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Wenn Federal Marshall Teddy Daniels (Leonardo DiCaprio) von einem der Insassen der Nervenheilanstalt auf Shutter Island diese Prophezeiung an den Kopf geworfen bekommt, ist man fast schon geneigt, ihr zu glauben, denn der vermeintlich wohlwollende Anstaltsleiter Dr. Crawley (Ben Kingsley) scheint zusammen mit dem deutschen Psychiater Naehring (Max von Sydow) im Namen der Regierung teuflische Experimente durchzuführen. Zudem schreiben wir das Jahr 1954, und ein deutscher Psychologe in Naehrings Alter dürfte eine gewisse Vorgeschichte haben. Und außerdem mehren sich recht rasch die Anzeichen dafür, daß Teddy Daniels, der mit einem Kollegen, den er nie zuvor gesehen hat, zusammenarbeitet, unter fadenscheinigem Vorwand auf diese Insel gelockt worden ist, denn wie soll es Rachel Solano, die geisteskranke Kindsmörderin, deren Verschwinden er hier untersuchen soll, von hier auf das Festland geschafft haben?

Wem kann Teddy Daniels auf dieser zur Nervenheilanstalt für geistesgestörte Straftäter umgebauten Insel überhaupt noch trauen? "You'll never leave this island", klingt da nicht länger wie das Gerede eines Geisteskranken - und gleichzeitig erinnert die hoffnungslose Isolation unseres Helden inmitten eines Meers von Verschwörung und Wahnsinn an Joseph Conrads Beobachtung "We live as we dream - alone", die die Quintessenz seines Romans "Heart of Darkness" ist.

Mit "Shutter Island" (2010) hat Martin Scorsese mehr als nur einen spannenden Psychothriller mit Elementen des Film noir geschaffen - aber es ist ihm eben auch nichts Geringeres als eben dies gelungen. Daniels ist ein zerrissener Mann, dessen Ich sich zu Anfang des Filmes lädiert - mit einem Pflaster auf der Stirn - aus der Taufe eines Waschbeckens erhebt, und das "Pull yourself together", das sich der Protagonist vor dem Spiegel zuraunt, kann durchaus wörtlich verstanden werden im Sinne des "Vergewissere dich deiner Identität!" Recht früh wird klar, daß es Daniels nicht in erster Linie darum zu tun ist, die verschwundene Rachel Solano wieder aufzuspüren, sondern daß er einem Komplott hinterherjagt, das die Anstalt im Zusammenspiel mit der Regierung eingegangen ist. Dabei steigen dann auch die Geister seiner Vergangenheit aus ihren Gräbern - seine Rolle bei der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau ebenso wie seine von Verdrängung quälender Schuld belastete Ehe mit einer Frau, die er schließlich durch einen heimtückischen Mord verliert. Wichtig ist ihm hierbei aber festzuhalten, daß seine Frau nicht durch das vom wahnsinnigen Hausmeister gelegte Feuer verbrannte, sondern durch den Rauch erstickte. Später wird man erkennen, daß Ersticken wirklich ihre Todesursache war, auch wenn Daniels sich mit all seinen weiteren Anmerkungen zu ihrem Tod im Irrtum befand.

Wem diese meine kryptischen Andeutungen zu wirr und zu unbefriedigend erscheinen, der ist mit "Shutter Island" unter Umständen nicht wirklich gut bedient, denn Scorsese tut mit seiner Bilderflut aus Erinnerungen, Träumen und bildgewordenen Ängsten des Protagonisten im Grunde nichts anderes als den Akt des Sich-Zusammen-Reißens Daniels' mit all seinen Rückschlägen abzubilden, wenn dabei auch manche Einzelheiten im nachhinein als Winke mit Zaunpfählen erscheinen. So ist die Figur des wahnsinnigen Hausmeisters Laeddis (Elias Koteas) mit der riesigen Narbe, die sich quer durch sein Gesicht zieht, und den beiden verschiedenfarbigen Augen eigentlich ein sehr oberflächlicher Griff in die Freudianische Klischeekiste, aber viele der anderen Gesichte Daniels', die Scorsese an uns vorbeiziehen läßt, sind von irrer Intensität. DiCaprio gelingt es, uns für die Figur des verzweifelt suchenden und noch verzweifelter nicht sehen wollenden Daniels einzunehmen, und sie trotz ihrer Schattenseiten, wie etwa ihrer nur schlecht unter der Maske von Professionalität versteckten Wut und Aggression, nicht fremd oder unsympathisch erscheinen zu lassen, während Kingsley und Sydow ihre Charaktere zwar dämonisch - wen würde die Machtfülle eines Psychologen auf einer Inselanstalt nicht verängstigen -, aber nicht eindimensional spielen.

