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Sie schaffen das - Rat und Hilfe für Mütter von Neurodermitis-Kindern
 
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Sie schaffen das - Rat und Hilfe für Mütter von Neurodermitis-Kindern [Taschenbuch]

Ellen Heidböhmer
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

leben & erziehen, 15. August 2001

"Ellen Heidböhmer (38) hat einen Ratgeber zum Thema Neurodermitis geschrieben. Mit ihm macht die Mutter von drei Kindern anderen Eltern Mut: "Sie schaffen das! Rat und Hilfe für Mütter von Neurodermitis-Kindern" Langen Müller Herbig, 29,90 Mark"

STADTSPIEGEL Menden, 17. Oktober 2001

"Erster Ratgeber für Mütter entstand aus einem Tagebuch - 'Rat und Hilfe für Mütter von Neurodermitis-Kindern' von Ellen Heidböhmer. Fröndenberg. (sd) Die Fröndenbergerin Ellen Heidböhmer schrieb den ersten und einzigen Ratgeber, der Eltern von Kleinkindern mit Neurodermitis Rat und Hilfe anbietet. ... 'Es war eine harte Zeit mit viel Elend', erzählt Ellen Heidböhmer heute. Im Januar 1996 wurde ihr drittes Kind, Marc Leon, geboren und bereits nach wenigen Wochen erkrankte er an Neurodermitis. Damit begann nicht nur für den Jungen ein langer Leidensweg, sondern auch für die Mutter, die Geschwister und die ganze Familie. Wie sie die Phase überwunden haben, hielt die Fröndenbergerin in einem Tagebuch fest. Daraus ist jetzt ein Buch entstanden. ... Eine erste Lesung an der VHS Unna fand bereits statt. ... Dem Schreiben bleibt die Mutter von drei Kindern weiterhin treu. So liegt inzwischen auch ein Kinderbuch-Manuskript zum Thema Neurodermitis beim Verlag."

Hellweger Anzeiger 24. Oktober 2001

"Neurodermitis: Hier gibt's die Erste Hilfe für Mütter. Wenn sich das Kind bis aufs Blut kratzt, erleben Eltern "emotionale Achterbahnfahrt". Fröndenbergerin hilft mit Ratgeber der ganzen Familie. Von Anke Jacobi. ... Der gelernten Dolmetscherin und dreifachen Mutter geht es nicht darum, die Tipps aus der zahlreich vorhandenen Fachliteratur zum Thema Neurodermitis zu wiederholen. Bei ihr stehen ausnahmsweise die Eltern im Mittelpunkt. Denn: "Am Kind doktern alle herum. Die Eltern aber müssen sehen, wie sie klarkommen", weiß die Autorin aus leidiger Erfahrung. ... Erschienen ist im Herbig Verlag eine gelungene Mischung aus hilfreichen Tipps für das eigene Wohlbefinden und einem Erlebnisbericht, in dem sich andere betroffene Eltern sicherlich wiederfinden. Auch in dem Ratgeber: Die Beschreibung Ellen Heidböhmers, wie sie es dank anthroposophischer Therapie geschafft hat, dass Marc Leon mittlerweile ein ganz gesundes und aufgewecktes Kerlchen ist. Beim Interview mit der Mama spielt er heute jedenfalls lieber mit seinen Autos, als sich zu kratzen."

Kurzbeschreibung

Ein Ratgeber speziell für Mütter/Eltern von Neurodermitis-Kindern, der Wege aus der (seelischen) Krise zeigt. Die Autorin, Mutter von drei Kindern, von denen das jüngste seit seiner Geburt unter schwerer Neurodermitis litt, möchte anderen Betroffenen Mut machen, ihren eigenen Umgang mit der Krankheit zu finden. Alltägliche Situationen wie ständiger Schlafmangel, Wut, Verzweiflung, Ohnmacht, Ehekrisen und das Zu-kurz-kommen der Geschwisterkinder werden ausführlich besprochen. Hilfreiche, von der Autorin und ihrer Familie erprobte Tips sind alphabetisch aufgelistet. Ein Bericht in Tagebuchform sowie kommentierte Literaturempfehlungen finden sich am Schluß des Buches.

Der Autor über sein Buch

Ein Ratgeber geschrieben von einer betroffenen Mutter
Der vollständige Titel des Buches lautet "Sie schaffen das - Rat und Hilfe für Mütter von Neurodermitis-Kindern". Unser jüngster Sohn, heute 5, hat in seinen ersten 3 Lebensjahren unter schwerer Neurodermitis gelitten. In der Zeit habe ich die Flut von Neurodermitis-Literatur verzweifelt nach einem Ratgeber durchforstet, der Müttern/Eltern Mut macht. Leider ohne Erfolg. Was wir gebraucht hätten, war praktische Hilfestellung im Umgang mit den enormen seelischen Belastungen, die diese Krankheit für die ganze Familie mit sich bringt. Schließlich habe ich selbst einen Ratgeber geschrieben. Er enthält u.a. eine Besprechung der verschiedensten Gefühle/Probleme, die im Alltag mit dem kranken Kind auftauchen können: ständiger Schlafmangel, Wut, Ohnmacht, Verzweiflung, Eheprobleme, das Zu-kurz-kommen der Geschwisterkinder, der Umgang mit einem akuten Schub und der seelischen Krise, die er mit sich bringt, die Frage nach dem Sinn, etc. Außerdem habe ich Tipps für Mütter/Eltern aus den Bereichen Spiritualität und alternative Therapien aufgelistet, die wir selbst ausprobiert und die uns geholfen haben, stark zu bleiben oder wieder zu werden. Ich bin überzeugt, daß Neurodermitis-Kinder nur dann lernen, mit ihrer Krankheit zu leben, wenn die Eltern, und ganz besonders die Mutter, ihren Frieden damit schließen und ihren ganz individuellen Weg finden, damit umzugehen. Ich wünsche mir, daß mein Buch vielen Müttern/Eltern in diesem oft schwierigen, aber auch lohnenswerten Prozeß helfen kann. Ellen Heidböhmer

