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Sie kam und blieb [Taschenbuch]

Simone de Beauvoir , Eva Rechel-Mertens
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. Dezember 2004
Ménage à trois im Paris der 30er Jahre. Das schillernde Milieu der Pariser Bohème. Die Schriftstellerin Françoise, eine der schönsten Frauengestalten der französischen Literaturszene, und der Schauspieler und Regisseur Pierre, durch Liebe und geistige Interessen eng verbunden, billigen sich die äußerste Freiheit zu. Diese wird plötzlich zur Bedrohung, als eine reizvolle Unbekannte aus der Provinz in ihre Kreise eindringt.

Hinweise und Aktionen

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Sie kam und blieb + Memoiren einer Tochter aus gutem Hause + Das andere Geschlecht: Sitte und Sexus der Frau
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 560 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 3 (1. Dezember 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 9783499238307
  • ISBN-13: 978-3499238307
  • ASIN: 3499238306
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,4 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 100.969 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Geboren am 9.1.1908 in Paris. Ihre ursprünglich wohlhabenden Eltern lebten nach dem Ersten Weltkrieg aufgrund von Fehlspekulationen unter wenig üppigen Verhältnissen in der Rue de Rennes. Mit fünfeinhalb Jahren kam Simone an das katholische Mädcheninstitut, den Cours Désir, Rue Jacob; als Musterschülerin legte sie dort den Baccalauréat, das französische Abitur, ab. 1925/26 studierte sie französische Philologie am Institut Sainte-Marie in Neuilly und Mathematik am Institut Catholique, bevor sie 1926/27 die Sorbonne bezog, um Philosophie zu studieren. 1928 erhielt sie die Licence, schrieb eine Diplomarbeit über Leibnitz, legte gemeinsam mit Merleau-Ponty und Lévi-Strauss ihre Probezeit als Lehramtskandidatin am Lycée Janson-de-Sailly ab und bereitete sich an der Sorbonne und der École Normale Supérieure auf die Agrégation in Philosophie vor. In ihrem letzten Studienjahr lernte sie dort eine Reihe später berühmt gewordener Schriftsteller kennen, darunter Jean-Paul Sartre, ihren Lebensgefährten seit jener Zeit. 1932-1936 unterrichtete sie zunächst in Rouen und bis 1943 dann am Lycée Molière und Camille Sée in Paris. Danach zog sie sich aus dem Schulleben zurück, um sich ganz der schriftstellerischen Arbeit zu widmen. Zusammen mit Sartre hat Simone de Beauvoir am politischen und gesellschaftlichen Geschehen ihrer Zeit stets aktiv teilgenommen. Sie hat sich, insbesondere seit Gründung des MLF (Mouvement de Libération des Femmes) 1970, stark in der französischen Frauenbewegung engagiert. 1971 unterzeichnete sie das französische Manifest zur Abtreibung. 1974 wurde sie Präsidentin der Partei für Frauenrechte, schlug allerdings die «Légion d'Honneur» aus, die ihr Mitterrand angetragen hatte. Am 14.4.1986 ist sie, 78-jährig, im Hospital Cochin gestorben. Sie wurde neben Sartre auf dem Friedhof Montparnasse beigesetzt.

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Kundenrezensionen

4.4 von 5 Sternen
4.4 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen trio infernal unter intellektuellen 1. März 2001
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
eine offene beziehung unter intellektuellen. alles ist erlaubt, keine besitzansprueche, koerperliche und geistige freiheit. ein schoenes konzept, das gut ins paris der vorkriegszeit passt.

simone de beauvoir verarbeitet in diesem buch ihre beziehung zu jean paul sartre autobiografisch. alles laeuft bestens, keiner wird verletzt, bis xaviére, ein maedchen vom land (stellvertetend fuer beauvoirs schuelerin olga) in ihr leben tritt.

das buch beschreibt, wie einfach das theoretische konzept der absoluten freiheit in der liebe ist, doch wie schmerzhaft es scheitert, wenn einer mehr liebt, als der andere partner. eine frau muss zusehen, wie der von ihr gliebte und verehrte mann sich in eine andere verliebt, ihr regelrecht verfaellt und ihr nicht mehr die rolle der geliebten, sondern der verstaendnisvollen freundin zufaellt.

alle frauen, die bereits einmal im leben in einer aehnlichen situation waren, werden weinen ob der intensitaet und ehrlichkeit der schilderung des buches. es fuehrt auch die regeln der intellektuellen gesellschaft jener zeit ad absurdum, da liebe nun einmal nicht vorherzuplanen ist und in ihrer intensitaet alles uebertrifft.

einfuehlsam, dramatisch, traurig und - wie alle buecher der beauvoir - absolut zeitgemaess.

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Beeindruckendes Erstlingswerk 15. August 2004
Von Miranda
Format:Taschenbuch
Bevor ich "sie kam und blieb" kaufte, hatte ich die ersten beiden Bände von S. de Beauvoirs Autobiographie gelesen. Ich mochte ihre Art, ihr geistiges Leben zu beschreiben und aus ihrem Alltag zu erzählen. Darum interessierte mich auch dieser, ihr erster Roman; außerdem hatte die Biographie genug Verweise auf die Ähnlichkeiten UND Unterschiede zwischen den Romanfiguren und den realen Personen um de Beauvoir geliefert, um neugierig zu machen. (Ich glaube, daß es einen großen Unterschied in der Aufnahme des Romans macht, wenn man vorher NICHTS Biographisches von ihr gelesen hat!)

