Ich schreibe eine Rezension zu "Sieben", muß aber erwähnen, daß ich ebenfalls seine Vorgänger "Das Prinzip" und das "Kybalion" von Andreas Campobasso gelesen habe.
Ebenso möchte ich erwähnen, daß ich bereits viele Bücher zum Thema Spiritualität, Hermetik u.ä. gelesen habe (siehe auch meine bisherigen Rezensionen) - das Thema ist also nicht neu für mich.
In "Sieben" transferiert Andreas Campobasso das, was er mit seinen vorherigen Büchern bereits ausführlich skizziert hat in die "Praxis" herunter.
Ein Beispiel - in vielen Büchern ist vom "Ich bin"-Prinzip die Rede. Dem Autoren ist es, als einem der wenigen, dieses Prinzip in kurzen und prägnanten Sätzen verständlich zu erklären.
Ich denke das Adjektiv "prägnant" passt in diesem Zusammenhang sehr gut und beschreibt das Buch sehr treffend.
Wo sonst viel geschwafelt wird, reichen dem Autoren wenige konkrete Sätze und vor meinem geistigen Auge entstand ein Bild von dem was er ausdrücken wollte.
Ich kenne Andreas Campobasso nicht persönlich, aber ich möchte ihm unterstellen, dass er sich intensiv mit "seinem" Thema beschäftigt hat.
Ein besonderes Lob verdient meiner Meinung nach das Kapitel "Mentale Transmutation". Als ich vor Jahren zum ersten Mal das Kybalion las, stieß ich auf diesen Begriff. Zu Beginn konnte ich nicht viel damit anfangen, nach und nach setzte sich aber ein Mosaik zusammen. Campobasso gelingt es, die Wichtigkeit dieses Themas für die Hermetik herauszustellen und sozusagen als deren "Quintessenz" darzustellen.
Ich habe "Sieben" jetzt bereits 2x gelesen und kann es nur empfehlen. Es hat mich weitergebracht!
Es gibt aber auch einen Minuspunkt, den ich aber nicht von den 5 Punkten für dieses Buch abziehen werde. Das hätte etwas von einem "Form/Inhalt" Konflikt. Beim nächsten Buch (wenn es denn noch eines gibt) wünsche ich mir weniger Zitate mitten im Text. Einige der Zitate sind wirklich toll und neu, aber sie störten meinen Lesefluß massiv. Wobei ich aber einschränken muß: Das hört sich schlimmer an,als es ist. Das Buch besteht nicht aus Zitaten. Der Autor hat durchaus gelungene Zitate versucht in den Text einzubauen. Bei einigen wenigen Zitaten ist das für mein Verständnis weniger gut gelungen. Aber das ist natürlich Geschmackssache!
Ich würde sagen: Tolles Buch, das sich absolut zum mehrfachen Lesen eignet!