Ekschmitt behandelt exakt die 7 klassischen Weltwunder. Die Beschreibungen sind sehr umfangreich und detailliert, und sie behandeln die 3 Themenblöcke Archäologie, geschichtlicher Hintergrund und die Architektur. Es ist spannend: viele berühmte Könige der Antike waren am Bau oder der Zerstörung beteiligt, die Weltwunder sind ein schöner Einstieg in die antike Geschichte.
An einigen Stellen verliert sich das Buch etwas in den sehr detaillierten Maßangaben, die allerdings laut Verlag bewusst zur besseren Vorstellbarkeit angegeben wurden. Das Buch ist in Hochglanz gedruckt und enthält Zeichnungen, architektonische Pläne und auch eine Reihe Farbfotos. Außer bei den Pyramiden ist allerdings so gut wie nichts mehr übrig, und da liefert das Buch von den Gesamtansichten der anderen Wunder nur etwa 1-2 Bleistift-Entwürfe der Archäologen. Da die aktuelle Computertechnik ganze Städte wie Rom oder Troja komplett wiederauferstehen lässt, hätte ich mir spätestens in der Neuauflage von 1996 schon ein paar farbige Simulationen gewünscht, das grandiose Babylon zum Beispiel könnte man viel beeindruckender präsentieren (siehe auch: Egon Bauer, "Die sieben Weltwunder", 2004). Es ist ein sehr informativer und aufwändig gemachter Band mit 290 gut gefüllten Seiten, aber es sind inzwischen mehrere aktuellere Alternativen auf dem Markt.