Der Hamburger Klaus Voormann ist das Musterbeispiel für jemand, der zur richtigen Zeit am richtigen Ort war und über die "virtu" (Macchiavelli) verfügte, Fortuna beim Schopf zu packen. Auf Basis seiner Freundschaft mit der unbekannten Band The Beatles im Hamburg von 1960 startete der Grafiker und Bassist eine Weltkarriere im Umfeld lauter Superstars. Die meisten davon braucht der 71-Jährige nur anzurufen, und schon kommen sie herbei. Auf "A Sideman's Journey" wirken viele davon mit, darunter Ringo Starr, Paul McCartney, Cat Stevens oder Dr. John. Sie spielen überwiegend Voormannsche Karriereschritte und/oder Standards wie "Short People", "My sweet Lord" und "Just like a Woman". Das tun sie mit der Routine vieler Berufsjahrzehnte, doch einem derart unmodernen Impetus, dass dieser Platte die Altherrennostalgie aus allen Rillen tropft. Das Namedropping wird dennoch sein Werk tun. Gut so: Ein Teil der Einnahmen geht nämlich an die vom Aussterben bedrohten Indianer vom Stamm der Oglala Lakota. Die limitierte handsignierte Edition des Albums enthält als Bonus seine Entstehungsgeschichte auf DVD. (mw)
Produktbeschreibungen
A SIDEMAN'S JOURNEY LIMITED E