Ich gestehe es: Erst der Kinofilm mit Brad Pitt hat mich ueberhaupt auf Tibet aufmerksam gemacht. Doch nach Lesen dieses Buches werde ich von diesem Land so schnell nicht mehr loskommen. Harrer beschreibt in tiefer Liebe zu diesem Land und seinen Bewohnern von seinem Leben in Tibet, seiner nicht endenwollenden Flucht und seinen Begegnungen mit dem jungen Gottkoenig. Vor allem am Schluss des Buches, wenn er mit einer erstaunlichen Praezision und ohne Hasstiraden, die ich ihm wirklich gegoennt haette, von der Besetzung Tibets durch China und dem Freiheitskampf der Tibeter berichtet, merkt man, wie sehr er sich in diesen Jahren veraendert haben muss, dass ein Stueck der Kultur des Landes und der Weisheit seines Freundes, des Dalai Lama, auf ihn abgefaerbt hat. Ich beneide Harrer um die Gelegenheit, dieses Land und seine Bewohner noch in der Bluetezeit kennengelernt zu haben. Es ist zu befuerchten, dass die einzigartige Kultur Tibets vergessen wird und bald - bis auf wenige Ruinen - nichts mehr an dieses grossartige Land erinnern wird. Hoffen wir, dass noch viele Leute, aehnlich wie ich, durch dieses Buch die Erinnerung an Tibet behalten werden.