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Sie nahmen mir nicht nur die Freiheit
 
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Sie nahmen mir nicht nur die Freiheit [Gebundene Ausgabe]

Eva-Maria Neumann
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 300 Seiten
  • Verlag: Pendo; Auflage: 1., Aufl. (26. März 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866121121
  • ISBN-13: 978-3866121126
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,6 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 72.424 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Eva-Maria Neumann
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ganz am Ende, im Nachwort, bricht die Erbitterung hervor. Nein, sie hatte nicht vor, ein Abrechnungsbuch mit der DDR zu schreiben. Wäre da nur nicht diese grassierende Verklärung in Form „ultimativer Ostalgie-Shows“, putzige Trabi und Ampelmännchen-Geschichten, die die Köpfe langsam vernebele. Die DDR als spießig heimeliges Spreewaldgurken-Idyll, voll armer, aber fröhlicher Hausgemeinschaften. Selbst die NVA, eine filmische Lachnummer. Die ewigen Fluchtgeschichten haben die Leute inzwischen satt. Dies muss schmerzen. Denn es war genau ihre Geschichte. Eine gescheiterte Flucht. Das sich anschließende Martyrium hat in Eva-Maria Neumann ein anderes Bild ihrer einstigen Heimat eingebrannt. Die „Republikflüchtige“ hat einige der schlimmsten Orte von innen kennengelernt.

„Machense mah denn Gofferraum off!“ –- Das Buch eröffnet mit dem schlimmsten aller Sätze. Kläffende Suchhunde. Waffenstarrende Grenzpolizisten. Der Albtraum war Realität geworden. Eine stundenlange, nervenaufreibende Fahrt, zusammengepfercht mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter im Kofferraum des Schleuserautos, hatte im Februar 1977 ihr bitteres Ende gefunden. „Ich bin der Otto“. Das Codewort, das der Schleuser nicht kannte, hätte ein Alarmsignal für die Neumanns sein müssen. Viel später erfuhren sie, dass ihre von langer Hand geplante Flucht durch Verrat aufgeflogen war. Die Familie wurde auseinandergerissen, was folgte, war eine Odyssee wechselnder Haftanstalten, endloser Verhöre, Einzelhaft mit Lichtfolter und unverhohlener Drohungen. Schließlich wurde Eva-Maria Neumann zu drei, ihr Mann Rudolf zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Nun begann der wirkliche Albtraum!

Quälend ausführlich und in eindringlichem Ton schildert die Geigenlehrerin die grauenvoll entseelte Welt des berüchtigten DDR-Frauengefängnisses Hoheneck (Motto: Lieber zehn Mörderinnen als eine Politische!). Gepeinigt von Schuldgefühlen gegenüber ihrer kleinen Tochter und in ständiger Sorge um ihren Mann, erkrankte Eva-Maria Neumann an schwerem Gelenkrheuma und musste am Ende um ihre Karriere als Geigerin fürchten. Nach eineinhalb Jahren hatte die Marter ein Ende: Die BRD kaufte das Ehepaar frei, sechs Monate später durfte die kleine Tochter ausreisen. Seit 1982 unterrichtet die Autorin an der Städtischen Musikschule Aachen. Das Trauma ist geblieben. Bleibt zu hoffen, dass dank dieser erschüttenden Anklage das DDR-Unrechtssystem nicht so schnell in Vergessenheit gerät oder der Verharmlosung anheimfällt. Eva-Maria Neumann hat dem Terror wieder ein Gesicht gegeben. Ein hässliches! –Ravi Unger

Kurzbeschreibung

Als Eva-Maria Neumann in das berüchtigte Frauengefängnis Schloss Hoheneck gebracht wird, bedeutet dies eine schmerzvolle Trennung von ihrer Tochter und ihrem Mann, um deren Verbleib sie sich quälende Gedanken macht. Während der Haft erkrankt sie an Gelenkrheuma und muss um ihre Karriere als Geigerin bangen. Endlich, nach Jahren unter katastrophalen Haftbedingungen, wird das Ehepaar von der BRD frei gekauft. Die Tochter, die in der Zwischenzeit bei den Großeltern untergekommen war, kann erst sechs Monate später nachkommen. Das Glück könnte in der Freiheit beginnen – doch die vergangenen Ereignisse haben tiefe Spuren hinterlassen. Und es bleibt das Gefühl, die Tochter allein gelassen zu haben.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
40 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Gutjahr
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch von Eva-Maria Neumann " Sie nahmen mir nicht nur die Freiheit " bekommt von mir den Untertitel: Nichts als die Wahrheit!

Dieses Buch hat einen Buchpreis verdient. Einfach super! Dank und Anerkennung der Autorin. Habe das Buch schon 2 Mal gelesen. Meine eigenen Erlebnisse in U-Haft, Haftkrankenhaus Klein- Meusdorf und Strfvollzug Hoheneck wurden wieder gegenwärtig.

