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Von der verstörenden Eingangssequenz bis zum erschreckenden (aber unausweichlichen) Endkampf taucht Regisseur David Fincher mit uns in eine düstere, verrottete, urbane Zwischenwelt ab, in der die Luft das Atmen verhindert und von Angst verseucht ist. Brad Pitt und Morgan Freeman spielen hier die Polizisten, die dem Killer auf den Fersen sind. Mit dabei sind außerdem Kevin Spacey und Gwyneth Paltrow. Der wahre Star des Filmes aber ist die unglaublich düstere, verstörende Atmosphäre, in der die Handlung abläuft. In gewisser Weise ist dies der ideale Film für das erste Date - wenn man ein Vampir ist! --Jim Emerson
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2.) Das Team William Somerset (Morgan Freeman) und David Mills (Brad Pitt) ist durch diese beiden Schauspieler begnadet gut besetzt. Der Antagonismus zwischen den Protagonisten ist hier überzeugend dargestellt. Auf der einen Seite Somerset, der ordnungsliebende und korrekte Mentor, auf der anderen Mills als ungestümer und hitzköpfiger Rookie. Freeman zeigt hier als kurz vor der Pensionierung stehender und desillusionierter Cop eine seiner besten Leistungen überhaupt. Aber auch Brad Pitt und der dämonische Kevin Spacey als John Doe sind fabelhaft.
3.) Selten war ein Film so konsequent in der Umsetzung seiner Grundidee. Fast könnte man ihn als Ode an den Nihilismus bezeichnen. Die Stadt in der er spielt ist namenlos und wird nie so gezeigt, als das man sie erkennen könnte. Eigentlich regnet es ständig und die Gespräche zwischen Somerset und Mills geben ein Bild von der Menschheit wieder, in der es nicht gutes mehr gibt. Die düstere Musik von Howard Shore unterstreicht diesen Eindruck. Die fantastische Kameraführung von Darius Kondji und Harris Savides und das gothic-hafte Setdesign ergänzen das abgrundtief schwarze Bild eines verlorenen Paradieses.
4.) Obwohl die Morde nie gezeigt werden, sondern nur Bilder von den Opfern und vom Tatort ist Sieben einer der schaurigsten und bösesten Filme überhaupt. Man kann sich kaum wehren gegen die Horrorvisionen die durch das Betrachten ausgelöst werden. Ein Mord ist perfider geplant wie der nächste und der Killer der die Opfer nach den sieben Todsünden auswählt, legt einen erstaunlichen Einfallsreichtum an den Tag. Hinzu kommt eine der fiesesten Schockszenen der Filmgeschichte
5.) Meine Lieblingsszene: Der Besuch einer Bibliothek durch Somerset. Auf der Suche nach Anhaltspunkten recherchiert er in Klassikern der Literatur. Wie diese Szene wirkt, könnte ich mir immer wieder anschauen. Die über Buchrücken gleitenden Bilder, die wunderschöne Musik von Bach und der Eindruck den Somerset erweckt: als wäre dies seine wahre Welt. Das ganze wirkt wie eine Oase der Ruhe im Meer aus Blut und Chaos.
6.) Das Drehbuch von Andrew Kevin Walker ist so wendungsreich und unvorhersehbar das man zu keiner Zeit sagen oder denken könnte: kenne ich schon, weiss ich schon. Viele Filme haben Elemente aus diesem Meisterwerk kopiert; dies ist der Prototyp, das einzige und wahre Original. Dieser Film wird ewig der Gradmesser sein für alle kommenden Serienkillermovies.Und kaum einer dürfte diese Klasse je wieder erreichen.
7.) Ein Film Ende, das einem den Atem raubt. Untypisch für Hollywood, vergleichbar mit fast nichts was bislang zu sehen war. Mutig von Fincher (und wohl schwer genug) dies beim Studio durchzusetzen. Als ich den Film seinerzeit im Kino gesehen habe und der Abspann lief, war ich erstaunt über die Wirkung: Niemand stand auf, keiner sagte ein Wort - der Rest war schweigen.
Fazit: Die Sammlung eines Cineasten ist nicht vollständig ohne diesen Klassiker. Die Umsetzung auf dieser Doppel-DVD ist dazu noch grandios gelungen mit extrem scharfen Bild, tollem Sound und einem umfangreichen und beispielhaften Bonusmaterial.
Der Ehemalige Regisseur von Videoclips für Top Stars wie Madonna beherrscht sein Fach und setzt mit seinen Werken neue Maßstäbe. Seine bisherigen Filme: Alien 3, Se7en, Fight Club, The Game und Panic Room zeigen alle seine Handschrift.
Mit Se7en legte Fincher einen Psychothriller vor, wie er düsterer kaum sein könnte. Er lässt gar nicht den Hauch von guter Laune während des zweistündigen Höllenritts aufkommen. Selbst der Vorspann, welcher für andere bloss Pflicht darstellt, ist für David Fincher eine Art Kunstform. Jeder der es noch nicht getan hat sollte sich den Vorspann von Se7en einmal genauer ansehen.
