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Sie schufen Amerika
 
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Sie schufen Amerika [Gebundene Ausgabe]

Joseph J. Ellis , Martin Pfeiffer
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
  • Verlag: C.H. Beck Verlag; Auflage: 1. Aufl. (September 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406495206
  • ISBN-13: 978-3406495205
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,6 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 210.380 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Joseph J. Ellis
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Patriotische Ekstase und nationalistischer Stolz gehören zu den Kennzeichen fast aller postrevolutionärer Staaten. Und in kaum einem anderen werden sie mit Fähnchen und Hymnen so voller Inbrunst kultiviert wie in den USA. Nicht zu vergessen der Personenkult, einmal mehr augenfällig geworden in dem ungeheuren Anklang, den Joseph J. Ellis mit seinem Bestseller Founding Brothers. The Revolutionary Generation fand, der zwei Jahre nach Erscheinen unter dem Titel Sie schufen Amerika. Die Gründergeneration von John Adams bis George Washington nun auch auf Deutsch vorliegt.

Nichts weniger als den begehrten Pulitzer-Preis konnte der am Mount Holyoke College in Massachusetts lehrende Professor, der in seinem Heimatland mit biografischen Werken über den einen oder anderen US-Gründervater bereits zu einem der angeblich einflussreichsten Historiker avancierte, für sein Werk einheimsen. Doch während die Lektüre des Buches für manchen seiner Landsleute offenbar einem Erweckungserlebnis gleichkam -- "Mit Ausnahme der Bibel war dies das interessanteste Buch, das ich jemals gelesen habe", heißt es etwa in einer amerikanischen Leserrezension --, könnte sich bei uneingeweihteren Ausländern leicht Langeweile einstellen.

Zu Recht wird zwar die unkonventionelle literarische Art der Geschichtsschreibung gelobt, die von angloamerikanischen Historikern gepflegt wird. Doch das episodenhafte Herumhüpfen in der amerikanischen Frühgeschichte, wie es Ellis hier betreibt, erscheint über weite Strecken reichlich bemüht. Zumal sich bei einigen Ereignissen, die der Autor in seinen Essays in den Blick nimmt, die Frage nach der historischen Relevanz oder zumindest nach der Originalität stellt.

Für die Ermüdung könnte nicht zuletzt die den Lesefluss hemmende holprige Übersetzung verantwortlich sein, die zum Ärgernis wird, wo die Redaktion Sätze wie diese durchgehen ließ: "Madison lag mit Dysenterie im Bett, Edmund Randolph blieb in Virginia, um sich um seine Frau zu kümmern, die bei der Geburt eines totgeborenen Kindes fast gestorben wäre, und, was das allerbedrohlichste war, George Washington erkrankte an Grippe und entwickelte Lungenkomplikationen, welche die Ärzte für lebensgefährlich hielten." Ungewöhnlich für ein Buch aus dem C.H. Beck Verlag! --Roland Detsch

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Die Zeit, 02.10.2002
Es geht um die Gründungszeit der Vereinigten Staaten, über die, so Hans Pleschinski, der Autor Joseph J. Ellis "erstaunliche Details" zu berichten weiß. So beispielsweise, dass die Akten des Staates, als 1800 die Hauptstadt von Philadelphia nach Washington verlegt wurde, "in sieben Kisten" passte. Weiter geht es mit der Geschichte, wie durch George Washington die Präsidialdemokratie entstand und wer Thomas Jefferson war, der die Unabhängigkeitserklärung verfasste. Es ist vor allem ein Thema des Buchs, das Pleschinski fasziniert: Der "wunderbare und folgenreiche Aufbruch" der amerikanischen Gründerväter, die - alles sehr energische Männer - Gerechtigkeit und das freie Streben nach Glück für alle Amerikaner zu sichern suchten.

© Perlentaucher Medien GmbH

Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 09.10.2002
Gert Raethel reagiert absolut sauer auf diese "biografischen Meditationen" über die Gründerväter Amerikas. Er findet, dass Joseph J. Ellis mit seiner Darstellung der amerikanischen Gründerväter der "Postmoderne ins Gesicht spuckt ", weil ohne Scheu einzelne Personen allein für geschichtliche Entwicklung verantwortlich gemacht werden, ungeachtet des "Dekonstruktivismus und der Enthierarchisierung" der mittlerweile verbreiteten Geschichtsauffassung. Zudem kommen Frauen nur am Rande vor und "Minderheiten nur als Sklaven", ärgert sich der Rezensent. Für sein Gefühl hat Ellis' "Verehrung" der historischen Figuren etwas "Kniefälliges". Raethel weist auch darauf hin, dass Ellis, der an einem "reinen Frauencollege" unterrichtet, seinen Studentinnen falsche biografische Details aufgetischt hat - zum Beispiel, dass er in Vietnam gekämpft haben. Tatsächlich war Ellis nie in Vietnam, weiß Raethel. Diese "persönliche Unaufrichtigkeit" des Mannes "nässt" seiner Ansicht nach auch auf Ellis' wissenschaftliches Urteil durch. So nehme Ellis die "unbewiesene These", Thomas Jefferson habe seine schwarze Sklavin Sally geschwängert, zum Anlass, Bill Clinton zu verteidigen. Dessen sexuelle Eskapaden seien aus historischer Sicht entschuldigt. Schließlich rügt der Rezensent auch noch die fehlerhafte und unelegante Übersetzung. Das nennt man wohl einen Verriss.