So macht es denn auch nichts, sollte man wirklich schon während des ersten Ansehens hinter das Geheimnis von "Shutter Island" kommen, denn ganz so unstrittig wie es das Feature "Historische Entwicklung der Psychiatrie in den USA" auf der DVD erscheinen lassen will, ist die Auflösung der Story meiner Meinung nach denn doch nicht. Darüber hinaus lohnt dieser Film auch ein zweites und sogar ein drittes Ansehen im Wissen um seine Mehrdimensionalität, erscheinen einem viele Szenen und das Verhalten der einzelnen Personen dann doch in einem ganz anderen Lichte, das den Zuschauer befähigt, die Ambivalenz, mit der Scorsese seinen Film ausgestattet hat, vollends zu goutieren.

Ja, "Shutter Island" ist mehr als eine Mischung aus Thriller und Film noir. Er ist ein Kommentar zum Sendungsbewußtsein und zu den Irrwegen der modernen Psychologie, und er ist eine Symphonie des Grauens, das daraus resultiert, daß wir es letzten Endes selbst sind, die unsere eigene Realität konstruieren, wobei wir mitunter in Sackgassen enden, aus denen keiner unserer Hilfeschreie unverzerrt in das Leben der anderen dringt.

Und, last not least, ist "Shutter Island" wohl der letzte Beweis dafür, daß Scorsese mit DiCaprio das gelungen ist, was ein anderer Regisseur, Anthony Mann, mit einem anderen Schauspieler, James Stewart, schaffte - nämlich aus einem festgelegten Typus einen ernstzunehmenden Charakterdarsteller zu formen.

Wem mein Quark aus Metaphern und Andeutungen nicht behagt, der sei vor diesem Film gewarnt. Allen anderen indes wünsche ich, daß sie für sich eine zufriedenstellende Antwort auf die immer und immer wieder von Daniels gestellte Frage finden mögen.
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am 5. Februar 2015
Shutter Island(2010)

Regie: Martin Scorsese
Genre: Thriller

US Marshall Teddy Daniels(Leonardo DiCaprio) reist mit seinem neuen Partner Chuck(Mark Ruffalo) auf die einsame Insel "Shutter Island". Um dort den Fall um eine verschwundene Patientin zu klären. Doch keiner der geheimnisvollen Mitarbeiter der Psychiatrie redet ehrlich mit ihnen. Teddy Daniels merkt sofort irgendetwas stimmt auf dieser Insel nicht.

Mit "Shutter Island" hat Martin Scorsese mal wieder einen grandiosen Film abgeliefert.

Der Film ist von der ersten bis zur letzten Sekunde spannend, diese Spannung wird von Anfang an durch den lauten, intensiven Soundtrack hervorgerufen.

Und alle Schauspieler sind hier richtig klasse. Alle größeren Rollen sind so gut gespielt, da alle Personen sofort mysteriös auf einen wirken. Aber auch die Personen die nur einen ganz kurzen Auftritt haben können alleine mit ihrer Mimik, Shutter Island zu einem unheimlichen Ort machen. Und dann kommt noch Leonardo DiCaprio, der mal wieder alle an die Wand spielt, er spielt alle Faceten durch, große klasse.

Der Film hält die ganze Zeit über eine Grundspannung aufrecht. Keine Minute ist in diesem Film langweilig.

Und zum Ende hin hat der Film dann so so einen heftigen Twist, das man erstmal total geschockt ist. Und man weiß gar nicht mehr was jetzt die Wahrheit ist.

Scorsese liefert einem, einen packenden, durchweg spannenden Thriller. .Shutter Island bekommt 9,5/10 Punkten, da er grandios ist.