Alles Gute für diese einzigartige Buchautorin wünscht:

Ingrid
War diese Rezension für Sie hilfreich?
31 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Endlich ohne Ostalgie 16. Mai 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch war längst überfällig. Eine Frau, die die Freiheit wählt und dafür grausam bestraft wird, erzählt einen Teil ihres Lebens in bewegender Form. Dies geschieht ohne Pathos, aber mit großer emotionaler Tiefe. Ein Buch für alle, die die DDR in ihrer grausamen Wirklichkeit verstehen wollen und für die, die den Mut haben, sich von ihren Schönfärbereien zu verabschieden. Da bleibt für Ostalgie kein Raum. Da zeigt die Diktatur ihre häßlichste Fratze. Man bewundert die Autorin für ihre Kraft und man muss sich beim Lesen ständig in Erinnerung halten, dass diese Frau heute dies alles überstanden hat, die Trennung von Mann und Kind, die lange Haft, die Ungewissheit, die Krankheit - sonst ist das alles schwer zu ertragen. Nicht wegen der Darstellung, sondern weil einem bei jedem Satz klar ist - dies ist Realität, keine Fiktion.

Ein großartiges Stück deutscher Geschichte.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von magnum
Format:Gebundene Ausgabe
Wenn man dieses Buch gelesen hat, bleibt das ungute Gefühl, wieder einmal als Deutscher weggeschaut zu haben. Dieses Einzelschicksal steht stellvertretend für all die Opfer einer deutschen Diktatur, die von vielen Westdeutschen schöngeredet wurde. Warum wollte man die Wahrheit nicht wissen? Ist eine linke Diktatur eine bessere, nur weil sie links ist? Wie Eva-Maria Neumann erleben musste, haben die Machthaber sich gleich der Mittel und vorhandenen "Materialien" der vergangenen Diktatur bedient. Es ist bezeichnend, dass in einer Familie 3 Generationen Opfer beider deutscher Diktaturen wurden. Schon deshalb sollte dieses Buch an den Schulen gelesen werden. Aus eigener Erfahrung tendiert das Wissen vieler deutscher Lehrer zum Thema DDR gegen Null. Diese Buch mit seinen vielen Details zum Leben in der DDR und dem Umgang mit dem Andersdenkenden führt hoffendlich endlich dazu, dass die Opfer der letzten deutschen Diktatur ernst genommen werden und nicht das Hauptaugenmerk immer noch auf der Schonung und materiellen Sicherung der Täter liegt. Eva - Maria Neumann gebührt Dank und Respekt für dieses Buch.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Unfassbar - warum?
Ich gehörte in den 80ern zur Jugend in der DDR (Jahrgang 1973). Umso mehr interessieren mich Bücher über die "Schattenseite" des SED-Regimes. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Claudia Stoldt veröffentlicht
Es ist nicht vorbei...
und hatte schon angefangen, bevor sie geschnappt wurden. Dieses Buch vermittelt dem Leser, wie nervenaufreibend eine Flucht aus der DDR war. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Nordlicht veröffentlicht
Spannung
Ein Buch, was man gar nicht mehr aus der Hand legen mag. Sehr spannend geschrieben und die grausamen Methoden der Stasi sehr gut beschrieben. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Herbst veröffentlicht
Super in drei Tagen aufgesaugt
Dieses Buch habe ich in einen Artikel in einer Zeitschrift gelesen, danach hatte ich mir es gekauft und in drei Tagen ausgelesen . Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Nico Badura veröffentlicht
Ein super Buch!
Eva-Maria Neumann beschreibt ihre erlebte Geschichte unglaublich spannend. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Januar 2010 von E. Markus
Kritische Betrachtung zum Buch
Einige der Autoren der vergangenen Rezensionen schreiben von Buchpreis, der waren Wahrheit und sollte von allen Deutschen gelesen werden bis hin zur Pflichtlektüre. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. August 2009 von Baggerfisch
Das wahre Gesicht des real existierenden Sozialismus
Beklemmend, authentisch und packend wird der Lebensweg von Eva-Maria Neumann beschrieben. Hat man dieses Buch einmal in die Hand genommen, so lässt es einen nicht mehr los. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Juli 2008 von Takeshy
Ein unglaubliches Buch!
Eva-Maria Neumann, Geigerin aus Leipzig, versucht im Februar 1977 im Alter von 26 Jahren zusammen mit ihrem Mann und ihrer damals 3jährigen Tochter im Kofferraum eines... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. April 2008 von pampakind
Gute Beschreibung einer gescheiterten Flucht
In ihrem Buch beschreibt die Autorin ihr Leben und ihre Gründe, die sie, gemeinsam mit ihrem Mann dazu veranlassen, in den späten 70ger Jahren die DDR mittels einer... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Dezember 2007 von A. Neumann
Das sollte für Ost und WEST zur Pflichlektüre werden
Endlich mal ein Buch was sehr realistisch das Leben und die Schulbildung in der DDR darstellt.Es wäre gut wenn dieses Buch auch viele mitmenschen aus den alten... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Oktober 2007 von Richtermichael
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