Ich mag Konsalik nicht. Ein Freund hat mir diesen Roman empfohlen und nachdem er lange herumlag habe ich ihn während eines Tirol-Urlaubs gelesen. Es war eine gute Empfehlung.
Die Geschichte der 10 Offiziere beginnt aus heutiger (1978) Sicht eines Überlebenden. Er kehrt von Russland nach Deutschland mit seiner russischen Frau und Tochter heim. Man erfährt sofort, dass nur 6 von 10 die ersten Tage des Kommandos überleben und noch heute 4 der 10 leben.
Soweit so gut. Die 10 Offiziere werden kurz vorgestellt. Das ist spannend und für die weitere Story hilfreich. Vor allem das Glossar ganz am Anfang wo die 10 Offiziere samt ihrer neuen russischen Namen stehen wird der Leser öfter nachschlagen. Daneben sind noch 6 Frauen aufgelistet, die unsere Helden in Rußland kennen lernen und weitere wichtige Personen (Offiziere der russischen Abwehr).
Was ich ganz schlecht fand, ist die Inhaltsangabe. Dort werden Dinge verraten, die erst nach 400 Seiten geschehen! Was soll das?
Wenn die Offiziere und Rußland gelandet sind werden die Einzelschicksale in abwechselnder Reihenfolge erzählt. Das ist sehr spannend. Vor allem nach der Landung und bis zur Eingewöhnung in Rußland ist die Story super. Das Unternehmen selbst ist sehr kurz geschildert.
Mir hat die Geschicht gut gefallen. Ähnlich ist "Operation Schneewolf" von Glenn Meade, jedoch viel amerikanischer.
Die Ähnlichkeit mit einer wahren Begebenheit ist minimal. So habe ich im Internet lediglich einen kurzen Artikel in Wikepedia gefunden über ein Kommando welches ein übergelaufenes russisches Päarchen abgesetzt hat. Genau das geschieht in Meades Roman.
Insgesamt gelungener Roman mit vielen russischen Namen und einer guten Erzählweise.