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Sieben Stunden im April - Meine Geschichten vom Überleben Gebundene Ausgabe – 1. September 2011


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Patmos Verlag; Auflage: 1 (1. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3843600384
  • ISBN-13: 978-3843600385
  • Größe und/oder Gewicht: 15,3 x 2,3 x 23,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (41 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 215.814 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Susanne Preusker ist Diplom-Psychologin und Psychotherapeutin. Sie war Leiterin einer sozialtherapeutischen Abteilung für Sexualstraftäter in einem Hochsicherheitsgefängnis. Sie lebt in Straubing und Magdeburg.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von SaschaSalamander TOP 1000 REZENSENT am 13. Oktober 2011
Format: Gebundene Ausgabe
DIE AUTORIN

Susanne Preusker arbeitete bis zum April 2009 als Psychologin in der JVA Straubing, bis sie von einem ihrer Klienten als Geisel genommen und mehrere Stunden missbraucht und bedroht wurde. Ihr bis dahin gelebtes altes Leben gab es nicht mehr, und die Frau, welche in 10 Tagen bereits ihre Hochzeit geplant hatte, stand vor einer komplett neuen Situation. In dem Buch 7 STUNDEN IM APRIL - MEINE GESCHICHTE VOM ÜBERLEBEN erzählt sie nun offen über die Zeit danach. In kurzen Kapiteln von jeweils rund 3 Seiten bringt sie verschiedene Themen und Gedanken zur Sprache. So erzählt sie zum Beispiel, wie eine Panikattacke sich anfühlt und in welchen vermeintlich normalen Situationen diese sie überfällt. Sie berichtet von ihren Gesprächen bei der neuen Therapeutin. Der Leser lernt ihren Ehemann, ihren Sohn kennen und erfährt, welche Auswirkungen die Geiselnahme im Nachhinein auch auf das Familienleben und die Wahrnehmung der Angehörigen hatte. Preusker lässt uns teilhaben an Treffen und Gesprächen mit Freunden, sie berichtet von einem Kontakt mit einer anderen Betroffenen. 7 Stunden sind eine vermeintlich kurze Zeit, und doch kann so viel passieren, können diese wenigen Stunden das Leben vieler Menschen komplett umkrempeln. Die alte Frau Bergmann, wie sie vor ihrer Hochzeit noch hieß, gibt es nicht mehr, nun gibt es nur noch Frau Preusker. Frau Bergmann war Psychologin. Frau Preusker ist eine Frau, die derzeit nicht mehr im Vollzug arbeitet und sich in einem neuen Leben zurechtfinden musste.

IHRE MOTIVATION ZU SCHREIBEN

Da das Buch aus dem neuen Leben handelt (dieser Begriff des alten und neuen Lebens tauchen sehr oft im Buch auf), erfährt der Leser nichts über die fachliche Seite der Tat.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von MarkusG am 23. November 2012
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Was Frau Preusker ertragen musste, können nur die wenigsten von uns wirklich nachempfinden. Sie schreibt wunderschön bildhaft und manchmal auch mit Schalk über das alte und neue Leben vor und nach diesen sieben Stunden im April.

Es gelingt ihr, das Schreckliche so darzustellen, dass wir in sein Gesicht sehen können und seinen Atem spühren. Trotzdem wird das Buch nicht von Schwermut dominiert. Frau Preusker nimmt uns mit auf ihrem Weg im neuen Leben und wie ihr Rucksack langsam leichter wurde.

