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Sheldon Cashdan
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Produktinformation

  • Sondereinband: 241 Seiten
  • Verlag: Edition Humanistische Psychologie - EHP (1. Januar 1990)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3926176253
  • ISBN-13: 978-3926176257
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14,8 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Von Ein Kunde
Die Objektbeziehungstheorie entwickelt sich derzeit zu einer der vorherrschenden Perspektiven klinischer Arbeit. Ihr Einfluß reicht von der Arbeit mit Borderline-Patienten bis zu einem neuen Verständnis der frühen Kindheitsentwicklung. Man kann heute kaum an einer Tagung teilnehmen, ohne dort auf Artikel und Vorträge über »Spaltung« »projektive Identifikation und den Umgang mit Gegenübertragung zu stoßen. Sheldon Cashdan, Prof.f.Psychologie an der University of Massachusetts und Autor weiterer Werke wie "Interactional Psychotherapy" oder "Abnormal Psycholgy", bietet mit "Sie sind ein Teil von mir", oder wie der amerikanische Originaltitel lautet: "Object Relations Theory - Using the Relationship", eine der besten mir bekannten Arbeiten über die Objektbeziehungstheorie an, ein notwendiger Teil der Körperpsychotherapie ist. Cashdan: "Eine interessante Frage zu dieser Entwicklung ist, warum sie jetzt stattfindet, denn Melanie Klein hat bereits in den 30er Jahren über Objektbeziehungen zu schreiben begonnen. Eine Erklärung könnte sein, daß die Objektbeziehungstheorie besonders geeignet ist... die Theorie stärker mit den wichtigsten klinischen Überlegungen zu verbinden." Eine tiefergehende Erklärung sei, daß die Objektbeziehungstheorie größere Veränderungen in unserem Verständnis von Menschen widerspiegele. In der Objektbeziehungstheorie wird die Psyche und ihre Strukturen als etwas verstanden, das sich aus menschlichen Interaktionen und nicht aus biologisch abgeleiteten Spannungen entwickelt. Nicht »Spannungsreduktion«, sondern Beziehungen herzustellen und aufrechtzuerhalten motiviert den Menschen. Mit anderen Worten, das Bedürfnis nach menschlichem Kontakt gilt in einem Objektbeziehungsansatz als wichtigstes Motiv. Welche Konsequenzen, wenn überhaupt, hat dies für die therapeutische Praxis? Gibt es nur eine oder verschiedene Psychotherapieformen, die mit der Objektbeziehungstheorie in Einklang stehen? Das Buch beschreibt einen Behandlungsansatz, der der Therapeut--Patient-Beziehung eine sehr große Bedeutung beimißt. Anstatt Übertragung, Abwehrmechanismen und Einsicht in den Mittelpunkt zu stellen, konzentriert sich die Therapie darauf, wie die Beziehung im Therapiezimmer für die Behandlung genutzt wird. Das höchste Ziel der Therapie ist, die Therapeut-Patient-Beziehung als Sprungbrett zu gesunderen Objektbeziehungen zu nutzen und positive Veränderungen im Selbstgefühl des Patienten zu unterstützen. Der erste Teil des Buches widmet sich den theoretischen Grundlagen eines Objektbeziehungsansatzes. Kapitel 1 gibt einen Überblick über einige wichtige Veröffentlichungen in diesem Bereich. Mit der Arbeit von Melanie Klein beginnend, werden die Beiträge von Mahler, Kernberg und anderen zeitgenössischen Objektbeziehungstheoretikern dargestellt. Damit sollen einige Grundfragen der Objektbeziehungstheorie herausgestellt werden, die vielleicht ein Begriffsgerüst für eine Theorie der Therapie liefern können. Kapitel 2 untersucht die Ursprünge von Objektbeziehungen in der Entwicklung mit besonderer Berücksichtigung von »Spaltungen«. Das Kapitel beginnt mit der ersten Objektbeziehung des Kindes (der zwischen Mutter und Kind) und beschreibt, wie sich die Interaktionen dieser Beziehung in der normalen