Das Werk Sieben Wunder der Informatik ist aus der beliebten und sehr erfolgreichen Vorlesungsreihe Open Class der ETH Zürich hervorgegangen. Diese Lehrveranstaltung hat zum Ziel, Jugendliche und Erwachsene in die Grundzüge der Informatik einzuweihen. Sie stellt bewusst eine Abkehr von der gängigen Vermittlung von Anwendungskenntnissen und Handhabungsfertigkeiten dar. Im Mittelpunkt stehen die Möglichkeiten und die Grenzen der echten Informatik.
Wie sich aus dem Titel erahnen lässt, geht es in diesem Buch um die Grundlagen der Informatik. Neben einem Abriss der Geschichte der Informatik kommen u. a. folgende Themen zur Sprache: Programmieren, Algorithmik, Unendlichkeit, Grenzen der Automatisierbarkeit, Komplexitätstheorie, Zufall, Kryptographie, Bio- und Quantenrechner.
Juraj Hromkovic gibt einen vorzüglichen Überblick über die derzeitigen Möglichkeiten und Grenzen der Informatik und beschreibt auch ihre Zukunftsaussichten. Er erörtert, dass es Aufgaben gibt, die programmgesteuerte Rechner nicht lösen können. Das Werk verrät den Leserinnen und Lesern auf anschauliche Weise, wie man vorgeht, wenn die gesamte Energie des Weltalls zur Problemlösung nicht ausreicht. Es erklärt, wie zufallsgesteuerte Programme die Leistungsfähigkeit von Rechnern massiv erhöhen können. Das Nachwort betont die grundlegende Bedeutung der Informatik für die Allgemeinbildung. Hromkovic versucht erfolgreich, die weit verbreitete falsche Vorstellung von der Informatik, bei der der Umgang mit dem Rechner im Vordergrund steht, zu korrigieren.
Das Werk ist unterhaltsam, spannend und anspruchsvoll zugleich. Dem Verfasser gelingt es, die Leserschaft mit seiner Entdeckungsreise durch die Informatik in den Bann zu ziehen. Das sorgfältig aufgemachte Buch eignet sich auch zum Selbststudium, denn es enthält eine Fülle von Aufgaben mit Lösungen. Zahlreiche Zeichnungen und Tabellen lockern den Text auf. Das Buch richtet sich an alle, die die Hintergründe der Informatik kennen lernen möchten: Mittelschülerinnen und Mittelschüler, Studierende, Informatiklehrpersonen sowie Informatikerinnen und Informatiker.