Also, ich habe den Roman förmlich verschlungen. Er ist komplett aus der Sicht Francoises geschrieben (fehlt nur die Ich-Form), und dennoch werden die Haupt- und Nebenfiguren eindrucksvoll und umfassend charakterisiert, und zwar in einer "reinen" Form. Sie haben etwas Konstruiertes, "Übermenschliches" an sich. Sie sind harmonisch durchkomponiert in ihren Lebensideen und ihrer starken Moral (und das ist das Elementare an diesem Roman: die geistige und emotionale Existenz der Figuren), und selbst ihre Schwächen passen sich perfekt ein. Mir waren Protagonisten solcher Art bislang noch nicht begegnet, und ich bin fasziniert vom Stil des Romans.
Das quälende Dreiecksverhältnis Francoise-Pierre-Xavière, dessen Entwicklung der Leser mitverfolgen muß, ist "natürlich" auch konstruiert ;-), es wäre sträflich, darauf zu schließen, daß de Beauvoir hier realitätsGETREU ihre persönlichen Beziehungen und Empfindungen dargestellt hätte....

Ich bin persönlich sehr beeindruckt von Simone de Beauvoir als Romanautorin, denn sie hatte ein klares Konzept und hat starke Personen und Emotionen erschaffen. Das ist wohl das Bemerkenswerte und Ungewohnte, Befremdende an diesem Buch: hier wurde keine Geschichte erzählt, sondern hier wurde mit intensivstem Bemühen ein Kunstwerk geschaffen. Als Ganzes mag dieses Kunstwerk meinem "echten" Leben fern sein, und doch umfassen die großen Gefühle, die es in sich birgt auch meinen Schmerz und meine Sehnsucht nach Glück. Lesen Sie weiter... ›

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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebesbeziehung zu dritt 15. September 1999
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Im Paris der Vorkriegszeit führen der Theaterregisseur Pierre und die Schriftstellerin Francoise eine scheinbar ideale, offene Beziehung. "Wir sind eins," so definiert Francoise ihr Verhältnis zu Pierre. Eifersucht und Besitzanspruch sind tabu für die beiden Liebenden. Doch ihre Beziehung gerät in eine ernste Krise, als Francoise ihre schöne, irrationale Freundin Xavière, die einen Gegenpol zu Francoises Kühle und Rationalität bildet, nach Paris holt. Schon bald beginnt Pierre, sich für Xavière zu interessieren, ja, ihr regelrecht zu verfallen, und aus der anfangs so harmonischen Zweierbeziehung wird ein Trio. Als der zweite Weltkrieg ausbricht und Pierre Paris verlassen muß, kommt es zwischen den zurückgelassenen Frauen zur Katastrophe... In "Sie kam und blieb" (Beauvoirs erster Veröffentlichung) verarbeitet Beauvoir autobiographisches Material, nämlich die Bildung des Trios zwischen ihr, Sartre und Olga Kosakiewicz, Beauvoirs Schülerin. Leserinnen und Leser, die Beauvoirs Biographie kennen, werden viele Ähnlichkeiten zwischen ihr und der Protagonistin Francoise, sowie zwischen Sartre/Pierre und Xavière/Olga erkennen. Doch man muß dieses Wissen nicht haben, um in die spannende, fremde Welt der französischen Intellektuellen einzutauchen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen hohe Erwartung nicht erfüllt 7. April 2003
Von Ein Kunde
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Ich habe das Buch mit fiebriger Ungeduld innerhalb kurzer Zeit gelesen, was eigentlich für eine spannungsreiche und interessante Handlung spricht, jedoch war meine Motivation nur die gereizter Ungeduld endlich wissen zu wollen, wie diese Dreiecksbeziehung zwischen P., F. und X. enden wird.

Ich habe dieses Buch direkt nach "Memoiren einer Tochter aus gutem Hause" gelesen, da ich noch mehr über die Liebesbeziehung zwischen Simone de Beauvoir und Sartre erfahren wollte aber ich finde dieses Buch bei weitem nicht so gut wie ihre Kindheitsmemoiren.

Ich kann diesem Buch höchstens drei Sterne geben, da es ziemliche Längen und Wiederholungen aufweist,die der Geschichte Abbruch tun. Zum anderen hat mich die passive,fast an Hörigkeit grenzende Ergebenheit Francioses Pierre und Xaviere gegenüber maßlos aufgeregt. Ich fand ihre unerschöpfliche Geduld den Launen und Zicken Xavieres gegenüber nicht nachvollziehbar und hätte mir wesentlich früher einen heftigen Gefühlsausbruch gewünscht. Auch entsprach der völlige Verzicht Francioses eigener Individualität zugunsten ihres Partners auch so gar nicht meinem Idealbild einer gleichberechtigten Partnerschaft. Mir kam es so vor als wenn sie Pierre immer alles recht machen wollte und sich seinem Willen aus Angst vor Liebesenzug beugt. Diese fast brave Ergebenheit schien mir mit der Simone de Beauvoir wie ich sie in "Memoiren einer..." kennegelernt hatte nicht zusammen zu passen.... Lesen Sie weiter... ›

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