#ShutterIsland#LeonardoDiCaprio#MartinScorsese#Kritik#Review#Deutsch#German#Thriller#spannend#Januar#neuesJahr2015
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am 15. Dezember 2014
Hallo Film-Freunde.
Im Zuge meines Studiums durfte ich mich mal etwas intensiver mit diesem Machwerk auseinander setzen. Ganz nüchtern betrachtet erwartet den klassischen Kinobesucher/Filmkonsument ein gelungener Unterhaltungsthriller, den ich gerne mit 5 Sternen bewerte und empfehlen möchte. Namenhafte Schauspieler machen tatsächlich, wofür sie engagiert wurden und spielen sehr gut. Die deutsche Synchro ist wie gewohnt perfekt. Für den Filmwissenschaftler kein Fass ohne Boden, aber eben ein Unterhaltungsfilm, den man sich gerne ansieht.
Von nun an Spoiler-Gefahr:
Inhaltsangabe
Im Film Shutter Island (Martin Scorsese, 2010) wird der U.S. Marshal Teddy Daniels (Leo-nardo DiCaprio) im Jahre 1954 mit seinem Partner Chuck Aule (Mark Ruffalo) in die Psychiatrische Klinik Ashecliffe auf Shutter Island geschickt, um dort das spurlose Verschwinden einer Patientin aufzuklären. Die Anstalt und das dort arbeitende und lebende Personal, besonders der Klinikleiter Dr. Cawley (Ben Kingsley), sind den Marshals gegenüber distanziert und wenig an der Aufklärung des Verbrechens interessiert. Immer wieder wird Teddy Daniels von Albträumen und Visionen seiner verstorbenen Frau geplagt, während sich die Hinweise auf einen 67. Patienten verdichten, obwohl Ashecliffe angeblich nur 66 führt. Das von Beginn an vorherrschende Gefühl, dass die Insel und ihre Bewohner etwas verbergen, steigert sich bei Teddy Daniels immer mehr und eskaliert letztlich durch das Verschwinden seines Partners Chuck Aule. Teddy Daniels flüchtet in einen Leuchtturm, wo Dr. Cawley ihn bereits erwartet. Dieser klärt den verwirrten Teddy Daniels darüber auf, dass er der 67. Patient von Ashecliff sei und sein richtiger Name Andrew Laeddis ist. Früher sei er tatsächlich U.S. Marshal gewesen, bis seine Frau Dolores Chanal (Michelle Williams) die gemeinsamen drei Kinder ertränkt habe, woraufhin er seine Frau ermordet habe. Um die Schuld zu verdrängen habe er die Persönlichkeit von Teddy Daniels erschaffen. Nach dieser Konfrontation gesteht sich Andrew Laeddis/Teddy Daniels den Mord an seiner Frau ein. Am nächsten Tag sieht er sich allerdings wieder als U.S. Marshal Teddy Daniels, der in Ashecliffe einen Fall zu lösen hat. (Vgl. Klappentext DVD)
Schlüsselkonzepte des Films
Im Film Shutter Island wird der Zuschauer von Beginn an vor verwirrende Situationen gestellt, die er häufig nicht einordnen kann und es auch nicht können soll. „Der Zuschauer beobachtet, wie sich die Handlung langsam entfaltet und wird – rein theoretisch – den Großteil des Films in verwirrender Unklarheit gehalten.“ (Toppe: „Aufgewärmtes schmeckt nicht“)
Von Beginn an arbeitet Scorsese mit einem intensiven Soundtrack, der den Zuschauer sofort von einer bedrohlichen Stimmung überzeugt, obwohl keine unmittelbare Gefahr für die zwei bewaffneten Marshals zu bestehen scheint. Außerdem sind Kameraeinstellungen und Schnitt darauf bedacht, die Kulisse so bedrohlich wie möglich zu inszenieren. Weiterhin wird diese Bedrohlichkeit durch klischeehaftes Einsetzen von unheimlich wirkenden ,Geisteskranken-Patienten’ der psychiatrischen Klinik aufrecht erhalten. „Aus psychologischer Sicht trägt die-ser Film leider weiter zur gezielten Desinformation bei. […] Wenn es […] um […] psychische Krankheiten geht, wird einfach hingeklatscht, was an Stereotypen zu finden ist“ (Sandro Teuber, 2010).
Der Zuschauer bekommt also weniger ein Abbild des für 2010 üblichen Umgangs mit Geisteskranken, als vielmehr eine stereotyphafte Vorstellung, die an den Umgang mit Geisteskranken in den 1930er und 1940er Jahre erinnert, die häufig mit unmenschlichen Forschungsexperimenten im Interesse der behandelnden Ärzte verbunden sind. Hier sei auch nochmal erwähnt, dass der Film im Jahr 1954 spielt und somit nicht allzu weit von den 30er und 40er Jahren des letzten Jahrhunderts entfernt liegt. Spannenderweise scheint jedoch dieses eigentlich veraltete Bild einer psychiatrischen Klinik in Verbindung mit der gekonnt bedrohlichen technischen Inszenierung immer noch großes Unbehagen und Schaudern beim Zuschauer zu verursachen, wodurch es seinen Zweck erfüllt.
Shutter Island spielt unter dem Deckmantel der ständigen Bedrohung und des vorherrschenden Wahnsinns mit dem Rezipienten ,Katz und Maus’. Der Film erreicht „den Kopf und das Bewusstsein der Rezipienten, indem sie selbst von Bewusstseinsprozessen wie Erinnern, Vergessen, Fantasieren und Träumen erzählen und dem Rezipienten Einblick und Zugang zum Bewusstsein der Protagonisten bieten (Bumeder 2014, 18).“ Das Dargestellte kokettiert also mit Empfindungen, die der Zuschauer kennt aber selbst nur schwer einordnen kann. Da diese Bewusstseinsprozesse steht’s immer etwas Unbekanntes mit sich bringen, können sie nur schwer kognitiv gesteuert und kontrolliert werden. Besonders das Fantasieren und Träumen können Menschen nicht steuern, wodurch es gleichsam einen geheimnisvollen Beigeschmack erhält. Außerdem steht es in enger Verbindung mit der im Film dargestellten Persönlichkeitsstörung des Protagonisten, dessen Verstand ihm einen Streich spielt und eine Kunstfigur ,erträumt’ bzw. herbei ,fantasiert’.
Die möglichen Antworten auf die durch die ambiguen Enden von Inception und Shutter Island aufgerufenen Fragen nach Realität und Identität werden (…) mit großer Leidenschaft und analytischer Hingabe diskutiert. Der ,Kreisel im Kopf der Rezipienten‘ (…) dreht sich nach der Kinovorstellung in Form von ,Gedankenspielen‘ weiter, die Filme bleiben (inter-)aktiv im Gedächtnis der meisten Rezipienten verankert (ebd.).
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am 27. Oktober 2015
Ich muss gestehen, das Leonardo DiCaprio in der Vergangenheit für micht nicht gerade ein Schauspieler war den ich dringlichst sehen musste.
Seit Filmen wie z.B. Departed oder Shutter Island sehe ich das etwas anders.

