Jonathan Tropper versucht uns in SIEBEN VERDAMMT LANGE TAGE gut zu unterhalten, indem er uns eine moderne und weltoffene jüdische Familie in den USA präsentiert. Vielleicht etwas zu weltoffen, vielleicht ein wenig zu chaotisch, vielleicht ein wenig zu progressiv? Nun ja, das Leben spielt wie es spielen mag und unser Protagonist Judd Foxman verliert zuerst seinen Vater, dann hören wir wie ihm Hörner aufgesetzt werden und er sogar unfreiwilliger Samenspender wird. Das seine Exfrau immer noch mit ihm zu reden versucht und die Totenwache für seinen Vater ein wenig schräg verläuft, sei ebenfalls nebenbei erwähnt. Familie Foxman ist anscheinend ein Garant für Slapsticks und Fettnäppchen. SIEBEN VERDAMMT LANGE TAGE sind sieben Tage voll Heiterkeit und Tränenausbrüche.
Mir hat das kurzweilige Hörbuch SIEBEN VERDAMMT LANGE TAGE an und für sich gut gefallen, manchmal habe ich nachdenklich auf Stopp gedrückt, dann auch wieder mitgelacht und geschmunzelt. Doch es gibt auch haarige Momente, wo Judd erkennen muss das er mit fast 40 Jahren vor dem Nichts steht.
Will er das zweite Kind seiner Ehefrau wirklich haben?
Ist er für die zerstörte Baseballkariere seines großen Bruders verantwortlich?
Hat ihn sein Vater wirklich geliebt?
Nun ja, er sitzt sieben verdammt lange Tage mit seinen Geschwistern und den Kindern inklusive der Mutter die jüdische Totenwache und ganz nebenbei lässt er sein Leben Revue passieren - Tragik-Komik, schräge Witze, jede Menge Dope und Sex - ganz so wie im normalen Leben. Wirklich so wie im normalen Leben?
Andreas Pietschmann gibt sich jede Menge Mühe es authentisch klingen zu lassen und Humor und Stehvermögen muss man haben wenn man so einer wie Judd Foxman ist.
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