oder pathologischen Entwicklung auswirken. Anhand der Arbeit von Mahler und neueren Erkenntnissen über die frühe Mutter--Kind-Beziehung folgt das Kapitel der Entwicklung des Kindes durch verschiedene Selbst-Objekt-Erfahrungen und zeigt auf, wie diese Erfahrungen die Identität des Erwachsenen beeinflussen. Kapitel 3 beschreibt die verschiedenen Formen interpersonaler Psychopathologie, die sich in projektiven Identifikationen ausdrücken. Anhand von Fallbeispielen werden einige solche Identifikationen sowie die jeweiligen zwischenmenschlichen Folgen beschrieben. Die verschiedenen projektiven Identifikationen und deren Mitteilungen zu erkennen ist eine Voraussetzung für das Verständnis dafür, warum sich Patienten so und so verhalten und welche Interventionen erforderlich sind, um eine Veränderung zu erreichen. Im nächsten Teil des Buches wird die Behandlung der Objektbeziehungen beschrieben: Die Kapitel 4 bis 7 geben einen Überblick über die vier Phasen des Therapieprozesses: innere Beteiligung, projektive Identifikation, Konfrontation und Beendigung. Jedes Kapitel enthält relativ eigenständige Interventionen, die Veränderungen hervorrufen sollen, die für einen Therapieerfolg notwendig sind. Ein Hauptthema ist in diesen Kapiteln der Umgang mit Gegenübertragungen in der Objektbeziehungsarbeit, und wie dieser von anderen Therapieverfahren abweicht. Fallstudien und klinische Skizzen sollen zeigen, wie die persönliche Reaktion des Therapeuten auf das Geschehen genutzt werden kann, um den Behandlungsprozeß zu fördern. Der Gesamtprozeß beschreibt, wie die Pathologie des Patienten in der Beziehung sichtbar wird und wie der Therapeut die Gegenübertragung nutzbringend handhaben kann. Ein Grundthema dieses Teils ist, daß Psychotherapie einen geordneten Verlauf hat, der sich durch die einzelnen Phasen und die darauf bezogenen Interventionen sinnvoll beschreiben läßt. Die Annahme ist, daß die meisten Fragen zum therapeutischen Vorgehen im Kontext der jeweiligen Phasen zufriedenstellender angegangen werden können. Casdan: "Das bedeutet nicht, daß in der Objektbeziehungstherapie ein Punkt nach dem anderen in rascher Folge abgehakt wird. Es gibt viel Raum für Innovation und Improvisation. Doch wenn ein Therapiesystem effektiv sein soll, muß es relativ konstante und verläßliche Verfahrensprinzipien enthalten. Neben der mehr technischen Seite der Objektbeziehungstherapie müssen auch persönliche Faktoren in Betracht gezogen werden, die unsere Arbeit beeinflussen. Diesem Thema ist der letzte Teil des Buches gewidmet. Was bedeutet es für einen Therapeuten, Zielscheibe der projektiven Identifikationen des Patienten zu sein? Wie kann er unterscheiden zwischen Gegenübertragungsreaktionen, die in Zusammenhang mit der Therapie stehen, und solchen, für die das nicht gilt? Um solche Fragen geht es im Kapitel 8. Kapitel 9 weitet diese Hervorhebung des Persönlichen aus auf Bereiche außerhalb der Therapie. In diesem abschließenden Kapitel untersuchen wir, wie Literatur und Film die Arbeit eines Objektbeziehungstherapeuten bereichern können. Insgesamt soll dieses Buch dem Leser ermöglichen, die Konzepte der Objektbeziehungstheorie in die Psychotherapie zu übertragen. Cashdan: "Eine solche Therapie stellt vor allem die therapeutische Beziehung in den Mittelpunkt. Anstatt die Beziehung als Mittel zur Förderung innerpsychischen Wandels zu betrachten, sei es Einsicht, emotionale Katharsis oder Selbstverwirklichung, steht beim Objektbeziehungsansatz die Beziehung selbst im Zentrum der Behandlung. Es geht also um die zentrale Bedeutung der Beziehung innerhalb wie außerhalb der Therapiesituation." Bernhard Maul, Freiburg
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