Der Herr weiß zu überzeugen und das findet auch Regisseur Martin Scorsese,
nicht umsonst haben die beiden schon mehrere Filme zusammen gedreht.

Shutter Island ist von allen Seiten her gut gespielt und hat zudem eine gute Story.
Beim Bild vergebe ich volle Punktzahl, obwohl dies etwas schwer einzuordnen ist, da der Film eigentlich nur an verregneten bzw. dunklen Orten spielt.
Beim Ton gibt es nichts zu meckern.

Die Extras hinken mit 38 Minuten ziemlich hinterher.

Story: 5/5
Bild: 5/5
Ton: 5/5
Extras: 2/5
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am 8. August 2010
Mit Filmen wie "Goodfellas" oder "Taxi Driver" bewies Scorsese bereits, dass er in der Lage ist Meisterwerke zu schaffen. Sicher ist die hohe Erwartungshaltung an ihn und der für mich wieder einmal anders verheißende Trailer nicht gewinnbringend für den Film.

"Shutter Island" ist eine Gefängnis-Insel auf der sich eine psychiatrische Anstalt befindet. Eine gefährliche Patientin verschwindet auf ihr spurlos. Geleitet wird diese Anstalt durch Dr. Cawley (Ben Kingsley), der zu Beginn die Ermittlungen unterstützt. Die US-Marshalls Teddy Daniels (Leonardo DiCaprio) und Chuck Aule (Mark Ruffalo) werden mit dem Fall betraut und sollen ihn aufklären. So scheint es...

