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Sich verlieren. Die Geschichte einer Obsession
 
 
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Sich verlieren. Die Geschichte einer Obsession [Gebundene Ausgabe]

Annie Ernaux , Gaby Wurster
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 285 Seiten
  • Verlag: Goldmann; Auflage: 1. (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442310032
  • ISBN-13: 978-3442310036
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 449.163 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ganz ehrlich: In fremder Frauen Tagebüchern zu lesen -- zumal in solchen mit pikantem Inhalt --, das war für uns immer schon eine außerordentlich prickelnde Vorstellung. Und tatsächlich: Das nun von Annie Ernaux vorgelegte Diarium, in dem die französische Erfolgsschriftstellerin uns ihre obsessive Leidenschaft für einen deutlich jüngeren, verheirateten Russen miterleben lässt, enttäuscht diese Vorstellung nicht. Im Gegenteil! Auch wenn man nicht heimlich in die sehr privaten, nun als Buch aber jedermann zugänglichen Aufzeichnungen blicken muss: Nicht nur männlichen Lesern dürfte bei der Lektüre immer wieder ein Schauer über den Rücken laufen.

Die Autorin berichtet in ihrem Tagebuch von ihrer Amour fou der Jahre 1988/89, die ihr, wie wir im Vorwort erfahren, bereits als Vorlage für den 1992 erschienenen Roman Eine vollkommene Leidenschaft gedient hat. Nun also die ganze, ganz und gar authentische Geschichte. Und man muss sagen -- hin und wieder stockt einem der Atem, weil man sich fragt: Wie ist das nur möglich? Wie ist es möglich, dass eine erwachsene und kultivierte Frau, Ende vierzig, derart für einen Mann entflammt (ja man muss sagen: ihm verfällt), der beim Sex die Socken anbehält und sich eigentlich auch sonst -- obwohl von Berufs wegen Diplomat (oder sowas Ähnliches) -- nicht zu benehmen weiß.

Doch man fühlt bei der Lektüre am eigenen Leib, wie es sich für die Tagebuchschreiberin angefühlt hat, wenn sie in heißer Sehnsucht darunter litt, dass er nicht anrief, um sich wieder kurzfristig mit ihr zu treffen. Und wie -- ebenso kurzfristig -- sie diese Treffen dann erfüllt haben. Ein irritierendes Zeugnis einer eindrucksvollen und am Ende doch enorm starken Frau. --Alexander Dohnberg

Kurzbeschreibung

Seit Annie Ernaux einen russischen Diplomaten kennen gelernt hat, der an der Botschaft in Paris tätig ist, ist ihr Leben völlig auf den Kopf gestellt. Sie lernt Russisch, liest "Anna Karenina" und kauft sich teure Kleider. Ihr Geliebter ist bald der Mittelpunkt ihres Denkens und Fühlens, das nächste innig herbeigesehnte Rendezvous ihr einziges Ziel. Nur zwölf Monate dauert diese Beziehung, doch sie versetzt ihr Leben einem Tornado gleich in Aufruhr. Und sie zeigt Annie Ernaux, wie bedrohlich schmal der Grat sein kann, der Liebe und Wahnsinn voneinander trennt. "Sich verlieren" ist das Originaltagebuch, das Annie Ernaux über ihre himmelstürmende Affäre führte - das authentische Dokument einer "verrückten" Leidenschaft, die sie unaufhaltsam in einen verhängnisvollen Strudel zog ...

"Ein leidenschaftliches und zorniges, ein erstaunliches Buch - Annie Ernaux' Sprache ist klar, präzise und unerbittlich und ihr Tagebuch das faszinierende Dokument eines Selbstverlustes!"
Le Monde

"Es ist Annie Ernaux' unermüdliche Suche nach der Wahrheit und der Schönheit, die sie zu einer außergewöhnlichen Autorin macht!"
Le Journal du Dimanche

"Annie Ernaux ist eine große Schriftstellerin!"
Lire


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Und immer wieder warten...., 13. Juli 2006
....das ist es, was zum Hauptgegenstand des Buches wird. Das ständige, ungewisse Warten, ob er wiederkommt, ob er anruft, ob das Leben weitergeht. Die Ungewissheit, die einen fast umbringt, aber auf die man auch nicht verzichten kann. Man lebt nur noch in der Schwebe - bis zum nächsten Lebenszeichen, bis zum nächsten Treffen.
"Sich verlieren" ist ein sehr tiefes, intimes Buch. Intim nicht so sehr im sexuellen Sinne, sondern es geht viel mehr um intime Gedanken, die man eigentlich sonst nicht offenbart bekommt.

Ein etwas anderes Buch, sehr lesenswert, sehr persönlich.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Erschreckend nah, 27. Juli 2005
Von 
Daniela Harnack (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Natürlich gehe ich von mir aus, wenn ich sage, dass sie erschreckend deutlich meine Gedanken ausspricht. Es gibt Stellen, da meine ich, sie spricht von mir. Tagebuchartige Bücher lassen sich immer am besten lesen, finde ich wegen der kurzen Abschnitte. Ich kenne die anderen Bücher von Ernaux nicht, deswegen kann ich nicht sagen, ob es nur eine Wiederholung einer anderen Geschichte ist. Dies ist jedenfalls das erste Buch seit langem, dass ich mal wieder verschlinge. Ich leide mit ihr.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen "Schöner warten" auf französisch ..., 8. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Sich verlieren. Die Geschichte einer Obsession (Gebundene Ausgabe)
Eine stetige Aneinanderreihung des Wartens und Zweifelns ... Man wünscht der Protagonistin spätestens nach 30 Seiten ein stärkeres Selbstvertrauen, wenn ihre Selbstzweifel zum wiederholten Male in der düsteren Annahme "Er trifft mich wohl nur noch, weil ich Schriftstellerin bin" gipfeln. Ein psychologisch tieferer Einblick in den Ursprung dieses ewigen Zweifelns wäre interessant gewesen; so bleibt diese Geschichte für mich eher gebetsmühlenartig und farblos.
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