© Perlentaucher Medien GmbH

Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.10.2002
Mit wahrer Begeisterung hat Rezensent Andreas Platthaus Joseph J. Ellis Buch über die Gründerväter der Vereinigten Staaten gelesen und darüber eine ellenlange, äußerst wortreiche Rezension geschrieben, die in weiten Teilen den Inhalt von Ellis' Buch bisweilen recht umständlich nacherzählt. Er hebt hervor, dass sich Ellis gegen eine Vereinnahmung George Washingtons für die Sache der Südstaaten, sprich: die Befürwortung der Sklaverei, wendet. Ein wiederauferstandener Washington hätte sich nach Ellis Ansicht auf die Seite Lincolns geschlagen, hält Platthaus mit Blick auf den Bürgerkrieg von 1861-1865 fest. Wie Platthaus dann ausführt, mangelte es den "Founding Brothers" (so der Originaltitel des Buches) George Washington, John Adams, James Madison, Thomas Jefferson und Benjamin Franklin an Übereinstimmung hinsichtlich der Ziele der Revolution und der Intentionen der Verfassung - ein wesentlicher Streitpunkt war dabei vor allem das Thema Sklaverei, die nicht mit Jeffersons Unabhängigkeitserklärung zu vereinbaren war. Ellis verfolgt in seiner Darstellung die Ursachen des Bürgerkriegs bis in die Biografien der Gründer, vermerkt Platthaus. Statt der Chronologie gebe dabei der innere Zusammenhang das Raster ab, die Zeitsprünge von Kapitel zu Kapitel seien kaum spürbar, so geschickt verzahne Ellis seine Gegenstände. Platthaus erblickt darin das "ingeniös umgesetzte Konzept einer narrativen Historiographie" im "scheinbar reaktionären Stil" ("Große Männer machen die Geschichte"), das mit allen Wassern von Strukturalismus und Postmoderne gewaschen sei. Genaueres hierzu erfährt man von Platthaus allerdings nicht. Eines stellt der Rezensent jedoch klar: Ellis Buch "setzt Leser voraus, die weiterdenken". Er fügt hinzu: "Was für ein schöneres Kompliment soll man einem Buch machen?"

© Perlentaucher Medien GmbH

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wundervoll 6. März 2006
Format:Broschiert
Mir ist schleierhaft, wie man "Sie schufen Amerika", besser bekannt als "Founding Brothers", als langweiliges Buch für Amerika-Spezialisten bezeichnen kann. Mit seiner anekdotischen Struktur setzt es sich angenehm von der Masse an mehrbändigen Präsidenten-Biographien ab und ist auch für den interessierten Neuling leicht verständlich - anderenfalls hätte das Buch wohl kaum den journalistisch angehauchten Pulitzer Preis gewonnen. Trotzdem ist es wissenschaftlich genug, um es in einem historischen Seminar lesen zu können (wie ich es getan habe). Dass "Sie schufen Amerika" keine Geschichte der Revolution ist, sollte aber jedem Käufer klar sein (wenn Sie danach suchen, sollten Sie die Gesamtdarstellungen zur amerikanischen Geschichte von Sautter oder Heideking lesen).

Ellis beschreibt in einzigartiger Art und Weise die sich gegenseitig beeinflussenden Charaktere der Gründergeneration. Dabei fließen immer wieder Aspekte der Zeit und des politischen Systems ein: Die Beschreibung des tödlichen Duells zwischen Hamilton und Burr liest sich wie eine spannende Geschichte und erklärt gleichzeitig den Ehrenkodex der frühen Republik. Die Rivalität zwischen Jefferson und Madison beschreibt die Unterschiede der damaligen "Parteien", der Federalists und Republicans. Am Beispiel Benjamin Franklins wird der Umgang der Gründerväter mit dem Thema Sklaverei beleuchtet. Nur Ellis' Liebling George Wasington throhnt über allem.

Zuletzt will ich jedem einigermaßen Sprachbegabten die englische Ausgabe "Founding Brothers" an Herz legen. Ellis' Stil ist exzellent und sehr angenehm zu lesen.

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Genial 6. April 2008
Format:Broschiert
Sechs sorgfältig geschriebene Essays in denen Ellis die US Amerikanische Gründerzeit lebendig werden lässt. Die handelnden Personen werden nie idealisiert oder heorisiert sondern mit ihren Widersprüchen und Schwächen dargestellt.

Ich war begeistert von dem Buch.

Die Gründung der USA ist in meinen Augen ein faszinierendes geschichtliches Ereignis dessen Bedeutung bei uns viel zuwenig anerkannt wird. Ellis Buch leistet vielleicht einen kleinen Beitrag dazu, dass sich daran etwas ändert.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Geschichte kann langweilig sein. Gerade die Darstellung einer Vielzahl von Personen in einem Buch kann sehr ermüdend sein. Nicht so in diesem Buch von Ellis, das sich zu kaufen und zu lesen lohnt. Der Autor erzählt sechs Annekdoten aus dem Leben der Gründergeneration der USA und entwickelt aus ihnen ein Panorama, das nicht nur die handelnden Personen vorstellt, sondern auch die wichtigsten Debatten der Zeit erläutert. So wird dieses leicht zu lesene und zu verstehende Buch zu einer guten Einführung in den Kreis der Ahnherren der USA. Vorgestellt werden dabei u.a. George Washington, Benjamin Franklin, Thomas Jefferson, James Madison oder Alexander Hamilton.
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