"Shutter Island" gibt sich nach kurzer Zeit als reiner Psycho-Thriller im Noir-Style zu erkennen. Dies sollte bei der Betrachtung und Bewertung des Films berücksichtigt werden. Scorsese verzichtet bei der Inszenierung (Kameraarbeit, Cuts etc.) auf unnötige Spielereien. Visuell allerdings bietet Scorsese beeindruckende Bilder. Besonders bei den Rückblenden von DiCaprios Traumas. Diese Sequenzen wirken gewollt surreal und sind die Stärksten Momente des Films. Das zweite Standbein in diesem Film bildet die glänzend aufgelegte Schauspielerriege. Diese agieren (vorallem die Hauptcharakteren) durchweg auf gutem Niveau und können wohl dosiert Höhepunkte setzen. Allerdings hat Scorsese die meisten Höhepunkte auf Herrn DiCaprio ausgerichtet. Das wirkt sich für mich nicht negativ aus, weil dieser wieder genialen Leistungen zeigt.

Riesige Schwächen zeigt dieser Film für mich nicht, dennoch fallen für mich Kleinigkeiten störend ins Gewicht. Das Ende ist bei der Entwicklung des Films nicht mehr ganz überraschend. Den Aha-Effekt den ich bei "The Sixth Sense" hatte, spürte ich hier nie. Das liegt auch daran, dass der Film anders angelegt ist. Während des ganzen Films werden absichtlich immer wieder Hinweise gestreut, die eine gewisse Vorahnung entstehen lassen. Neben kleineren längen im Mittelteil des Films für mich die größte Schwäche. Dazu trägt bei, dass bei dieser Art von Filmen die Faszination beim zweiten Ansehen etwas leidet.

Trotz dieser Schwächen ist "Shutter Island" ein sehr guter Thriller. Spannend, manchmal an Hitchcock erinnernd, toll inszeniert und vorallem mit einer starken Schauspielerriege ausgestattet. Leider reicht er nicht ganz an Scorseses absolute Meisterwerke heran, für Freunde spannender Unterhaltung dennoch eine klare Kaufempfehlung.

Die Blu-ray:

Die Bildqualität bewegt sich auf sehr gutem Niveau. Durch die optimal dargestellten dunklen Szenen, wird die Atmosphäre dieses Films super eingefangen. Der Schwarzwert ist perfekt, dunkle Flächen sind gesättigt, ohne dabei zu viele Details zu verschlucken und störendes Bildrauschen sucht man vergebens. Natürlich stehen die Tageslicht-Szenen dieser Qualität ebenfalls in nichts nach. Besonders der optimale Kontrast sorgt hier dafür, dass die hellen Flächen nie überstrahlen. Überhaupt ist die Schärfe sehr gut und die Detailzeichnung des Bilds ist in den Nahaufnahmen ebenfalls überzeugend. Concorde überzeugt auch in der Tonqualität und lässt manch anderen großen Publisher alt aussehen. Endlich steht eine deutsche Fassung dem englischen Originalton in nichts nach. Die Filmmusik ist kristallklar und Dialoge immer verständlich. Bei manchen Dialogen werden sogar die Surround-Lautsprecher genutzt (Traumsequenzen). Ebenso die Umgebungsgeräusche etwa bei Gewitter. Hier werden beim Donner der Bass ordentlich gefordert. Klasse, nur so rechtfertigen Blu-rays ihren hohen Preis und stellen auch tatsächlich einen Mehrwert beim Heimerlebnis da. Für Leute, die sich für Extras interessieren, bietet auch diese Blu-ray nur nur sehr wenig an (zwei doch recht sehr kurze Dokumentationen).
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am 5. Dezember 2014
Das ist im Prinzip alles, was ein guter Psychothriller braucht. Man wird von der ersten Sekunde an in den Bann der Geschichte gezogen, die Filmmusik ist der Hammer und unterstreicht die spannend-schaurigen Momente immer zum richtigen Zeitpunkt. Die Schauspieler machen ihre Sache super, da gibts auch nichts zu meckern.
Das Ende ist der Hammer, und man bekommt Lust, den Film gleich nochmal ein zweites Mal zu sehen.
Bild und Ton der Bluray sind übrigens ausgezeichnet!

ABER: Wer hier einen Actionfilm oder einen seichten 0815-"Thriller" erwartet, soll die Finger von "Shutter Island" lassen. Der Film nimmt sich Zeit, auch auf die einzelnen Charaktere einzugehen, was bedeutet, dass man nicht alle 2 Minuten mit Explosionen, Schießereien oder Schlägereien rechnen darf. Also bitte nachher nicht beschweren.