Detective Sommerset (Morgan Freeman) berichtet im Büro seinem Vorgesetzten das einem Mann beide Augen ausgestochen wurden, dies wird im Vorspann bereits angedeutet, als man sieht wie beim Bild eines Mannes die Augen mit schwarz übermalt werden. Ebenfalls sieht man im Vorspann John Doe wie er sich mit einer Rasierklinge die Haut von den Fingerkuppen abschneidet oder wie er seine Bücher bastelt und dann auch schreibt.
Auch der Abspann ist mal was anderes, da er im Vergleich zu den anderen verkehrt herum abläuft und Kevin Spacey (John Doe) mit keinem Wort während des Vorspanns oder auch Abspanns erwähnt wird. Dies liegt aber daran, weil der Schauspieler selbst darauf bestand.
Den Vergleich mit „Das Schweigen der Lämmer" finde ich nicht so passend, das es sich in meinen Augen zwar beide male um erstklassige Filme handelt aber diese grundverschieden sind.
Se7en erzählt die Geschichte über einen Psychopaten, der die Menschen nach den sieben Todsünden (Maßlosigkeit, Habsucht, Wollust, Trägheit, Hochmut, Neid und Zorn) tötet.
Ihm sind die zwei Detectives, der aufbrausende Neuling David Mills (Brad Pitt) und der alte Hase William Sommerset (Morgen Freeman), auf den Fersen. Leider müßen beide allzu schmerzlich erkennen das ihnen John Doe in allen Belangen haushoch überlegen ist und sie eigentlich nur zu seinem Spielball werden.
Als ich damals zum ersten mal den Schluß im Kino gesehen habe konnte ich nicht fassen was da passiert ist, aber das ist auch schon im Vorspann angedeutet wo zum Schluß wie oben schon erwähnt die Worte „No Key" auftauchen. Soll heißen, es gibt keinen Schlüssel für das was man jetzt zum sehen bekommt.
Für Fans des Films empfehle ich die Platinum Edition (die schwarze Doppel DVD) dort gibt es auf der Bonus DVD viel Material das Einblick in diesen Psychotrip gibt.
Die normale Special Edition Ausgabe ist aber ebenfalls Ihr Geld Wert und kommt mit einigem Bonusmaterial daher. Die Platinum wirkt aber schon von der Optik her wesentlich edler. Bild und Ton finde ich persönlich sind auf beiden Augaben einwandfrei und lassen keine Wünsche offen. Dieser Film sollte jedenfalls in keiner Sammlung fehlen.
Zur DVD: JA, das gefällt! Mittlerweile wurde der Film in Deutschland schon drei mal neu aufgelegt, ich besaß die erste Fassung der DVD, an der besonders das Fehlen der originalen Tonspur zu bemängeln war- Zusatzmaterial gab es auch nichts. Das hat sich grundlegend geändert: In einer schicken, pechschwarzen Papphülle verpackt lauert neben dem Hauptfilm noch jede Menge Zusatz- Material auf einer Extra- DVD darauf, angesehen zu werden- und einen Blick sollte man darauf schon werfen.
Bei der Vertonung setzte MAWA und VCL auf die neuen Standards: DD 5.1 EX und dts ES 6.1 discrete sind derzeit auf meiner Anlage zwar noch nicht realisierbar, dafür aber sicher für die Zukunft. Der Sound ist dabei sehr knackig ohne Effekthascherei, detailliert und mit wenig Rauschen unterlegt. Das kommt der insgesamt recht ruhigen, häufig nur auf Dialogen basierenden Handlung sehr zu Gute- und wenn der Sound dann mal zuschlägt, dann aber kräftig. Auch am Bild kann ich keine gravierenden Mängel finden, dargeboten wird der Streifen natürlich im anamorphen Widescreen- Format.
Beim Zusatz- Material gehen einem die Augen auf, Deleted Szenes, Alternatives Filmende und einer Audio- Tonspur mit Kommentaren von David Fincher, eine weitere mit Morgan Freeman und Brad Pitt und noch zwei mit Kommentaren von Mitgliedern der Filmcrew geben sehr viel Hintergrund- Infos. Dabei ist hier noch lange nicht alles genannt, was diese DVD beinhaltet. Herrlich!
Mein Fazit: Nicht nur für Fans eine lohnende Investition, die jeden Euro wert ist. Allein der Film überzeugt schon auf ganzer Linie- die hervorragende DVD- Umsetzung unterstreicht das Ganze noch einmal deutlich. Egal, wie preiswert die anderen Versionen dieses Streifens sein mögen, vollkommen zufrieden gestellt wird man mit der Special Edition. Und zu der kann ich nur sagen: Kaufen!
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