empirische Experimente mit Menschen und Tieren und deren statistischen Auswertung zu belegen. Natürlich ist es interessant, dass viele Menschen es wahrnehmen, dass sie von hinten angestarrt werden, und dieser Effekt auch statisch signifikant ist (also die Wahrscheinlichkeit, dass es Zufall ist, ziemlich klein ist). In der Beschreibung und Auswertung dieser und ähnlicher Experimente liegt die Stärke des Buches. Leider gelingt es dem Autor nicht, aus diesen Experimenten einen schlüssigen Zusammenhang mit den "morphischen" Feldern herzustellen. Um dies zu tun, müsste er aufzeigen, wie man die Existenz solcher - bisher unbekannter - Felder nachweisen könnte. Hierzu schweigt der Autor. Trotzdem, alles in allem ein faszinierendes Buch, das aufzeigt, dass wir längst noch nicht so viel wissen wie wir glauben, und es "da draußen" noch viel zu entdecken gibt. Man sollte halt nur aufpassen, Sheldrakes kreative Spekulationen nicht mit gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnis zu verwechseln. Dann macht die Lektüre seines Buches wirklich viel Spaß.
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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mystik und Wissenschaft sind Eins !, 13. Januar 2007
Die moderne Naturwissenschaft kann längst nicht alle Fragen beantworten. Ähnlich wie Ken Wilber oder Capra entwirft Sheldrake ein holistisches Verständnis unseres Kosmos. Es werden Konvergenzen östlicher Mystik und westlicher Wissenschaft offenbar. Sheldrake zeigt das es mehr Dinge zwischen Himmel und Erde gibt als unsere Schulweisheit erklärt. In der Natur und im Universum scheinen die Dinge zusammenzuhängen, nichts existiert unabhängig von der Gesamtheit. Ähnlich wie das "Tao der Physik" , "Das bewusste Universum" oder "Gottes geheime Gedanken" ein Muss für jeden freidenkenden naturwissenschaftlichen Geist. Danke u. Gruß !
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