Ach ja, nochwas: Man sollte sich den Film nur dann anschauen, wenn man einen klaren Kopf hat, da er den ein oder anderen entscheidenden Twist enthält.

FAZIT: Habe selten einen so spannenden und vor allem unvorhersehbaren Psychothriller gesehen, klare Kaufempfehlung.
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am 4. Mai 2015
Und wieder zeigt LDC was er kann. Substanziell wurde der Stoff auch in Anderen Fimen bearbeitet. Allerdings nicht in dieser Qualität und Dichte.
Allein die Örtlichkeiten und die Situation lassen jedes Ende offen. Und das hat dann, durch überragenden Darsteller und die feinfühlige Regie auch seine Tragik verdient.
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am 6. Januar 2011
Die bis ins kleinste Detail perfekt durchdachte Handlung von einem Polizisten (Leonardo Di Caprio), der einen Fall in einer Anstalt für psychisch gestörte Gewaltverbrecher übernimmt, an dem er persönliches Interesse zeigt, da einer der Insassen für den Tod seiner Frau verantwortlich sein soll, nimmt den Zuschauer vom ersten Moment an gefangen und lässt ihn bis zum Ende nicht mehr los. Ebenso wie der Protagonist von einem verstörenden Ereignis zum nächsten stolpert, stellen sich auch für den Zuschauer immer verwirrendere Fragen: Wer sagt hier eigentlich noch die Wahrheit und wer lügt? Wie tief steckt die Hauptperson in dieser Sache mit drin?

Scorsese nutzt jedes Mittel von der Musik über die Kameraführung und den Schnitt bis hin zur Bildschärfe, um die Story zu unterstreichen und voranzutreiben. Nichts - und wirklich gar nichts - geschieht zufällig oder gar aus Versehen. Jede noch so kleine Ungereimtheit hat ihren Sinn. Zusammen mit dem Hauptcharakter fragt sich auch der aufmerksame Betrachter, ob manche Situationen überhaupt real sind. Als dann noch der Verdacht aufkommt, dass die Anstaltsleitung mit Drogen experimentiert und dieses in einem Komplott größeren Ausmaßes zu vertuschen versucht, wird schon klar, dass auch diese Information vermutlich nur eine weitere Spitze des Eisbergs darstellt.

Neben der atemberaubenden Umsetzung eines wirklich anspruchsvollen Plots und der perfekten Leistung der grandiosen Schauspieler (Leonardo Di Caprio, Mark Ruffalo, Ben Kingsley ...) enthält dieser Film auch eine Kritik am unmenschlichen Umgang mit psychisch kranken Menschen vor gar nicht allzu langer Zeit.
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TOP 1000 REZENSENTam 22. September 2014
Shutter Island ist einer der fesselsten Filme, die ich kenne. Alles beginnt scheinbar recht harmlos, doch pratkisch von Minute zu Minute spitzt sich die Handlung mehr zu, bis sie stellenweise eine nervenzerreißende Spannung erreicht. Verstärkt wird die Spannung vor allem von der Musik, die ohnehin schon eher "unbehagliche" Szenen noch etwas gruseliger macht. Eine Beschreibung der Handlung spare ich mir, da dies schon mehrfach geschehen ist.

Qualitativ überzeugt der Film auf alle Fälle. Von Anfang bis Ende klare und scharfe Bilder und auch der Sound klingt erwartungsgemäß und dank DTS-HD Master Audio 5.1 wirklich gut.

Der Film gefällt mir sehr gut. Das erste mal sah ich ihn spät abends/nachts und alleine. Gerade unter diesen Bedinungen kommen die "Schock-Momente", die es immer mal wieder gibt ziemlich gut zur Geltung.

Ich kann diesen Film empfehlen.
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am 3. Dezember 2015
IcH liebe Leonardo di caprio und diesen Film.
Er spielt wie immer super... Man ahnt nichts und es ist als wäre man live dabei... Ein sehr empfehlenswerter Film. Ich habe ihn so oft gesehen und bin bis heute nicht sicher wie ich das ende verstehen soll... Ich liebe den Film!
Sollte man wirklich gesehen haben!
Der Mann ist unglaublich!
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