Umschlagtext

Erste Hilfe für Mütter von Neurodermitis-Kindern. "Ein Buch speziell für Mütter von Neurodermitis-Kindern? Gibt es nicht. Schreiben Sie doch selbst eins!" Diesen Rat bekam die Autorin, Mutter eines schwer an Neurodermitis erkrankten Kleinkindes, von einer Buchhändlerin. Gesagt, getan. Der hier vorliegende, ungewöhnliche Ratgeber stellt die Mütter von Neurodermitis-Kindern in den Mittelpunkt - denn nur wenn es ihnen gut geht, sind sie in der Lage, zusammen mit ihrem Kind die große Belastungsprobe Neurodermitis zu bewältigen. Aus den Bereichen alternative Medizin und Therapie, Esoterik und Spiritualität findet sich, alphabetisch aufgelistet, Bekanntes und weniger Bekanntes, das nach den Erfahrungen der Autorin Müttern und Kindern in dieser und ähnlicher Situation helfen kann, neue Kraft zu tanken. Ein Erfahrungsbericht der Autorin macht Mut, auch ungewohnte Wege zu gehen, um sich aus Ohnmacht, Wut und Verzweiflung zu befreien. Die Vorstellung von Heilmethoden für das Kind und die Diskussion der verschiedensten Probleme, die in Familien mit Neurodermitis-Kindern auftreten können, runden diesen ganz besonderen Ratgeber ab.

Über den Autor

Ellen Heidböhmer (38) ist Autorin, Dozentin für Kreatives Schreiben und Dolmetscherin für Englisch und Französisch. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in einer Großfamilie am Rande des Sauerlands. Ihr jüngstes Kind litt jahrelang unter schwerer Neurodermitis.

Auszug aus Sie schaffen das - Rat und Hilfe für Mütter von Neurodermitis-Kindern von Ellen Heidböhmer. Copyright © 2001. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Aus dem Prolog: Es ist 3 Uhr morgens, und ich kann nicht mehr. Wir sitzen auf dem Sofa, mein sich kratzender, wimmernder kleiner Sohn und ich. Ich kann ihm keinen Trost mehr geben. Ich kann mich selbst nicht mehr trösten. Meine Verzweiflung ist so rabenschwarz wie die Nacht da draußen. Gott hat uns vergessen. Seit zwei Stunden habe ich Marc Leon eingecremt, ihm Medizin gegeben, ihn in meinen Armen gewiegt, ihm vorgesungen, ihn schließlich sogar in schmerzstillendem Öl gebadet. Alles ohne Erfolg. Mit starrem Blick, den Mund schmerzverzerrt kratzt er sich wie besessen, beinahe rhythmisch. Die Kratzgeräusche quälen meine überreizten Nerven. Ich halte ihm die Hände fest. Er brüllt wie am Spieß, strampelt, tritt nach mir, beißt mich. Er ist 17 Monate alt, und ich kann ihn nicht mehr festhalten. Ich setze ihn auf den Teppich, rolle mich auf dem Sofa zusammen und halte mir die Ohren zu. Ich kann nicht mehr weinen. Marc Leon ist unser drittes Kind. Ich liebe ihn sehr. Ich bin seine Mutter und würde alles für ihn tun. Aber ich kann ihm nicht helfen. Ich hasse ihn, ich hasse diese Krankheit, und ich hasse mich. Als ich aufwache, fallen die ersten Sonnenstrahlen ins Zimmer. Marc Leon liegt auf meinem Bauch. Der Schmerz hat sich in seine Mundwinkel eingegraben. Die kleinen Hände sind noch im Schlaf zu Fäusten geballt. Ich sehe seine blutig gekratzten Arme und Beine. Die Haut im Nacken hängt in kleinen Fetzen herunter. Die offengekratzten Stellen im Gesicht haben sich wieder entzündet. Ich stehe vorsichtig auf, decke ihn zu und taumele entkräftet von ständigem Schlafmangel in die Dusche. Das heiße Wasser löst die Anspannung und mischt sich mit meinen Tränen. Ich ziehe mich an und denke darüber nach, wie ich den Tag schaffen soll - die Kinder wecken und zur Schule und zum Kindergarten bringen, einkaufen, die Hausarbeit und das Mittagessen. Es wird irgendwie gehen. Es geht immer irgendwie.
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