Ich empfehle dieses Buch Menschen, die ähnliches erleben mussten. Nicht als ultimative Lösung sondern als Denkanstoss für den eigenen Lebensweg
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Maren Bustorf am 31. Dezember 2014
Format: Kindle Edition Verifizierter Kauf
Bevor ich mir dieses Buch auf meinen Kindle geladen habe, habe ich die negativen Bewertungen gelesen. Tatsächlich war ich fast geneigt, es mir nicht zu kaufen. Wie gut, dass ich mir immer selbst ein Bild mache. Diejenigen, die hier nur einen Stern gegeben haben, haben leider keine Ahnung. Keine Ahnung von Literatur, keine Ahnung von beseelten Worten und keine Ahnung davon, dass uns Susanne Preusker ein großes Geschenk macht: Sie lässt uns teilhaben, an ihrer Art der Verarbeitung, an ihren Gedanken, an ihren tiefen Empfindungen, die zwischen Wut, Wahnsinn, Traurigkeit, Humor, Sarkasmus, tiefer Trauer, Lebensunfähigkeit und Hoffnung hin- und herschwanken. Sie schafft es in ihren Geschichten sehr wohl, einen roten Faden zu ziehen, den Faden ihrer Genesung, ihres Kampfes zurück in ein Leben, das seit dem Geschehen im April 2009 nicht mehr ihr eigentliches Leben ist! Ich bedanke mich für die Aufrichtigkeit und Klarheit, mit der sie uns, die wir völlig fremd sind, in ihr Herz und ihre Seele schauen lässt. Eine Aufarbeitung, die nur verstehen kann, wer weg geht von der Vorstellung hier eine chronologische Geschichte des Geschehens zu erhalten, die vielleicht noch bildlich den Leidensweg darstellt. Hier gibt es keine Chronologie, weil alles durcheinander geraten ist, weil Gedanken, Gefühle, Ängste, Empfindungen eben nicht chronologisch auftreten, schon gar nicht, wenn man traumatisiert worden ist. Und ich bin froh darüber, denn genau das macht es authentisch und so unglaublich ehrlich. Ich ziehe meinen Hut davor, dass Susanne Preusker sich entschieden hat, alles aufzuschreiben, vor allem in dieser Art und Weise. Ich bedauere, dass Menschen es schaffen, Menschen so sehr zu verletzen und zu erschüttern.Lesen Sie weiter... ›
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Buchrezensent aus-erlesen TOP 1000 REZENSENT am 12. Oktober 2011
Format: Gebundene Ausgabe
Susanne Preusker ist Psychologin im Knast, im Knast in Straubing. Harte Kerle soweit das Auge reicht. Und dann wurde Susanne Preusker zu einem ungewollten Medienereignis. Sie war nicht mehr die unbekannte Mitarbeiterin, die vom Weg Abgekommenen half den Weg in ein normales Leben zu ebnen. Einer der Gefangenen nahm sie als Geisel, vergewaltigte sie, zwang sie widerliche Dinge zu tun. Das war das Ende ihres bisherigen Lebens. Nach sieben Stunden war die Tortur vorbei. Ihr neues Leben konnte, nein es musste beginnen.
Dazu gehörte auch das nun vorliegende Buch. Sich den Frust, die Scham, die Gedanken, auch den Hass von der Seele zu schreiben, war ein Teil ihrer Therapie. Und so begann ihr neues Leben.
Die schonungslose Offenheit überrascht ab der ersten Zeile. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund. Mit enormer Sprachgewalt schafft sie es nicht als Opfer zu wirken, das wollte sie nie sein. Nur Außenstehende bezeichneten sie oft so. Oft auch weil ihnen keine anderes Wort einfiel. Schritt für Schritt lebte sie sich zurück ins Leben. Auffallend ist die Leichtigkeit ihrer Sprache. Keine gekünstelten Wortkombinationen, die vieles andeuten, noch mehr aber verdecken. Susanen Preusker spricht offen und klar aus, was sie dachte, und was sie immer noch denkt.
Ihre Familie und Freunde waren ihre Stütze. Sie lernte die alltäglichen Dinge wieder, auch zu schätzen. Kleine Ausflüge, Gespräche, auch bei Psychologen, halfen das Geschehene zu verarbeiten. Zu gerne würde sie vergessen. Aber der 7. April 2009 veränderte alles. Eigentlich sollte zehn Tage später der ganz große Einschnitt in ihrem Leben sein: Ihre Hochzeit.
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