Über die Buchrezension auf der Kulturseite unseres Regionalsenders Bayern 1 wurde ich auf dieses Buch aufmerksam. Obwohl ich eigentlich kein eingefleischter Krimileser bin, hat mich dieser Roman von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Besonders gelungen finde ich die detailgetreue Beschreibung der alltäglichen Polizeiarbeit, die meiner Meinung nach in den meisten anderen Krimis nur am Rande gestreift wird. Das Buch lebt von der Beschreibung seiner Hauptpersonen, die sehr lebendig und klar gezeichnet sind. Die kleinen Alltagsgeschichten um Commissario Fanelli, die neben dem eigentlichen Kriminalfall die Erzählung abrunden, lassen den Leser eintauchen in eine liebenswerte italienische Kleinfamilie. Dank der beharrlichen Ermittlungstätigkeit von Commissario Lorenzo Fanelli und seiner Kollegen wird der Mord an dem deutschen Rentner, trotz der Hindernisse, die ihnen ihr ständig nörgelnder Vorgesetzter in den Weg legt, letztendlich zur Zufriedenheit aller gelöst. Obendrein macht der Roman auch noch Lust auf eine Entdeckungsreise durch die Straßen Veronas und deren Sehenswürdigkeiten: Einmal mit Commissario Fanelli auf den Stufen des antiken Teatro Romano sitzen ... Ich muss zugeben, dass ich schon gespannt auf Fanellis zweiten Fall warte.