Neue Zürcher Zeitung
8mal Schami
ebl. «Ich liebte mein Publikum, mein Publikum liebte mich immer mehr, und damit ich nicht unter dieser Liebe zusammenbrechen würde und sie erwidern konnte, reifte ein Witz zu der einzig möglichen praktischen Antwort auf die Liebe: die Doppelgänger.» Stücker sieben engagiert Rafik Schami, die ihn künftig in den Buchhandlungen vertreten sollen, damit er wieder Zeit zum Bücherschreiben hat. Anfangs läuft die Sache gut, dann aber schnell aus dem Ruder; der eine Stellvertreter trinkt, der andere schlampt, ein dritter entwickelt eigenen literarischen Ehrgeiz und ein vierter Grössenwahn: Er will den Ur-Schami entthronen und sich selbst an seine Stelle setzen. Der Autor muss die Geister, die er rief, wieder entlassen und sich wieder selbst seinem Publikum an die Brust werfen. Der vielleicht einer Bierlaune entstammende Einfall des seit langem in Deutschland lebenden und deutsch schreibenden Syrers hat ein kleines Buch hinterlassen, das allerdings die Belanglosigkeitszone nie verlässt. Die faszinierende Wirkung auf Zuhörer (besonders Zuhörerinnen), die Schami unausgesetzt behauptet, stellt sich beim Lesen jedenfalls nicht ein. Es fehlt dieser Prosa an Eleganz, Farbe und Witz, so dass man die Notwendigkeit des Autors, sich vervielfachen zu müssen, nicht recht begreifen kann. Einer von der Sorte genügt vollauf!
Pressestimmen
»Im Handumdrehen ergeben die Abenteuer der sieben Doppelgänger einen pikaresken Roman, in dem es auch an Seitenhieben auf Kollegen nicht fehlt.«
Anna Mitgutsch, Der Standard»Rafik Schami erzählt wunderbare Geschichten und Anekdoten, die das literarische Tourneeleben mit sich bringt. Leichtfüßig schweift er von seiner eigentlichen Geschichte ab und fesselt den Leser so sehr, daß dieser glaubt, die Geschichte mit den Doppelgängern sei tatsächlich passiert. Das Buch ist ein Unterhaltungsroman im besten Sinne.«
Matthias Kehle, Badischen Tagblatt»Es ist diese bildreich morgenländische Sprache, die auch dieses Buch des aus Damaskus stammenden Erzählers zum Vergnügen macht. Zu einem amüsanten Märchen, bei dem man sich am Ende fragt, ob es sich nicht vielleicht doch so oder ähnlich zugetragen hat.«
Birgitta Melten, Allgemeinen Zeitung Mainz
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe:
Taschenbuch
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